RAUS AUS MÜNCHEN Der Bay­ern­som­mer im

Un­ter­wegs trotz WM

In München - - INHALT - Lau­ra Ama­di / In­ge­borg Pils

Dank Smart­pho­ne und Ta­blet steht heu­te kei­ner mehr we­gen der WM un­ter Haus­ar­rest. Und auch un­ter­wegs fin­det sich in­zwi­schen über­all ei­ne am­bi­tio­nier­te Fan­ge­mein­de, die den aus­häu­si­gen Ner­ven­krieg um ei­ni­ges leich­ter er­tra­gen lässt.

Din­gol­fing – Ci­tyhop­ping isar­längs: Hoch­ka­rä­ti­ge Ge­schich­te, lau­ni­ge Ge­schichterl und viel ur­sprüng­li­che und auch ge­zähm­te Na­tur rund­um. Le­dig­lich 100 Ki­lo­me­ter nord­öst­lich von München und da­mit ein mo­de­ra­ter Auf­wand für ei­nen Ta­ge­strip. Im Mit­tel­al­ter war Din­gol­fing weit über die Lan­des­gren­zen hin­aus für sei­ne Tu­che be­rühmt, heu­te ist die klei­ne nie­der­baye­ri­sche Kreis­stadt (rund 20.000 Ein­woh­ner) be­kann­ter­ma­ßen Sitz ei­nes der größ­ten Au­to­mo­bil­wer­ke Eu­ro­pas (BMW) und auch ei­nes der vie­len un­ter­schätz­ten tou­ris­ti­schen Zie­le: Über­ra­schend lie­bens­wert ist sie, über­schau­bar und hei­me­lig mit fesch raus­ge­putz­ter Alt­stadt. Und für je­den Bay­ern hier ei­gent­lich ein Muss – das Mu­se­um Din­gol­fing: Nicht nur für Au­to­freaks (geht ja auch um baye­ri­sches Selbst­ver­ständ­nis!) bie­tet es mit sei­nen vie­len Ori­gi­nal­ex­po­na­ten ei­nen sehr plas­ti­schen Ein­blick in die Kar­rie­re der drei Buch­sta­ben – von den An­fän­gen der Fir­ma Glas mit ih­rem le­gen­dä­ren Gog­go bis hin zu den ak­tu­el­len Ent­wick­lun­gen der BMW-Group (Di­ens­tag bis Don­ners­tag 13 bis 17.00, Frei­tag bis Sonn­tag 10 bis 17.00, Ein­tritt frei). Auch gut in den Tag in­te­grier­bar, ei­ne Stadt­füh­rung mit ein bis zwei St­un­den Auf­wand. So führt u.v.a. die Ken­nen­lern­tour durch die Un­te­re und die Obe­re Stadt, die Ent­de­ckungs­rei­se in die Un­ter­welt durch die ehe­ma­li­gen un­ter­ir­di­schen Eis­kel­ler der Braue­rei­en u.v.m. Wer gra­de am 15.8. (Fei­er­tag!) hier ist, für den gibt es um 14.00 ei­ne Kräu­ter­wan­de­rung. Um die Jah­res­zeit treibt’s uns eh raus. Ein be­schwing­ter Hu­go am Stadt­platz oder mit dem Radl ent­lang der Isar zum nächs­ten Bier­gar­ten. Der Is­arr­ad­weg – ok, ein Klas­si­ker – zeigt sich vor und nach Din­gol­fing be­son­ders reiz­voll mit ur­sprüng­li­chen Au­en­land­schaf­ten und un­dra­ma­ti­schem Hö­hen­pro­fil. Die al­te Kul­tur­land­schaft des Fe­ri­en­lan­des Din­gol­fing-Lan­dau lässt sich oh­ne­hin am bes­ten per Radl er­le­ben und von den ins­ge­samt 43 Tou­ren der Re­gi­on, die im­mer­hin 540 Ki­lo­me­ter er­schlie­ßen, sind vie­le als Run­de mit Start­b­zw. Ziel­ort Din­gol­fing an­ge­legt. Recht an­spruchs­voll z.B. der „Rad­weg der ver­sun­ke­nen Schlös­ser”, der auf knapp 70 Ki­lo­me­tern durch schat­ti­ge Forst­stra­ßen, ent­lang der Isar und nicht zu­letzt quer durch die Jahr­hun­der­te führt. Ein recht an­schau­li­cher Ge­samt­ein­druck von der Ge­schich­te der Land­schaft und der Men­schen und ei­ne ro­man­ti­sche Rei­se zu ver­steck­ten Klein­oden und frü­he­rer Herr­scher­pracht im his­to­ri­schen Herz Nie­der­bay­erns. Es geht na­tür­lich auch ein­fa­cher, „Le­bens­ader Was­ser” wid­met sich auf kräf­te­mä­ßig ent­spann­ten 22 Ki­lo­me­tern der ge­schicht­li­chen und ak­tu­el­len Nut­zung der Isar und hält sich ent­spre­chend im­mer schön nah am Fluss mit sei­nen vie­len Müh­len, Brü­cken und so­gar ei­nem Stau­see. Auch der Weg der Stadt in die Mo­der­ne wird amü­sant und ab­wechs­lungs­reich de­mons­triert auf 30 Ki­lo­me­tern „Vom Och­sen­ge­spann zu Pfer­de­stär­ken“und be­son­ders be­ein­dru­ckend das Kö­nig­sau­er Moos. Ein über zehn Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßes Nie­der­moor­ge­biet im Is­ar­tal mit 130 Hekt­ar Bio­t­op­flä­chen, die u.a. 40 Pro­zent des baye­ri­schen Be­stan­des an Brach­vö­geln und vie­len wei­te­ren sel­te­nen Tier- und Pflan­zen­ar­ten als Rück­zugs­ort die­nen. Au­ßer­dem ist es mit über 120 Ar­ten ein wich­ti­ger Rast­platz für den in­ter­na­tio­na­len Vo­gel­zug. Zur Ern­te­zeit las­sen sich in der Re­gi­on üb­ri­gens auch die ku­rio­sen “Gur­ken­flie­ger” be­ob­ach­ten, auf de­ren wei­ten Aus­le­gern heu­te noch lie­gend und von Hand das Ge­mü­se auf­ge­sam­melt wird.

