KI­NO

Rausch, Ex­zess, Ex­zen­trik

In München - - INHALT -

Ein­fach zu­viel des Gu­ten!

En­g­land im 18. Jahr­hun­dert. Ein Krieg mit Frank­reich. Die kränk­li­che Kö­ni­gin An­ne (Oli­via Col­man) ziem­lich über­for­dert. Ih­re Ver­trau­te, La­dy Sa­rah (Ra­chel Weisz) führt die Ge­schäf­te, und ver­sucht, die ger­ne jäh­zor­ni­ge Mon­ar­chin bei Laune zu hal­ten. Als Sa­rahs jün­ge­re Cou­si­ne Abi­ga­il (Em­ma Sto­ne) an den Hof kommt, er­wirbt sie sich rasch die Gunst der Kö­ni­gin. Als Abi­ga­il hin­ter das „Ge­heim­nis“der bei­den gu­ten Freun­din­nen kommt, er­kennt sie die Chan­ce, selbst in der Aris­to­kra­tie wei­ter auf­zu­stei­gen und die ero­ti­schen Be­gier­den der Queen für ih­re Zwe­cke zu nut­zen – was Sa­rah wie­der­um nicht gut­hei­ßen kann. The Fa­vou­rite – In­tri­gen und Irr­sinn er­zählt von ei­ner tra­gi­ko­mi­schen Drei­ecks­be­zie­hung im his­to­ri­schen Ge­wand. Ein neu­es, sehr un­ter­halt­sa­mes Meis­ter­werk von Yor­gos Lant­hi­mos („Al­pen“, „The Lobs­ter“, „The Kil­ling of a Sa­cred Deer“), wie im­mer an­ge­legt wie ei­ne kon­stru­ier­te Ver­suchs­an­ord­nung. Ängs­te, Trau­ma­ta, Har­mo­nie­be­dürf­nis, und Wut und Gift und Gal­le. Und schon mal ein Gol­den Glo­be für Oli­via Col­man. (Ab 24.1.)

Un­glaub­li­ches ge­schieht bei der Bür­ger­meis­ter­wahl in der si­zi­lia­ni­schen Kle­in­stadt Pie­tram­ma­re. Der lang­jäh­ri­ge, kor­rup­te Amts­in­ha­ber Gae­ta­no Pa­ta­nè (To­ny Spe­ran­deo) muss sei­nem Her­aus­for­de­rer Pier­pao­lo Na­to­li (Vin­cen­ze Ama­to) wei­chen. Der ist ein po­li­tisch un­er­fah­re­ner, bis auf die Kno­chen ehr­li­cher Jung­leh­rer. Von nun an wird das Städt­chen kon­se­quent ge­recht re­giert, es herr­schen Ge­set­zes­treue und Ord­nungs­lie­be. So ha­ben das die Bür­ger nun auch wie­der nicht ge­wollt, und seh­nen sich zu­rück nach dem al­ten Schlen­dri­an, nach der ge­wohn­ten Kor­rup­ti­on und den Mau­sche­lei­en. Doch Na­to­li will nicht zu­rück­tre­ten. Al­so braucht es mit Fi­car­ra e Pi­co­ne zwei Hel­fers­hel­fer, die ihn aus dem Amt drän­gen… Ab heu­te sind wir ehr­lich ist ei­ne Po­lit­sa­ti­re des si­zi­lia­ni­schen Ko­mi­ker-Du­os (Sal­vo) Fi­car­ra und (Va­len­ti­no) Pic­co­ne und war ein Rie­sen-Ko­mö­di­en­er­folg in Ita­li­en. (Ab 31.1.)

