PARTYZEITEN

Tech­no tut so gut

In München - - INHALT - St­an­ley Be­a­m­ish

Es wird nicht mehr groß ge­schwur­belt und aus­er­zählt, wer da kommt und wo­her und war­um über­haupt ... Fakt ist, das der 555 Wee­ken­der auf dem Zet­tel steht. Dann näm­lich, wenn Stock5 und die Her­rensau­na ih­re ge­sam­mel­te Boo­king­kom­pe­tenz in die Waag­scha­le schmei­ßen und zum 48-stün­di­gen Dau­er­ra­ve auf­ru­fen. Und nach den 13-Jah­re-Fei­er­lich­kei­ten auf un­se­rem ro­ten Lieb­lings­pla­ne­ten jagt auch im Som­mer­loch ein High­light das an­de­re und so kommt man Out- wie In­door in den Ge­nuss der ge­ball­ten Ber­li­ner Tech­noPo­wer per­so­ni­fi­ziert durch Tom­my Four Se­ven (47), He­ad­less Hor­se­man (eben­falls 47, aber auch Coun­ter Pul­se), Cem, MCMLXXXV (bei­de Her­rensau­na) so­wie den Special Gu­ests Mum­dance (Dif­fe­rent Cir­cles, UK), Shy­boi u.v.a. (10.-12.8. Ro­te Son­ne)

Für ei­nen Tanz-Fe­mi­nis­ten wie mich ist am 10.8. mal wie­der ein Fei­er­tag. Dann näm­lich sind drei star­ke Frau­en an den Decks, die mu­si­ka­lisch nicht nur über je­den Zwei­fel er­ha­ben sind, son­dern viel mehr noch aus der deut­schen re­spek­ti­ve Münch­ner Tech­no­sze­ne ganz und gar nicht mehr weg­zu­den­ken sind. Los geht’s mit der TWIRL- und Sound War­ri­or-Front­frau Ena Lind, de­ren Be­kannt­heits­grad längst über die Stadt­gren­zen ih­rer Hei­mat­ge­mein­de Ber­lin hin­aus­geht. Doch auch die bei­den lo­ka­len As­sis­ten­tin­nen ha­ben es in sich. Zum Ei­nen: Ju­lia Boms­dorf und zum An­de­ren: Na­st­a­sia. Als VJa­ne ist zur gro­ßen Freu­de al­ler Tan­zen­den und Se­hen­den die bu­bu na­ti­on-Ar­tis­tin MO ge­bucht. (10.8. Har­ry Klein)

Kurz mal eben raus­ge­wischt und an­schlie­ßend den Dance­floor auf Hoch­glanz ge­boh­nert, steht auch schon der Acid Pau­li auf der Mat­te. Der Gret­sch­mann Mar­tin, ge­nau. Hur­ra! Der ge­stan­de­ne Bay­er, zu­dem Con­so­leMas­ter­mind und ehe­ma­li­ge The Not­wist-Mu­si­ker ist elek­tro­nisch mit al­len Was­ser ge­wa­schen und ver­zückt mitt­ler­wei­le die Kund­schaft in den Tech­no Clubs welt­weit, egal ob in New York, Rio oder in Ibi­za ... Zu­dem ist er flei­ßig am Film­mu­sik kom­po­nie­ren und pro­du­zie­ren, was man sei­nen Sets im­mer auch ger­ne mal an­hört. 2016 ist er nun auch un­ter die La­bel­bos­se ge­gan­gen und grün­de­te sei­ne ei­ge­ne Fir­ma Qu­ie zu­sam­men mit kei­nem ge­rin­ge­ren als Ni­co Sto­jan und 2017 er­schien dann das wun­der­ba­re Acid Pau­li-Al­bum „BLD“von dem er ga­ran­tiert auch den ei­nen oder an­de­ren Track zum Bes­ten ge­ben wird, zwi­schen all dem neu­en Ma­te­ri­al. Wir sind ge­spannt und freu­en uns wie die Schnit­zel ... (14.8. im Rah­men von Sal­ta Mon­tes, eben­falls Ro­te Son­ne)

