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In München - - INHALT - St­an­ley Be­a­m­ish

Back with a Bang: Blur­red Vi­si­on ist zu­rück! Mit der ge­ball­ten 60.000 Watt star­ken Wall of Sound, der „Ei­ger Bass Wand”, wie die Süd­deut­sche Zei­tung der­einst sicht­lich be­ein­druckt und über­aus re­spekt­voll schrieb. Schlacht­hof­bronx kom­men mit neu­en Tanz­tracks aus der Ver­sen­kung und brin­gen wie im­mer ein paar il­lus­tre Gäs­te mit, wie z.B. DJ Gon­za­lez vom Kum­ba­le La­bel, der die So­ni­de­ro-Fah­ne mit Old­school Cum­bia hoch­hält, so­wie das Münch­ner Pro­du­zen­ten­ge­nie SCNTST mit sei­nem Mix aus Space­dOut-Rap, Tech­no, Jung­le und Foot­work. Ele­men­tal Wa­ve sind zu­dem eben­falls mit viel Dub und Step­pers mit an Board. Lich­ter aus, Bass an! Vol­le Fahrt vor­aus ... (20.4. Muf­f­at­hal­le)

Dunk­le, ge­wal­ti­ge, Angst ein­flös­sen­de Beat­ge­wit­ter zie­hen auf, St­ro­bo­skop­blit­ze zu­cken und dann ent­lädt sich al­les in ei­nem ein­zig­ar­tig er­fri­schen­den, sint­flut­ar­ti­gen Elec­tro-Re­gen­guss: Das Wo­che­n­en­de 20./ 21.4. steht voll und ganz im Zei­chen des ein­jäh­ri­gen Ge­burts­ta­ges des Blitz Clubs. Und wie der ein­ge­schla­gen hat. Sen­sa­tio­nell. Und das bei der star­ken Kon­kur­renz! Wow. Und of­fen­sicht­lich ist kei­ne nei­di­ge Ri­va­li­tät ent­stan­den, als viel­mehr ein sym­bio­ti­sches, ein sich zwar re­spek­tie­ren­des, ten­den­zi­ell aber eher ge­gen­sei­tig so­gar be­fruch­ten­des und an­spor­nen­des Mit­ein­an­der. Und so fühl­ten sich auch die Blit­zVer­ant­wort­li­chen an­ge­spornt zum kleinst­mög­li­chen Ju­bi­lä­um ein best­mög­li­ches Pro­gramm zu kre­ieren. Und, es ist ge­lun­gen, des­we­gen Vor­hang auf für: One Ye­ar Blitz mit DJ Stin­gray 313, Func­tion, La Sta­ab & mo­re (Fr. 20.) so­wie Leo Küch­ler, Mual­lem, Pa­ra­no­id London DJ-Set u.a. (Sa. 21.4.)

Im stets von un­ter­schied­li­chen Trends ge­trie­be­nen Uni­ver­sum der elek­tro­ni­schen Tanz­mu­sik die­ser Ta­ge ist Gregor Tres­her ei­ner der we­ni­gen Künst­ler, die es auf er­fri­schen­de Art und Wei­se schaf­fen, je­nen Spi­ra­len der kol­lek­ti­ven Selbst­ver­ge­wis­se­rung zu ent­ge­hen. Es ge­lingt ihm mit sei­nem strik­ten, sei­nem kom­pro­miss­lo­sen Fo­kus auf Me­lo­di­en und Tim­bre, zeit­lo­sen mu­si­ka­li­schen Ele­men­ten, die von vie­len an­de­ren Pro­du­zen­ten zu oft ge­ring ge­schätzt oder – noch schlim­mer – ganz und gar ver­nach­läs­sigt wer­den. Bei Gregor Tres­hers Mu­sik ist es wie mit ei­nem Ge­mäl­de oder ei­nem Fo­to, das, wenn man sei­nen Blick lang ge­nug dar­auf ge­rich­tet lässt, an­fängt sich zu be­we­gen – wenn man nur ge­nau hin­hört, den über­ein­an­der ge­schich­te­ten Groo­ves und Me­lo­di­en sein auf­rich­ti­ges, sein ehr­li­ches Ge­hör schenkt, fängt Tres­hers Mu­sik an, ein or­ga­ni­sches Ge­flecht sich ste­tig ver­än­dern­der Sounds zu bil­den. Die­se Fä­hig­keit, die­se Kunst, hat er über die letz­ten Jah­re per­fek­tio­niert. Seit den An­fän­gen sei­ner mu­si­ka­li­schen Kar­rie­re, im Frankfurt a.d.O. der frü­hen 90er-Jah­re, über zahl­rei­che Sta­tio­nen als über die gan­ze Welt ver­teilt ge­buch­ter DJ bis jetzt, ins Früh­jahr 2018. Zu Gast: Mar­kus Meh­ta und Mat­ze Cra­mer. (21.4. Ro­te Son­ne)

