PARTYZEITEN Dan­cing Day & Night

D(i)yna­mi­sche Elec­tro-Tu­nes, nicht nur auf der Pra­ter­in­sel

In München - - INHALT - St­an­ley Be­a­m­ish

Ho­her Be­such: Len Fa­ki is in tha hou­se. Vor knapp elf Jah­ren war es, als die­ser sei­nen gro­ßen Durch­bruch hat­te. Sei­ne Post-Ra­ve-Num­mer „Rain­bow Del­ta“war ei­ner der Club­hits der Sai­son und Fa­ki von nun an in al­ler Mun­de. Sei­ne Tracks wur­den in­ter­na­tio­nal ge­spielt, als DJ ging es mehr­mals rund um den Glo­bus und in den Jah­res-Polls war er fort­an zu­meist ganz vor­ne zu fin­den. Was da­bei ge­le­gent­lich schon mal über­se­hen wird, be­reits 1997 schrieb er Elec­tro-Ge­schich­te in dem er mit Mo­no­id sein ers­tes er­folg­rei­ches La­bel grün­de­te. Da­mals war er über­wie­gend un­ter dem Pseud­onym La Mon­de um die We­ge und fühl­te sich im tri­bal­las­ti­gen Tech­no zu­hau­se. Zwei Jah­re spä­ter rief er zu­sam­men mit Feis ein wei­te­res In­print ins Le­ben, wel­ches sich eben­falls auf der kna­cki­gen Sei­te des Tech­no nie­der­ließ. Es folg­te der nö­ti­ge Um­zug von Stuttgart nach Berlin und

schon bald war er Stamm­gast in Tre­sor und Ost­gut, dem jet­zi­gen Berg­hain. Der­zeit reist Fa­ki aus­gie­big im Na­men des Tech­no um die gan­ze Welt um ein­mal im Mo­nat nach Hau­se zu kom­men, denn sei­ne Re­si­den­cy in der Panorama Bar ist ihm nach wie vor hei­lig. Der Sup­port kommt in dem Fall vom nicht min­der groß­ar­ti­gen Mual­lem. (29.6. Blitz)

Trip­py, mi­ni­mal und groo­vy Mi­croHou­se steht bei DJa­ne Ida Dau­gaard ganz oben auf der Agen­da. Die smar­te Dä­nin ist mit der Mu­sik von Joy Di­vi­si­on, The Smith, The Cu­re, Karft­werk, De­pe­che Mo­de und Un­der­world auf­ge­wach­sen und nahm 2005 an ih­rem ers­ten Wareh­ou­se Un­der­ground Ra­ve teil, da­mals noch im ho­hen dä­ni­schen Nor­den ... Mitt­ler­wei­le in Berlin da­heim er­ober­te sie die letz­ten bei­den Jah­re über den gan­zen eu­ro­päi­schen Kon­ti­nent und be­spiel­te nam­haf­te Clubs von Ams­ter­dam über Istan­bul bis Zü­rich und Prag. Als Lo­cal Sup­ports tre­ten in Er­schei­nung die be­währ­ten Al­ma und Ben­na. (29.6. Har­ry Klein)

Der Som­mer nimmt Fahrt auf, Zeit für die Münch­ner CR-Cr­ew end­lich mal

wie­der ei­ne Com­post Black La­bel Nacht ab­zu­hal­ten. Dies­mal im Schul­ter­schluss mit gu­ten Freun­den, den Lo­cal Tas­te­makern von Uk­no­wy, die so freund­lich sind und gleich mal den Sub­way Floor in Be­schlag neh­men. Ne­ben La­bel-Ei­gen­ge­wächs Flo Førg, der so­wohl als DJ, als auch als Host der gleich­na­mi­gen Ra­dio­show be­geis­tert, ste­hen mit Loss­less-La­bel­be­trei­ber Tho­mas Herb und dem Karls­ru­her CRAr­tist Sh­ahrokh Di­ni zwei in­ter­na­tio­nal ge­frag­te DJs an den Decks, die es auf ih­re ganz in­di­vi­du­el­le Wei­se im­mer wie­der aufs Neue ver­ste­hen, ei­ne Crowd mit auf die Rei­se zu neh­men und aus ei­ner Par­ty ein kol­lek­ti­ves, eu­pho­ri­sches Mu­sik­erleb­nis zu ma­chen. Ab­ge­run­det wird das hö­rens­wer­te Li­ne-Up vom Ober­com­pos­tie­rer, dem Elec­tro-Con­nais­seur der ers­ten St­un­de und dem Mann mit der wohl größ­ten Plat­ten­samm­lung der Stadt: Michael Rein­both. (29.6. Bahn­wär­ter Thiel)