In­schallah. Wan­da (Ca­ro­li­ne Peters), über­zeug­te Fe­mi­nis­tin und At­he­is­tin und ih­ren Ehe­mann (Si­mon Schwarz) trifft fast der Schlag, als ih­re pu­ber­tie­ren­de Toch­ter Nina (Chan­tal Zit­zen­ba­cher) ver­kün­det, sie sei jetzt Mus­li­ma. Setzt ein Kopf­tuch auf, isst ha­l­al und nennt sich Fa­ti­ma. Wan­da will ih­re Toch­ter nicht ver­lie­ren, ver­sucht aber zu­gleich, das Ma­del auf den Weg der Ver­nunft zu­rück­zu­brin­gen. Un­ver­hoff­te Hil­fe kommt da von Ha­ni­fe (Alev Ir­mak), der Mut­ter von Ni­nas Freun­din Ma­ryam (Duy­gu Ars­lan). Die näm­lich fürch­tet, das das über­trie­be­ne Be­neh­men von Nina auf ih­re Toch­ter ab­fär­ben könn­te – wo­bei die „ech­ten“mus­li­mi­schen Mäd­chen eh bloß ge­nervt sind von der ah­nungs­lo­sen Möch­te­gern-Mus­li­ma. Wo­mit ha­ben wir das ver­dient? heißt die Fa­mi­li­en-Ko­mö­die von Eva Spreitz­ho­fer, die sich – im blau­braun­ge­färb­ten Nach­bar­land mit in­ter­es­san­tem, weil dif­fe­ren­zier­tem Er­geb­nis an ein hei­ßes Ei­sen wagt. (Ab 24.1.)

Ra­fi­ki heißt Freund, oder Freun­din. Auf Ki­sua­he­li. Ke­na (Sa­man­tha Mu­gatsia) lebt bei ih­rer ge­schie­de­nen Mut­ter in Nai­ro­bi. Jobbt im La­den ih­res Va­ters, der sich ei­ne jün­ge­re Frau ge­nom­men hat. Lernt Zi­ki (Shei­la Mun­yiva) ken­nen. Sie wer­den bes­te Freun­din­nen, was im Vier­tel für Ge­sprächs­stoff sorgt, stel­len sich ih­re Vä­ter doch für geg­ne­ri­sche Par­tei­en zur Wahl. Als sie sich ver­lie­ben, gilt es, sich zwi­schen Glück und Si­cher­heit zu ent­schei­den. Ra­fi­ki von Wanu­ri Kahiu ist ei­ne sym­pa­thi­sche Co­m­ing-of-Age und -Ou­tGe­schich­te mit Lo­kal­ko­lo­rit und En­ga­ge­ment. Lief in Can­nes. In Ke­nia ver­bo­ten, dann doch kurz er­laubt – jetzt nimmt der Film am Wett­be­werb um den Aus­lands-Os­car teil! (Ab 31.1.)

Zu­sam­men­rau­fen. Pe­te (Mark Wahl­berg) und El­lie (Ro­se Byr­ne) be­schlie­ßen, ei­nen Fa­mi­lie zu grün­den, und las­sen sich drei Pfle­ge­kin­der ver­mit­teln. Doch die auf­müp­fi­ge 15-jäh­ri­ge Liz­zy (Isa­be­la Mo­ner), der ver­peil­te Juan (Gus­ta­vo Qui­roz) und die klei­ne Li­ta (Ju­li­an­na Ga­miz) ha­ben ih­re ei­ge­nen In­ter­es­sen. Ganz all­mäh­lich aber kom­men die fünf sehr gut mit­ein­an­der aus. Se­an An­ders kann in sei­ner Fa­mi­li­en­ko­mö­die Plötz­lich Fa­mi­lie auf ei­ge­ne Er­fah­run­gen zu­rück­grei­fen, wes­halb es, ne­ben gän­gi­gem Slap­stick­spaß und gro­ben Sprü­chen auch mal emo­tio­na­len Tief­gang gibt. (Ab 31.1.)

Auf Dro­ge ist Da­vid Sheffs Sohn Nic. Der bringt ihn die Kli­nik. Die Ent­zie­hungs­kur scheint zu funk­tio­nie­ren. Dann wird Nic rück­fäl­lig. Dann scheint er die Sucht be­siegt zu ha­ben. Geht aufs Col­le­ge. Fin­det ei­ne Freun­din – und fängt wie­der an, lügt – und treibt den Va­ter zur Ver­zweif­lung. Da­vid Sheff hat An­fang der 00er Jah­re ein Buch dar­über ge­schrie­ben. Sohn Nic hat aus sei­ner Sicht er­zählt. Der bel­gi­sche Re­gis­seur Fe­lix van Gro­enin­gen hat dar­aus sei­nen ers­ten US-ame­ri­ka­ni­schen Film Be­au­ti­ful Boy ge­dreht. Ste­ve Ca­rell spielt den be­sorg­ten Va­ter, der sich mit Selbst­vor­wür­fen und Er­klä­rungs­ver­su­chen plagt. Ti­mo­thée Cha­l­a­met den von der Sucht ge­pei­nig­ten Sohn. Ein Dra­ma, das et­was rat­los macht. Ge­fei­ert in To­ron­to. Bei uns be­son­ders wert­voll. (Ab 24.1.)

