HEIM­SPIEL – Plat­ten aus Mün­chen

In München - - FRISCH GEPRESST -

Cen­tral Park sind ei­ne der dienst­äl­tes­ten Bands un­se­rer Stadt. Okay, zwi­schen 1989 und 2005 ha­ben sie mal eben ei­ne 16-jäh­ri­ge Krea­ti­vpau­se ein­ge­legt und sich per­so­nell ein klein­we­nig um­struk­tu­riert, den­noch aber fei­ern sie die­ses Jahr ihr 35-jäh­ri­ges Be­ste­hen. Zu den ver­blie­be­nen Grün­dungs­mit­glie­dern Jo­chen Scheff­ter (keys), Hans Ochs (g) und Bas­sist York van Wit­tern ge­sell­ten sihc nun Sän­ge­rin Bär­bel Ko­ber und Drum­mer Hol­ger Rö­der, der den lang­jäh­ri­gen Schlag­zeu­ger Ar­thur Sil­ber ad­äquat er­setzt. Die Mu­sik hin­ge­gen blieb über all die Jah­re die­sel­be und ge­fällt auch auf ih­rem neu­en Al­bum

At The Bu­ri­al Vault (Trans­for­mer) vor al­lem den Freun­den von Pro­gRo­ckActs wie King Crim­son, Em­mer­son, La­ke And Pal­mer, Pink Floyd und den frü­hen Ge­ne­sis. (10.8. Thea­tron) Ma­ria del Val und Ro­land Scan­del­la sind ein Paar, sind Me+Ma­rie, sind das span­nends­te Rock­duo der Ge­gen­wart. Zu­min­dest aus Mün­chen. Mün­chen des­we­gen, weil es ih­re Wahl­hei­mat ge­wor­den ist. Sie Süd­ti­ro­le­rin, die schon mit der For­ma­ti­on Ga­nes für Fu­ro­re sorg­te und er Schwei­zer. Ih­re Mu­sik al­ler­dings hört sich nicht nach ho­hen Ber­gen und tie­fen Tä­lern an, Rück­stän­dig­keit und be­grenz­tem Ho­ri­zont an. Eher klingt ihr schnör­kel­lo­ser, ten­den­zi­ell eher rau­er In­die­rock nach Wei­te, nach Wüs­te und nach Frei­heit und macht da­bei ei­nen Spa­gat von PJ Har­vey bis En­nio Mor­ri­co­ne und von Court­ney Bar­nett bis Ed­die Ved­der. Double Pur­po­se (Ca­prio­la), so viel steht jetzt schon, fest dürf­te bei un­se­rer Jah­res­aus­wer­tung, nicht nur der so­ge­nann­ten „Heim­spie­le“, ganz oben auf der Lis­te ste­hen. (16.8. Mil­la)

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