Be­stärkt und er­mu­tigt glei­cher­ma­ßen, durch zwei rest­los aus­ver­kauf­ten Shows, dem „Diy­na­mic Out­door 2016“und dem „Day & Night 2017“, lädt sich der Ham­bur­ger Mu­sik­pro­du­zent und DJ Mla­den So­lo­mun die­ses Jahr wie­der ei­ni­ge nam­haf­te Künst­ler, sei­nes vor knapp 12 Jah­ren ge­grün­de­ten Er-

folgs­la­bels Diy­na­mic, als Un­ter­stüt­zung zur dies­jäh­ri­gen Day & Night-Aus­ga­be der World Le­ague ein. So wer­den sich dann ne­ben dem La­bel­chef auch Un­der­catt und Mag­da­le­na an der Be­schal­lung des Open AirF­loor be­tei­li­gen und je­weils ein ex­tra lan­ges Day-Set spie­len, be­vor WL-Im­pres­sa­rio Re­né Vaitl und ein ge­hei­mer Sup­port der Nigh­tSes­si­on ih­ren Stem­pel auf­drü­cken. (1.7. Pra­ter­in­sel)

Hap­py Bir­th­day: Tramp Re­cor­ds! Das Kult­la­bel von To­bi­as Kir­may­er, der jah­re­lang als DJ und Ver­an­stal­ter der le­gen­dä­ren Sha­ke-a-Leg-Par­tys so­wohl in München wie in al­ler Welt zum Auf­le­gen un­ter­wegs war, fei­ert das 15-jäh­ri­ge Be­ste­hen sei­ner Plat­ten­fir­ma dem An­lass ent­spre­chend im Rah­men von Mo­na­co’s Fi­nest mit ei­ner Vi­nyl-Re­lease-Sau­se der ganz be­son­de­ren Art: Mit „Gol­den Hits – 10 Ye­ars of Mu­nich HipHop“, so der viel­ver­spre­chen­de Ti­tel der Com­pi­la­ti­on, wird ei­ne völ­lig un­ter dem Ra­dar ge­blie­be­ne Epo­che des Münch­ner HipHop do­ku­men­tiert: In den zehn Jah­ren zwi­schen 2005 und 2015 er­schu­fen ei­ne hand­voll Jungs mehr als ei­ne hand­voll fri­sche und ide­en­rei­che Tracks, an­knüp­fend an die gol­de­ne Ära des HipHop in den 1990er Jah­ren. Hel­den wie Mas­ta Ace, Words­worth oder De­clai­me er­klär­ten sich zu Fea­tures be­reit. Und es wä­re noch so viel mehr mög­lich ge­we­sen, doch blieb vie­les Frag­ment oder un­ver­öf­fent­licht. All das, in­klu­si­ve vie­ler bis­her noch nie ge­hör­ter Tracks und Ide­en, gibt es jetzt auf schwar­zem Gold zu hö­ren, wahl­wei­se eben auch im Rah­men die­ses Events, bei dem Kir­may­er kein ge­rin­ge­rer als der Münch­ner Beat-Bast­ler Block­boy zur Hand ge­hen wird, der ei­ner der Haupt-Prot­ago­nis­ten des Sam­plers und dar­über hin­aus ein Meis­ter des ur­ba­nen Sounds ist, der es im­mer wie­der aufs Neue schafft im sel­ben Mo­ment so­wohl old­school als auch cut­ting edge zu sein. Mit am Start hat er au­ßer­dem sei­ne Ho­mies Mis­ta Min und

Pri­ma­tu­ne, die fei­ne Live-Raps zum Bes­ten ge­ben wer­den. (6.7. Mil­la)

Ganz schön was los auch in der Pe­ri­phe­rie. Dann näm­lich, wenn in Gar­ching das Um­brel­la