In Spa­ni­en ge­bo­ren, in Berlin zu Hau­se: Alie­na­ta. Die ehe­ma­li­ge Phi­lo­so­phie­stu­den­tin aus Va­len­cia be­gann im Jahr 2000 mit dem Auf­le­gen. Doch ne­ben ih­rer Tä­tig­keit als Re­si­dent-DJa­ne an der Costa Blan­ca be­geis­ter­te sie sich im­mer auch schon für Mu­sik­tech­no­lo­gie und Thea­ter. Und so sind auch ih­re Sets, wenn schon nicht ge­ra­de thea­tra­lisch, so doch zu­min­dest dra­ma­tur­gisch per­fekt durch­de­si­gned: Ei­ne Mi­schung aus Elec­tro, Acid, Dub, IDM, Dark Dis­co, Jack­beat, Cos­mic Jazz, Break Beats und über­haupts „cra­zy sounds“sind als ihr Mar­ken­kern zu be­zeich­nen und dass ei­nem da­bei nicht lang­wei­lig wird, liegt in der Na­tur der Sa­che. (27.4. Har­ry Klein)

Im wahrs­ten Sinn der Worte, al­le Hän­de voll zu tun, ha­ben die drei Zeit­agen­ten von Agents Of Time. Ihr Tour­plan ist prop­pen­voll und führt sie im Früh­jahr/Som­mer 2018 vom Pan­ora­ma Fes­ti­val in West-Frank­reich über Lausanne nach Brüssel, Paris, Lyon, Me­xi­co Ci­ty, Bri­ming­ham, Berlin, Amsterdam bis hin nach Bar­ce­lo­na. Da­zwi­schen be­sit­zen Andrea Di Ce­g­lie, Fe­de­le La­di­sa und Lu­i­gi Tu­to­lo die Freund­lich­keit und schau­en auch noch zu ei­ner kur­zen Stipp­vi­si­te bei uns vor­bei, um der Crowd ih­re Idee von Elec­tro, Tech­no, Am­bi­ent und Pro­gres­si­ve zu ver­kli­ckern. Au­ßer­ge­wöhn­lich groß­ar­ti­ger Sup­port kommt in dem Fall von Sca­re­dof Heights und Ste­pha­nie Rasch­ke, die sich schon mal für un­se­re 35 Jah­re IN-Mün­chenFei­er am 9.5. im The Lovelace warm spielt. (27.4. Bob Bea­m­an)

Es ist nur ein paar Wo­chen her, dass Tri­kont­chef Achim Berg­mann völ­lig über­ra­schend das Zeit­li­che seg­ne­te. Die all­ge­mei­ne Trau­er war min­des­tens ge­nau­so groß wie die au­ßer­or­dent­li­che An­teil­nah­me des ge­sam­ten Münch­ner Kul­tur­be­trie­bes, wes­we­gen sich nun die ver­blie­be­ne Tri­kont­vor­sit­zen­de Eva Mair-Hol­mes und ihr Team da­zu ent­schlos­sen ha­ben wei­ter zu ma­chen um das An­den­ken an die Schaf­fens­kraft von Achim Berg­mann zu wah­ren. Gleich­zei­tig aber will man sich auch wei­ter­ent­wi­ckeln

um sich für die nächs­ten 50 Jah­re zu wapp­nen. Wohl an ... und so gibt es der­zeit die Tri­kont-Wo­chen im Fraun­ho­fer Thea­ter zu be­stau­nen u.a. ei­ne eben­so sub­ver­si­ve wie ur­ko­mi­sche Gstanzl-Par­ty die Att­wen­ger-Ur­viech HP Falk­ner zu­sam­men mit Franz Ei­mer und DJ Cpt. Schnei­der schmei­ßen wird. (28.4. Fraun­ho­fer Thea­ter)

