KA­BA­RETT Hef­ti­ger Hit­ze­stau un­ter der Müt­ze

Wer jetzt nicht ins Schwit­zen kommt, muss ein Fisch sein

In München - - INHALT -

Zu­ge­ge­ben, so rich­tig ist es ja nicht die Zeit da­für, mal wie­der die al­te Strick­müt­ze raus­zu­kra­men. Wie gut, dass Ulan und Ba­tor ih­re Hit­ze­kap­pen im­mer da­bei ha­ben. Viel­leicht liegt’s an der Wär­me­ent­wick­lung dar­un­ter. Aber na­tür­lich ver­hed­dern sich Se­bas­ti­an Rü­ger und Frank Smil­gies mal wie­der in der „Wirrk­lich­keit“. Und dies­mal ist es so­gar so schlimm, dass die bei­den sich mit ei­ner „Ir­re­pa­ra­beln“-Si­tua­ti­on kon­fron­tiert se­hen. Mit da­bei ha­ben sie ir­re Sket­che, Sze­nen, Lie­der und dies­mal so­gar Tänz­chen. So füh­ren sie vor, wie sich zwei Fa­b­rik­ar­bei­ter an ei­ner Pi­naBausch-Hom­mage ver­su­chen. Au­ßer­dem lernt man ei­ne strikt zeit­ge­nös­si­sche Fa­mi­lie ken­nen, die die Na­men ih­rer Kin­der ge­gen Mar­ken­ar­ti­kel­be­zeich­nun­gen aus­ge­tauscht hat. Und zu gu­ter Letzt kann man noch ei­nen Schnell­kurs in Bu­si­ness-Yo­ga be­le­gen. (Lach- und Schieß­ge­sell­schaft, 28.6./5.7.)

Wenn Ott­fried Fi­scher sich mal wie­der auf hei­mi­schen Büh­nen se­hen lässt – ei­gent­lich woll­te er sich ja mehr oder we­ni­ger still in sei­ne Pas­sau­er Hei­mat zu­rück­zie­hen -, ist das schon ein Er­eig­nis für sich. Noch bes­ser, wenn er gleich in Ge­sell­schaft von Helmut Schleich, Wolf­gang Fie­rek und vor al­lem der Spi­der Mur­phy Gang auf­schlägt. Al­len ge­mein­sam: Sie sin­gen der „tz“ein Ständ­chen. Denn die fei­ert stan­des­ge­mäß gran­di­os ih­ren 50Jah­re-Ge­burts­tag. (Pres­se­haus, Paul-Hey­se-Str. 2-4, 30.6.)

Apro­pos Sin­gen: Das ist na­tür­lich auch nur ei­ne der vie­len Spe­zia­li­tä­ten von Schau­spie­ler-Schlitz­ohr Ste­phan Zin­ner, der die­ser Ta­ge mit sei­nem schlicht ge­hal­te­nen „Re­la­tiv sim­pel“-Pro­gramm über die Büh­nen tourt. Da­rin ver­ewigt er mu­si­ka­lisch un­ter an­de­rem das Kreis­ver­wal­tungs­re­fe­rat, bei des­sen Be­such man in der Re­gel schon an der fast im­mer über­ra­schend ver­schlos­se­nen Tür schei­tert. Oder es setzt ei­ne Li­ta­nei über die ver­lo­re­nen drei St­un­den Le­bens­zeit, die man auf viel zu klei­nen Stüh­len auf dem „klei­nen El­tern­abend“ge­op­fert hat. Au­ßer­dem gru­selt man sich vor dem FC Bay­ern und sei­nem dep­per­ten Ka­tar-De­al, ve­ga­nen Shrimps, Schöf­fer­ho­ferAl­ko­hol­frei und vor Leb­ku­chen im Früh­som­mer. (Lust­spiel­haus, 29.6.)

Nur nicht im­mer im ei­ge­nen Schweins­bra­ten­su­go suh­len: Wer die Welt mal von au­ßen be­lä­cheln möch­te, der soll­te sei­ne Schul­kennt­nis­se re­ak­ti­vie­ren und sich zum Come­dy Club Mu­nich auf­ma­chen. Dies­mal hat der eng­lisch­spra­chi­ge Ablach­ver­ein den Sprach­ver­dre­her And­rew Frank aus Chi­ca­go und sei­nen Lands­mann John McCombs zu Gast. So wie­hert der An­gel­sach­se. (Dreh­lei­er, 30.6.)

Ei­nen Über­blick über die jun­ge neue und vor al­lem in der Re­gel quietsch­fi­de­le Stan­dup-Come­dy-Sze­ne der Stadt be­kommt man bei Flo­ri­an Sim­beck. Der ehe­ma­li­ge „Er­kan & Stefan“-Halb­ling ver­spricht ei­nen Mi­xed-Show, die an­geb­lich bes­ser sein soll „als der gan­ze Schrott, der im Fern­se­hen läuft“. Er muss es ja wis­sen. (Hof­spiel­haus, 29.6.)

Nicht all­zu viel falschma­chen kann man, wenn gleich auf ei­nen Schlag Chris Boet­cher („Hei­mat­abend der be­son­de­ren

Ge­burts­tags­gra­tu­lant: OTT­FRIED FI­SCHER

Wirr­köp­fe: ULAN UND BA­TOR

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.