Klar Schiff. Earl Sto­ne (Cl­int East­wood), ein be­tag­ter Welt­kriegs­ve­te­ran, ist hoch ver­schul­det. Ein Jo­b­an­ge­bot, in der Rol­le ei­nes harm­lo­sen al­ten Man­nes mit dem Au­to über die Gren­ze nach El Pa­so zu fah­ren, nimmt er da­her ger­ne an. Ei­ne Ide­al­be­set­zung für me­xi­ka­ni­sche Dro­gen­schmugg­ler. Earl ist so gut, dass sei­ne Frach­ten im­mer wert­vol­ler wer­den. Das Kar­tell sorgt so­gar für ei­nen Auf­pas­ser. Dann be­kommt der gna­den­lo­se DEA-Er­mitt­ler Co­lin Ba­tes (Brad­ley Co­oper) Wind von der Ge­schich­te. Und für Earl wä­re es an der Zeit, sei­ne al­ten Ver­säum­nis­se in Fa­mi­li­en­an­ge­le­gen­hei­ten wie­der gut zu ma­chen – wenn er nicht vor­her vom Kar­tell oder den Er­mitt­lern ge­stoppt wird. The Mu­le ist ein sehr ge­lun­ge­nes Kri­mi­nal­dra­ma von und mit Cl­int East­wood, der ist mitt­ler­wei­le 88, das ist sein 37. Spiel­film, und der er­zählt die wah­re Ge­schich­te des 90-jäh­ri­gen Dro­gen­ku­riers Leo Sharp. (Ab 31.1.)

In frem­den Ge­fil­den. Baa­ba Kei­ta (Omar Sy) ist Po­li­zist im Pa­ri­ser Vier­tel Bel­le­vil­le. Hier hat sei­ne Ma­man Zoh­ra (Biy­ou­na) das Sa­gen. Sei­ne Freun­din Lin (Diem Ngy­en) wä­re froh, mal dem (schwie­ger-) müt­ter­li­chen Dunst­kreis zu ent­flie­hen. Baa­ba aber taugt es so gut, dass er je­de Ver­set­zung und Be­för­de­rung aus­schlägt. Da kommt Freund Ro­land (Franck Gas­tam­bi­de) aus Mia­mi zu Be­such, um Baa­ba vor ei-

nem Dro­gen­deal in der Nach­bar­schaft zu war­nen. Noch be­vor Baa­ba ir­gend­was er­mit­teln kann, ist Ro­land tot. Baa­ba macht sich auf nach Mia­mi, im Schlepp­tau die ner­ven­de Ma­man, um sei­nen Freund zu rä­chen. Und muss sich dort mit dem ame­ri­ka­ni­schen Kol­le­gen Ri­car­do (Lu­is Guz­mán) zu­sam­men­rau­fen. Bel­le­vil­le Cop heißt Ra­chid Boucha­rebs Kri­mi­nal­ko­mö­die mit dem fran­zö­si­schen Star­schau­spie­ler Omar Sy. (Ab 31.1.)

Ver­mächt­nis. Ado­nis Creed (Micha­el B. Jor­dan) ist Box­welt­meis­ter im Schwer­ge­wicht. Ivan Dra­go (Dolph Lund­gren), der einst Ado­nis‘ Va­ter Apol­lo mit ei­nem Schlag ge­tö­tet hat, for­dert Ado­nis auf, ge­gen sei­nen Sohn Vik­tor (Florian Mun­te­anu) an­zu­tre­ten. Ado­nis wil­ligt ein. Aber Trai­ner Ro­cky Bal­boa (Syl­ves­ter Stal­lo­ne) wei­gert sich, ihn zu trai­nie­ren. 33 Jah­re nach „Ro­cky IV – Der Kampf des Jahr­hun­derts“schließt Re­gis­seur Ste­ven Cap­le jr. mit ei­nem ge­ra­de­zu viel­schich­ti­gen Box­film-Dra­ma Creed 2 an die al­te Ost-West-Kon­flikt-Sto­ry an.. Po­si­tiv über­rascht! (24.1.)