Nach ei­nem su­per Auf­taktabend im Ja­nu­ar lädt die Com­post Cr­ew um La­bel­chef Micha­el Rein­both und sei­nem Haus und Hof-DJ/Pro­du­zen­ten Flo Førg nun zur zwei­ten Com­post Dis­co ein. Auf die Lau­scher und für die Tanz­bei­ne gibt es da­bei wie­der al­les zu hö­ren und zu spü­ren, was die Com­post­ler un­ter gu­ter Dis­co ver­ste­hen, an­ge­fan­gen bei klas­si­schem Dis­co, Boo­gie, Soul über New Wa­ve Club­sounds, Cos­mic bis hin zu Ga­ra­ge Hou­se, Edits oder Space Dis­co und na­tür­lich vie­le neue mo­der­ne fun­ky Pro­duk­tio­nen. Als Spe­cial Gu­est konn­te dies­mal Nin­ja Hagen ver­pflich­tet wer­den. (28.4. Mil­la)

2002. Es war das Jahr, als ganz frisch in Eu­ro be­zahlt wur­de, die Fuß­ball-WM fand da­mals in Ja­pan und Süd­ko­rea statt und das Un­wort des Jah­res hieß „Ich-AG“. Aber da war doch noch was an­de­res in die­sem Jahr? War­te mal, hab’s gleich ... Ex­akt: Das wun­der­ba­re Pa­lais öff­ne­te sei­ne Pfor­ten. In Er­in­ne­rung an die­ses denk­wür­di­ge Er­eig­nis wird nun der 16-jäh­ri­ge An­ni­vers­a­ry ge­fei­ert, Start­schuss: 1.5. 0:00 Uhr. Pas­send zur Zif­fer wird dann 16 St­un­den lang durch­ge­fei­ert, folg­lich al­so bis zum Kaf­fee­kränz­chen am spä­ten Nach­mit­tag. Mit da­bei ist dann Hob­by-Sky­di­ver­in Gayle San, die im Früh­jahr mal wie­der in ih­rer Hei­mat Sin­ga­pur zu Be­such war und uns stolz prä­sen­tie­ren wird, mit wel­chen ak­tu­el­len High­lights und Stim­mungs­auf­hel­lern sie die asia­ti­schen Tanz­flä­chen am liebs­ten um­pflügt. Aber un­ab­hän­gig da­von, ob fer­ner Os­ten oder ganz na­her Wes­ten, mit ih­rer ers­ten EP 2018 „Hot pla­tes DJs“hat Gayle auf je­den Fall das rich­ti­ge Mot­to für die­sen Abend ge­setzt. Ihr zur Sei­te steht kei­ne ge­rin­ge­rer als the one and on­ly Hans Nies­wandt. Bei ihm lau­te­te die Ma­xi­me ja in den 90ern mal „From Dis­co to Dis­co“. Ganz schön lang her, die Whirl­pool-Pro­duk­tio­nen der Köl­ner Hou­se-Iko­ne. In­zwi­schen kann er auf sie­ben Al­ben zu­rück­bli­cken, ist zugleich aber auch un­ter die Buch­au­to­ren ge­gan­gen und ar­bei­tet haupt­be­ruf­lich als Lei­ter des In­sti­tuts für Po­pu­lä­re Mu­sik der Folk­wang Uni­ver­si­tät der Küns­te. Als lo­ka­le Sup­por­ter tre­ten in Er­schei­nung Björn Wil­ke, San­dra Gold und Ge­or­ge Blei­cher und als Ein­tän­zer fun­giert wie eh’ und je bei solch her­aus­ra­gen­den Events kein ge­rin­ge­rer als ...

Asia­ti­sche Stim­mungs­auf­hel­ler: GAYLE SAN

Cra­zy Sounds by: ALIE­NA­TA

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