Fes­ti­val steigt. Als He­ad­liner fun­giert dann ein ge­wis­ser Mau­sio, der nicht nur als „neue deut­sche Dan­ce-Sen­sa­ti­on“ge­han­delt wird, son­dern der auch mit ei­ner hoch­gra­dig am­bi­tio­nier­ten Fan-Ba­se, wel­che ihm quer durch Deutsch­land zu sei­nen Shows folgt, punk­tet. Zu­dem ver­fügt er über ei­nen kon­stant hoch-qua­li­ta­ti­ven Out­put und ei­ne fan­tas­ti­sche Büh­nen­prä­senz, wel­che ih­res­glei­chen sucht. Ihm zur Sei­te steht dann der Ber­li­ner DJ Tho­mas Schu­ma­cher, der als ei­ner der viel­sei­tigs­ten und be­stän­digs­ten Künst­ler und Pro­du­zen­ten der na­tio­na­len und in­ter­na­tio­na­len Elec­tro-Sze­ne gilt. Eben­falls mit CoHe­ad­liner-Sta­tus reist Pas­cal Fe­os an, der das Prä­di­kat „Glo­bal Play­er“ver­dient wie we­nig an­de­re. Seit über 20 Jah­ren spielt Fe­os be­reits sei­nen ganz in­di­vi­du­el­len Stil in den an­ge­sag­tes­ten Clubs von Frank­furt über To­kyo bis hin nach New York und Ibi­za. Last but not least: To­bi­as Lüt­zen­kir­chen, der auf den ak­tu­el­len Fes­ti­vals ei­ne fes­te Grö­ße dar­stellt und der­zeit zu­rück kehrt zu sei­nen Wur­zeln: Groo­vi­ger, dar­ker, Tech­no mit ei­nem Hauch Pro­gres­si­ve ver­fei­nert, in­spi­riert von Städ­ten wie Lon­don, De­troit oder Chi­ca­go. Viel­fäl­tig ist sein Sound, en­er­ge­tisch, pul­sie­rend, mit­rei­ßend und wie­der ab­so­lut un­ver­kenn­bar. Als

Sup­por­ter tre­ten die Münch­ner Re­si­dent-DJa­nes Thé­rès Mo­la­ta und Stu­ckey­rel­la so­wie ihr männ­li­ches Pen­dant Ma­rio Ma­me­li an. (6.7. 15:00 bis 0:00 Uhr im Fest­zelt am Hü­ter­weg)

Wenn Stock 5 und Coun­ter­weight am 7.7. in der Ro­ten Son­ne auf­ein­an­der tref­fen, wird es in der Re­gel heiß. Sehr heiß so­gar, denn bei­de Teams, al­len vor­an Gon­zo MDF, Marco H und Es­si­ka, sind da­für be­kannt, dass sie reich­lich Ent­de­cker­geist be­sit­zen und zu­dem ein gu­tes Händ­chen ha­ben, wenn es dar­um geht neue, un­ver­brauch­te Ta­len­te an die Ober­flä­che zu för­dern und die­se ei­ner brei­te­ren Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich zu ma­chen. Dies­mal kom­men al­so drei in­ter­na­tio­na­le He­ad­liner zum Zu­ge,

die al­le­samt noch nie in München ge­spielt ha­ben. Zu­erst: Ta­k­aa­ki Itoh. Der ja­pa­ni­sche DJ und Pro­du­zent be­gann schon in den spä­ten 90er Jah­ren ei­nen Bei­trag zur Sze­ne zu leis­ten und ver­öf­fent­lich­te auf ei­ni­gen der ein­fluss­reichs­ten La­bels wie et­wa Warm Up, Mord, Pla­net Rhythm und Au­dio As­s­ault. Als DJ be­spiel­te er be­reits ei­ni­ge der wich­tigs­ten Floors der Welt, als da wä­ren: Tre­sor, Berg­hain, Cor­si­ca Stu­di­os. Se­cond: Das ita­lie­ni­sche Duo 999999999, das mit sei­nen im­pro­vi­sier­ten Acid-Sets auch schon welt­weit für Fu­ro­re sorg­te. Blei­ben drit­tens: RVDE. Eben­falls aus Ita­li­en und mu­si­ka­lisch breit auf­ge­stellt mit ih­rem trei­ben­dem Tech­no, der be­ein­flusst von mo­der­nen In­dus­tri­al- und Old­school-Ra­ve-Sounds, groo­vig und druck­voll, rau, schnell und to­bend um die Kur­ve biegt. Und ge­nau die­se kratzt jetzt ...

Tag und Nacht: MAG­DA­LE­NA

Trip­py, mi­ni­mal, groo­vy: IDA DAU­GAARD

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