Für al­le, de­nen der Trans­port des ei­ge­nen Bi­kes zu müh­sam ist, es gibt auch Leih­fahr­rä­der und Ebikes. Das Ge­samt­an­ge­bot an Tou­ren ist über­sicht­lich inkl. Kar­ten on­li­ne ein­seh­bar oder den Falt­plan samt Be­gleit­heft „Ra­deln im Fe­ri­en­land Din­gol­fing-Lan­dau” be­stel­len. Auch auf den der­zeit so exis­ten­zi­el­len Fuß­ball muss nicht ver­zich­tet wer­den: Sport, Kul­tur und ge­sel­li­ger Ge­nuss ver­bin­den sich auf dem Ding­fest (5. bis 15.7., Ein­tritt frei). Groß­lein­wand, nam­haf­te Künst­ler, Ki­no­fil­me und der Ma­ri­en­platz ver­wan­delt sich in den größ­ten Bier­gar­ten der Stadt mit Pu­b­lic-Viewing in­klu­si­ve herz­li­cher nie­der­baye­ri­scher Fei­er­lau­ne und Gast­freund­schaft. www.din­gol­fing.de www.mu­se­um-din­gol­fing.de www.ding­fest.bay­ern/in­fo www.fe­ri­en­land-din­gol­fing-lan­dau.de

Fei­er­feu­er

See­fes­te Te­gern­se­er Tal – ein spek­ta­ku­lä­rer Hö­he­punkt in der Re­gi­on! Ganz be­son­de­re Mo­men­te am und auf dem Was­ser kann man auch heuer wie­der bei den drei po­pu­lä­ren Fes­ti­vals ge­nie­ßen. See­pro­me­na­den, Stra­ßen und Fuß­gän­ger­zo­nen wer­den zu ku­li­na­ri­schen und ge­sel­li­gen Treff­punk­ten für al­le Freun­de der baye­ri­schen Le­bens­lust. Zünf­ti­ge Stim­mung, re­gio­na­le Sch­man­kerl und das süf­fi­ge Bier aus dem Her­zog­li­chen Brau­haus Te­gern­see. Da­zu ein ge­wohnt pro­fes­sio­nel­les Pro­gramm von Alp­horn­blä­sern bis hin zu Go­aßl­schnal­zern und dem schwim­men­den Tracht­ler­floß mit Blas­ka­pel­len und Trach­ten­tanz­grup­pen. Den An­fang macht Rottach-Egern (10.7., Ver­schie­be­ter­min 11. bzw.12.7.), wo klei­ne Stän­de, Bu­den und Bars die See­stra­ße säu­men. Am 31.7. (Ver­schie­be­ter­min 1. bzw. 2.8.) fei­ert die Stadt Te­gern­see rund um das Rat­haus ihr gro­ßes Som­mer­fest mit bun­tem Kin­der­pro­gramm. Wie­der am Start ist auch die DLRG Te­gern­see mit ih­rem ori­gi­nel­len Sau­trog­ren­nen. Zu gu­ter Letzt trifft man sich am 17.8. in Bad Wiessee (Ver­schie­be­ter­min 18. bzw. 19.8.). Los geht’s je­weils um 15.00.