Nacht­schicht. Ex-Po­li­zis­tin Me­gan (Shay Mit­chell) ar­bei­tet jetzt im Lei­chen­schau­haus. Pro­ble­me be­rei­tet der Leich­nam von Han­nah (Kir­by John­son). Die näm­lich wur­de zu Leb­zei­ten ex­or­ziert, ihr Dä­mon fin­det kei­ne Ru­he und hat es jetzt auf Me­gan ab­ge­se­hen. Al­so gibt’s ei­ne wild­wüs­te Vi­sio­nen-Hatz kreuz und quer durch Ka­ta­kom­ben. The Pos­ses­si­on of Han­nah Gra­ce heißt der pas­sa­ble Hor­ror­thril­ler. (Ab 31.1.)

Hun­de­schick­sal! „A Dog’s Way Ho­me“heißt ein rüh­ren­des Buch von W. Bru­ce Ca­me­ron. Pit­bull Bel­la wird un­ter wid­ri­gen Um­stän­den ge­bo­ren. Bald greift die Tier­für­sor­ge ein. Bel­la wird von ih­rer Fa­mi­lie ge­trennt. Von ei­ner Kat­ze be­mut­tert. Der jun­ge Me­di­zin­stu­dent Lu­cas (Jo­nah Hau­er-King) ent­deckt sie, nimmt sie mit nach Haus, so kann Bel­la sei­ner Mom (Ash­ley Judd) Ge­sell­schaft leis­ten. Bel­la aber wird von der Tier­für­sor­ge ge­schnappt. Bis Lu­cas ein tier­ge­rech­tes Wohn­quar­tier be­zie­hen kann, kommt die Hün­din zur Ver­wandt­schaft nach New Me­xi­ko. Wo Bel­la aus­büchst und den Weg nach Hau­se an­tritt … Die un­glaub­li­chen Aben­teu­er von Bel­la sind ein un­wei­ger­lich zu Trä­nen rüh­ren­des Tier­aben­teu­er vol­ler Kli­schees. (Ab 24.1.)

Freund­schaft. Als ih­re El­tern ei­ne Lö­wen­zucht­sta­ti­on in Süd­afri­ka über­neh­men, muss die zehn­jäh­ri­ge Mia (Da­niah de Vil­liers) mit. Lan­ge ver­misst sie ih­re Hei­mat Lon­don und die Freun­de. Ei­nes Ta­ges über­rascht ihr Va­ter John (Lan­gley Kirk­wood) die Fa­mi­lie mit dem wei­ßen Lö­wen­ba­by Char­lie. Fort­an sind Mia und Char­lie un­zer­trenn­lich. Drei Jah­re spä­ter droht der aus­ge­wach­se­ne Char­lie aber zur Ge­fahr für die Farm­be­su­cher zu wer­den – und John plant, ihn zu ver­kau­fen. Als Mia da­von er­fährt, be­schließt sie, ih­ren Schütz­ling heim­lich in ein Re­ser­vat zu brin­gen. Mia und der wei­ße Lö­we ist ein Fa­mi­li­en­film par ex­cel­lence. Re­gis­seur Gil­les de Maist­re wur­de da­für durch ein wah­res Er­eig­nis in­spi­riert – und dreh­te mit sei­nen Haupt­dar­stel­lern, Mäd­chen und Wild­kat­ze tat­säch­lich drei lan­ge Jah­re lang (!), be­treut vom Lö­wen­flüs­te­rer Ke­vin Richard­son. (Ab 31.1.)

Ge­ball­tes Wis­sen. Che­cker To­bi (To­bi­as Krell) soll nichts wei­ter als das Ge­heim­nis un­se­res Pla­ne­ten lö­sen. Na dann, Ja­cke an und raus! Hil­fe be­kommt er von Ex­per­ten­freun­den aus der gan­zen Welt. Klet­tert an den Rand ei­nes ak­ti­ven Vul­kans, taucht in die Un­ter­was­ser­welt des Pa­zi­fiks, bohrt mit Kli­ma­for­schern in Grön­land tie­fe Lö­cher ins Eis, treibt sich in Mum­bai her­um, wird dort zum Bol­ly­wood­star, bis ein Mon­sun kommt … Das be­lieb­te KiKa-TV-For­mat funk­tio­niert auch auf der gro­ßen Lein­wand: Che­cker To­bi und das Ge­heim­nis un­se­res Pla­ne­ten bie­tet fas­zi­nie­ren­de Bil­der und kind­ge­rech­te Ge­schich­ten. Be­son­ders wert­voll. (Ab 31.1.)

