Hans-Pe­ter Mar­tin

In München - - LITERATUR - Her­mann Barth

Ga­me Over. Wohl­stand für we­ni­ge, De­mo­kra­tie für nie­mand, Na­tio­na­lis­mus für al­le. Und dann? (Pen­gu­in) Der Un­ter­gang des Abend­lands. „Gä­be es mehr Hei­mat mit we­ni­ger Flücht­lin­gen im Land? Gä­be es mehr Hei­mat mit we­ni­ger Steu­er­flücht­lin­gen im Land?“Sach­buch-Best­sel­ler­Au­tor Hans-Pe­ter Mar­tin („Die Glo­ba­li­sie­rungs­fal­le“, „Bit­te­re Pil­len“) stellt je­de Men­ge drän­gen­de Fra­gen, malt aber ein düs­te­res Bild von der Zu­kunft. Der Sys­tem­crash fin­det statt! Wir sind mit­ten­drin! Die, die Ant­wor­ten ge­ben, han­deln könn­ten, Ein­fluss hät­ten, tun es nicht, weil sie sich als Eli­ten nicht mehr für das Ge­mein­wohl in­ter­es­sie­ren - oder über­las­sen „Po­pu­lis­ten“das Feld, die ih­re neo­na­tio­na­le, rechts­na­tio­na­le und rechts­ra­di­ka­le Agen­da durch­zie­hen – und, wie die AfD, längst in der Mit­te der Ge­sell­schaft an­ge­kom­men sind. Di­gi­ta­li­sie­rung, Glo­ba­li­sie­rung, dro­hen­de Wäh­rungs­re­form, Chi­na, Br­ex­it, Ita­li­en, „der nütz­li­che Özil“... Mar­tin ver­sucht, mit viel Re­cher­che, den Über­blick zu wah­ren. Und er zi­tiert Um­ber­to Eco. „Wo im­mer ein Po­li­ti­ker die Le­gi­ti­mi­tät des Par­la­ments in Zwei­fel zieht, weil es den Wil­len des Vol­kes nicht mehr zum Aus­druck brin­ge, riecht es nach Ur­fa­schis­mus.“Und er ruft zum Wi­der­stand auf. Po­li­ti­siert Euch! Jetzt!

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