Ein Hö­he­punkt sind auch heuer wie­der zum Ab­schluss der Ta­ge die Bril­lant­feu­er­wer­ke mit Mu­sik (ca. 22.15). Was für ein An­blick, wenn hun­der­te be­leuch­te­te Boo­te auf das gro­ße Er­eig­nis war­ten. Tipp: Den kos­ten­lo­sen RVO Shut­tle­ser­vi­ve nach Gmund, RottachE­gern, Te­gern­see und Kreuth nut­zen (22.30 bis 0.45). www.te­gern­see.com

Auch Mies­bach fei­ert. Den Rei­gen er­öff­net das tra­di­tio­nel­le Mies­ba­cher Volks­fest (29.6. bis 8.7.) auf der Wait­zin­ger Wie­se mit Fest­zelt (täg­lich bis 23.00) und Ver­gnü­gungs­park (u.a. Ket­ten­ka­rusell, Mond­lift, Glücks­ha­fen und Ball­wer­fen). Ku­li­na­rik, Bier und Mu­sik sor­gen für die rich­ti­ge Stim­mung – auch im ge­müt­li­chen Bier­gar­ten vor dem Fest­zelt. Al­le WM-Spie­le der deut­schen Na­tio­nal­mann­schaft wer­den üb­ri­gens in ei­nem se­pa­ra­ten Zelt über­tra­gen. Ge­star­tet wird mit dem uri­gen Volks­fest­sonn­tag, ge­folgt vom Mau­rer­mon­tag und dem Se­nio­ren- und Kin­der­tag (3.7.) mit er­mä­ßig­ten Prei­sen im Ver­gnü­gungs­park. Und auch im sonst so be­schau­li­chen Mies­bach er­leuch­tet ein gro­ßes Feu­er­werk nach Ein­bruch der Dun­kel­heit am 4.7. den Nacht­him­mel. Und am Sonn­tag, den 8.7., ste­hen gleich zwei Ju­bel­ter­mi­ne auf dem Plan: 150 Jah­re Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr und 100 Jah­re Stadt­er­he­bung Mies­bach. Start des Fest­zugs durch die In­nen­stadt um 11.00. Mit ei­nem ganz be­son­de­ren Kul­tur­sch­man­kerl ehrt das Volks­thea­ter des Mies­ba­cher Trach­ten­ver­eins die 100-jäh­ri­ge Ju­bi­la­rin: sie­ben Auf­füh­run­gen des Thea­ter­stücks Die Rum­pel­han­ni von Traudl Bo­gen­hau­ser nach dem Ro­man von Le­na Christ, in­sze­niert auf der Frei­licht­büh­ne im Wait­zin­ger Park (13.7., 14.7., 27.7., 28.7., 29.7., 3.8. und 4.8., je­weils um 20.30, Ein­tritts­kar­ten 20 und 22 Eu­ro). Rund 50 Mit­wir­ken­de brin­gen das Stück in 21 Sze­nen auf die Büh­ne. Mit ein­be­zo­gen in das dra­ma­ti­sche Ge­sche­hen sind Na­tur, Wind und Wetter und für Spei­sen und Ge­trän­ke ist auch ge­sorgt. Ein High­light für Au­to­mo­bil­fans: Am Sams­tag, 21.7., tref­fen sich die stol­zen Be­sit­zer von Old­ti­mer Mo­tor­rä­dern, Au­tos, Lkws, Trak­to­ren, Stand­mo­to­ren und Young­timern ab 10.00 am Volks­fest- und Ha­be­rer­platz. Ver­an­stal­ter des zwei­ten His­to­ri­schen Fahr­zeug­tref­fens sind die Old­ti­mer Freun­de Mies­bach und die Stadt. Prä­miert wer­den die wei­tes­te An­rei­se auf ei­ge­ner Ach­se, das äl­tes­te Fahr­zeug und der Pu­bli­kums­Lieb­ling, ein von den Be­su­chern ge­wähl­tes Fahr­zeug. Das Tref­fen en­det um 14.00 mit ei­nem Kor­so durch die Stadt. Tipp: Mies­bach, rund 45 Ki­lo­me­ter süd­lich von München, lässt sich be­quem und güns­tig mit der BOB er­rei­chen (Fahrt­zeit ca. 50 Mi­nu­ten). www.me­ri­di­an-bob-brb.de www.old­tim­er­freun­de­mies­bach.de www.mies­bach.de

