Ben­ja­min Cors

In München - - LITERATUR - Rai­ner Germann

Leucht­feu­er

(dtv pre­mi­um)

Ben­ja­min Cors ist po­li­ti­scher Fern­seh­jour­na­list und hat die Som­mer sei­ner Kind­heit in der Nor­man­die ver­bracht. Dort und in Pa­ris spielt sei­ne Kri­mi­rei­he um den Per­so­nen­schüt­zer Ni­co­las Gu­er­lain, der ne­ben sei­ner Auf­ga­be als ei­ner der Bo­dy­guards des Prä­si­den­ten in sei­ner nord­fran­zö­si­schen Hei­mat un­ge­wöhn­li­che Mord­fäl­le zu lö­sen hat. So auch im vier­ten Teil der Rei­he: In der Nä­he von Vieux-Port, ei­nem ver­schla­fe­nen und et­was düs­te­ren klei­nen Ort am Sei­ne-Ufer, wird die nack­te Lei­che ei­nes Man­nes gefunden. Die Be­woh­ner spre­chen von ei­nem „Teu­fel“, der zu­rück­ge­kom­men ist, um sich am Dorf zu rä­chen. Der Bür­ger­meis­ter reist nach Pa­ris, bit­tet Gu­er­lain um Schutz, doch der hat kei­ne Zeit: sei­ne Freun­din Ju­lie steht vor

Ge­richt, bei ei­nem Po­li­zei­ein­satz hat sie vor Jah­ren ei­ne jun­ge Frau er­schos­sen, in Not­wehr, wie sie be­teu­ert. Ihr Wort steht ge­gen das ih­res Kol­le­gen und die Staats­an­walt­schaft for­dert le­bens­läng­lich. Zu­sam­men mit sei­nem Kol­le­gen Rous­sel macht sich Gu­er­lain auf die Su­che nach Zeu­gen, ver­ge­bens. In­zwi­schen wer­den der Bür­ger­meis­ter und der Pfar­rer von Vieux-Port eben­falls er­mor­det und dem Bo­dy­guard bleibt kei­ne Wahl, sich vor Ort auf die Su­che nach dem „Teu­fel“zu ma­chen. Wie­der ge­lun­ge­ne und span­nen­de Kri­mi­lek­tü­re, der man sich, ge­treu dem vor­an­ge­stell­ten Zi­tat aus Leo­nard Co­hens „Ava­lan­che“, nur schwer ent­zie­hen kann.

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