Wo­hin nach dem dies­jäh­ri­gen Han­sSachs-Stra­ßen­fest? Kla­rer Fall: Can­dy Club. Es wird wohl der „dritt­letz­te“sei­ner Art in der Mil­la sein. Zu hö­ren gibt’s dann wie im­mer ei­nen eben­so kun­ter­bun­ten wie in­die­elek­tro­nisch­trash­pop­wa­vi­gen Tanz­mu­sik-Mix von an­spruchs­voll bis par­ty­taug­lich von Wan­da über Kings Of Le­on und Pol­ly­es­ter bis Fe­lix da House­cat und Jus­tin Tim­ber­la­ke für „Hip­pies, Tech­no­kids, Tran­nies, Punks, Queers, Wor­kers, Bi’s, Ra­stas, Les­bo’s, Goths, Cross-Dres­sers, Gyus and Girls in smo­kings, Drags, Ska­ters“und na­tür­lich auch „Un­der­dogs of all over the world ...“Brei­ter geht’s nicht, of­fe­ner schon gleich gar nicht und schön ist es oben­drein auch im­mer wie­der mal, wenn Can­dy Club-Er­fin­der Tho­mas Lech­ner mit­samt sei­ner Kol­le­gin Mau­ry Mau­de

ei­nen Hit nach dem an­de­ren aus den Bo­xen schep­pern las­sen. (18.8. Mil­la)

Was wird wohl sein, wenn fol­gen­de Herr­schaf­ten an die Decks schrei­ten: Ra­fik, Crux Pis­tols Cups­wit­daice, Che­lo, 100Black­dol­phins, Ye­ni Twinz, Tom­my Mon­ta­na, Tand Wil­li­ams und schließ­lich auch noch das Gee Shack So­und­sys­tem? Na? Any ide­as? Crux? Hat da je­mand Crux ge­dacht? Ge­nau, denn dann ist der Crux Sum­mer Jam 2018 an­ge­sagt mit sei­nem Qua­li­ty­Turn-Up bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den und oh­ne Rück­sicht auf Ver­lus­te. Auf den vier ver­schie­de­nen Floors ist dann je­de Men­ge Rem­mi­dem­mi in Sa­chen Hi­p­Hop, Fu­ture Beats und R’n’B von al­len Re­si­dents und ein paar hand­ver­le­se­nen Special Gu­ests zu ver­neh­men. (18.8. Muf­f­at­werk All Area)

Nie­der­baye­ri­sche Hou­se- und Tech­no-Jün­ger*in­nen, zu­mal aus der Um­ge­bung von Pas­sau, wis­sen wo­hin, wenn sie mal so rich­tig ab­hot­ten wol­len. Kla­rer Fall auch hier, dann geht es in die Vil­la Tu­nicht­gut. Dass sich die­se nun end­lich mal auf­rafft und in Rich­tung Wes­ten auf­macht, um mal in der Lan­des­haupt­stadt vor­bei zu schau­en, ist aus drei­er­lei Hin­sicht er­wäh­nens­wert: 1. Lu­ke At Me. 2. Jan Taub­mann und 3. To­bi­as Os­ter­loo. Sie al­le drei sind so­wohl Mit­be­trei­ber wie Re­si­dents in ih­rer Vil­la des gu­ten Ge­schmacks und ver­wöh­nen nun die Münch­ner Crowd mit ih­rer eben­so nie­der­baye­ri­schen wie de­fi­ni­tiv nicht pro­vin­zi­el­len da­für aber um­so läs­si­ge­ren Tech­no-meets-Hou­seVa­ri­an­te. Die Elek­tro­ta­pe­te klatscht der­weil Dou­ble­vi­si­ons ans Ge­mäu­er. (23.8. Har­ry Klein)

Ach­tung, Ach­tung, es riecht nach Sen­sa­ti­on, wenn bei der dies­jäh­ri­gen Pre­mie­re von Mu­nich Upri­sing am 26.8. im Muf­f­at­werk Am­pe­re erst­ma­lig in Mün­chen And­rew Tosh, Sohn der Reg­gae-Le­gen­de Pe­ter Tosh, die Hits sei­nes Va­ters „John­ny Be Good“, „Walk And Don‘t Look Back“so­wie „Le­ga­li­ze It“prä­sen­tiert. Un­ter­stüt­zung er­hält er durch sei­ne Band Next Ge­ne­ra­ti­on Fa­mi­ly, dem Mün­che­ner Reg­gae Re­bel­len Fyah T so­wie den feins­ten Mün­che­ner Roots So­und­sys­tems und na­tür­lich, tan­zen­der Wei­se auch von …

Sound War­ri­or: ENA LIND

New York, Rio, Ibi­za: ACID PAU­LI

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