Gar­ten­ta­ge Schloss Tüss­ling: Schloss­her­rin Grä­fin Ste­pha­nie von Pfu­el hat in den letz­ten Jah­ren das ehe­ma­li­ge Was­ser­schloss und den um­ge­ben­den weil­täu­fi­gen Park lie­be­voll re­no­viert und in­stand­ge­setzt. Jetzt strahlt das En­sem­ble wie­der in al­tem Glanz.

Ei­ne mehr als wür­di­ge Lo­ca­ti­on für ei­ne opu­len­te Pflan­zen­schau. Be­reits zum 16. Mal fin­den hier vom 29.6. bis 1.7. die Gar­ten­ta­ge statt. Über 200 re­gio­na­le und in­ter­na­tio­na­le Aus­stel­ler prä­sen­tie­ren rund um das Ba­rock­schloss so­wie im his­to­ri­schen Wirt­schafts­trakt blü­hen­de In­spi­ra­tio­nen – ge­treu dem Mot­to „Drau­ßen da­heim“. Hier fin­det man tren­di­ge Gar­ten­mö­bel, prak­ti­sches Gar­ten­werk­zeug, lan­ge ge­such­ten Stau­den­ra­ri­tä­ten, Bio­kräu­ter oder me­di­ter­ra­ne Kü­bel­pflan­zen. Da­zu ein at­trak­ti­ves Rah­men­pro­gramm mit Kon­zer­ten, Fach­vor­trä­gen und Work­shops so­wie ei­nem Bau­ern­hof­zoo und Po­ny­rei­ten für Kin­der. Dol­ce Vi­ta im Park heißt es am 30.6., wenn sich abends die Schloss­wie­se in ei­ne gro­ße Pick­nick­de­cke ver­wan­delt. Piz­za, Pas­ta und Rot­wein, da­zu „I Dol­ci Si­gno­ri“mit ita­lie­ni­schen Hits. Ein Som­mer­nachts­traum mit ful­mi­nan­tem Ba­rock­feu­er­werk (29.6. von 10 bis 19.00, 30.6. von 9.30 bis 23.00, 1.7. von 9.30 bis 19.00. Ta­ges­kar­te neun Eu­ro, Ro­man­ti­sche Nacht 14 Eu­ro, Ta­ges­kar­te wird an­ge­rech­net). www.gar­ten-schloss-tu­ess­ling.de

Ganz im Zei­chen der Fug­ger

Augs­burg und sei­ne Fug­ger: Was für ei­ne Fa­mi­lie! In nur drei Ge­ne­ra­tio­nen steigt die Kauf­manns­fa­mi­lie Fug­ger in Augs­burg im 14. Jahr­hun­dert zu ei­nem der füh­ren­den Han­dels­häu­ser Eu­ro­pas auf und bleibt fast 300 Jah­re an der Spit­ze. 1367 sie­delt Hans Fug­ger aus dem Schwä­bi­schen in die da­ma­li­ge Freie Reichs­stadt Augs­burg. Durch um­sich­ti­ges Wirt­schaf­ten und klu­ges Hei­ra­ten ver­mehrt er kon­ti­unier­lich sein Ver­mö­gen und sei­nen ge­sell­schaft­li­chen Ein­fluss. 1466 steht sein Sohn Ja­kob der Al­te be­reits an sieb­ter Stel­le der größ­ten Augs­bur­ger Steu­er­zah­ler. Mit dem Ver­mö­gen steigt der po­li­ti­sche Ein­fluss. Sein Sohn Ja­kob der Rei­che gilt als In­be­griff des vi­sio­nä­ren spät­mit­tel­al­ter­li­chen Kauf­herrn. Er geht als ers­ter „Glo­bal Play­er“und als reichs­ter Mann sei­ner Zeit in die Ge­schich­te ein. Zwi­schen 1472 und 1486 ver­dop­pelt sich das Fa­mi­li­en­ver­mö­gen. Die Fug­ger fi­nan­zie­ren Päps­te, Kai­ser und Kö­ni­ge. Sie er­hal­ten da­für zahl­rei­che Pri­vi­le­gi­en, da­zu Nut­zungs­rech­te von Kup­fer­und Sil­ber­mi­nen so­wie Pacht­rech­te für Qu­eck­sil­ber­gru­ben in Spa­ni­en, Haupt­ein­nah­me­quel­len der Fir­ma. Die Fug­ger in­ves­tie­ren in Grund- und Herr­schafts­be­sitz, han­deln über Kon­ti­nen­te hin­weg mit un­ter­schied­lichs­ten Gü­tern – von Kup­fer bis Nach­rich­ten – und be­sit­zen zeit­wei­lig das rö­mi­sche Münz­recht. Mit ei­nem Teil ih­res Ver­mö­gens gün­den sie ei­gen­stän­di­ge Stif­tun­gen, um die sich die Fa­mi­lie bis heu­te küm­mert. 1521 stif­tet Ja­kob Fug­ger der Rei­che die äl­tes­te be­ste­hen­de So­zi­al­sied­lung der Welt, die Fug­ge­rei in Augs­burg, mit da­mals 52 Häu­sern für Hand­wer­ker und Ta­ge­löh­nern. Heu­te le­ben dort rund 150 be­dürf­ti­ge ka­tho­li­sche Augs­bur­ger Bür­ger für ei­ne Jah­res­kalt­mie­te von 88 Cent und täg­lich drei Ge­be­ten. Die Fug­ge­rei mit Mu­se­um und Schau­woh­nung kann be­sich­tigt wer­den (täg­lich 8 bis 20.00, Ein­tritt vier Eu­ro, Fa­mi­lie­kar­te acht Eu­ro).

2018 kehrt Ja­kob Fug­ger der Rei­che (1459 bis 1525) in sei­ne Hei­mat­stadt Augs­burg zu­rück. Mit dem Mu­si­cal „Herz aus Gold“er­öff­net das Thea­ter Augs­burg am 30.6. auf der Frei­licht­büh­ne am Ro­ten Tor die Open-Air-Sai­son. In ei­nem Mix aus his­to­ri­scher Wahr­heit, Dich­tung und Lie­bes­ge­schich­te er­zählt das Mu­si­cal vom Le­ben Ja­kob Fug­gers, dem da­mals be­deu­tends­ten Kauf­mann und Ban­kier Eu­ro­pas und dem wir­kungs­mäch­tigs­ten Augs­bur­ger al­ler Zei­ten, der Vi­sio­nä­res ge­schaf­fen hat. Ne­ben den Me­di­ci in Ita­li­en war er der ers­te Bür­ger, der an der Schwel­le zur Neu­zeit sei­ne Träu­me von Reich­tum, Glanz und Glo­rie um­zu­set­zen wag­te. Er mach­te Augs­burg zu ei­ner blü­hen­den Me­tro­po­le, was sich bis heu­te in der Ar­chi­tek­tur der Stadt wi­der­spie­gelt. Herz aus Gold – Das Fug­ger Mu­si­cal von Ste­phan Kanyar (Mu­sik) und Andreas Hill­ger (Text), mu­si­ka­li­sche Lei­tung Do­mon­kos Héja, Ins­ze­nie­rung Holger Hau­er: 30.6., 3.7., 5.7., 6.7., 7.7., 8.7., 10.7., 12.7., 13.7., 14.7., 15.7., 17.7., 19.7., 20.7., 21.7., 22.7., 24.7., 25.7., 26.7., 27.7., 28.7., je­weils 20.30, Kar­ten ab 23 Eu­ro. Augs­burg ist auch mit der Bahn schnell, kom­for­ta­bel und kos­ten­güns­tig er­reich­bar. Bay­ern-Ti­cket, Ba­sis­preis 25 Eu­ro, sechs pro Mit­fah­rer (max. vier). www.augs­burg-tou­ris­mus.de www.thea­ter-augs­burg.de/her­z_aus_gold www.bahn.de www.bahn­land.de

Stim­mungs­vol­le Aben­de am und auf dem Was­ser – See­fes­te rund um den TE­GERN­SEE

Flo­ra­le Viel­falt mit his­to­ri­scher Ku­lis­se – Gar­ten­ta­ge auf SCHLOSS TÜSS­LING

Chris Mur­ray als Ja­kob Fug­ger – HERZ AUS GOLD, das Fug­ger Mu­si­cal in AUGS­BURG

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