Will­kom­men im In­ter­net. Auf der Su­che nach ei­nem Er­satz­teil für das ka­put­te Kart-Au­to­ma­ten-Spiel „Su­gar Rush“müs­sen Wreck-It Ralph und sei­ne bes­te Freun­din, Va­nel­lo­pe von Schweetz, ih­re ana­lo­ge Spiel­welt ver­las­sen. Auf der Jagd nach ei­nem Lenk­rad stei­gern sie ah­nungs­los bei eBay mit, ha­ben prompt ho­he Schul­den, er­fah­ren Hil­fe vom net­ten Al­go­rith­mus Yesss, der sie auf die Web­sei­te von „OhMyDis­ney“bringt – wo sich Prin­zes­sin­nen, Mar­vel-Fi­gu­ren und „Star Wars“-Gestal­ten tum­meln. (Ralph reicht’s 2) Cha­os im Netz ist ei­ne Ani­ma­ti­ons­ko­mö­die vol­ler lus­ti­ger Avat­are. (Ab 24.1.)

Pas­sa­gen. In ei­ner Welt par­al­lel zur uns­ri­gen herr­schen die dort le­ben­den We­sen über die Na­tur­ge­set­ze, die Ge­zei­ten und Jah­res­zei­ten. Chun wird voll­jäh­rig, darf sich bei ei­nem Ri­tu­al in ei­nen ro­ten Del­fin ver­wan­deln, um die mensch­li­che Welt zu er­kun­den. Kaum da, ver­fängt sie sich in ei­nem Fi­scher­netz, ge­rät in ei­nen Stru­del und wird vom mensch­li­chen Jun­gen Kun ge­ret­tet – der da­bei aber selbst sein Le­ben ver­liert. Ge­rührt von sei­ner Selbst­lo­sig­keit, möch­te Chun ihm das Le­ben zu­rück­schen­ken. Da­zu aber muss sie des­sen See­le, die jetzt ein klei­ner Fisch ist, sorg­sam auf­zie­hen – ihr Deal mit dem zu­stän­di­gen „See­len­samm­ler“for­dert ei­nen ho­hen Preis … Big Fish & Be­go­nia – Zwei Wel­ten, ein Schick­sal ist ein Ani­ma­ti­ons­film von Zhang Chun und Liang Xuan. (Nur So, 3.2.)

UND AUSSERDEM: (sie­he auch Film-ABC)

Ber­lin Ex­cel­si­or ist ei­ne Do­ku von Erik Lem­ke über das Ex­cel­si­or-Haus in Kreuz­berg. 500 Woh­nun­gen. Por­träts ih­rer Be­woh­ner. Z.B. Kin­der­er­zie­her Nor­man und sein Kum­pel Pa­trick, die ein Le­bens­hil­fe-Star­t­Up pla­nen, Micha­el, der sich, für sei­nen Job als Es­cor­tBoy um 14 Jah­re ver­jüngt und im In­ter­net Schmink­tipps gibt, Clau­dia, die mal Tän­ze­rin war und dank neu­er Fo­tos auf ei­nen Neu­start hofft. (Werk­statt­ki­no, Do 31.1. bis So 3.2.)

Füh­rung durch den Bun­des­tag, Lü­gen­pres­se-De­mos, SPD­ler, die in ei­nem Work­shop die Aus­ein­an­der­set­zung mit den Rech­ten üben, Ar­beit bei taz und Bild … Ag­gre­gat heißt Ma­rie Wil­kes Ver­such, den bun­des­deut­schen Ist-Zu­stand zu do­ku­men­tie­ren. (Werk­statt­ki­no, Mo 4. bis Mi 6.2.)

Ein­fach ab­hau­en. Macht der 43-jäh­ri­ge Paul (Se­bas­ti­an Ru­dolph). Gon­delt fort­an an als Tau­ge­nichts, Schnor­rer und Hoch­stap­ler durchs Land. Setzt sich in frem­de Au­tos, taucht auf Par­tys und Be­er­di­gun­gen auf, ver­liebt sich in die 25-jäh­ri­ge Ne­le (Li­lith Stan­gen­berg). What Ever Hap­pens Next heißt das tra­gi­ko­mi­sche Road­mo­vie von Ju­li­an Pörk­sen. (Werk­statt­ki­no, Mo 28.1. bis Mi 30.1., und Fr 1.2.).

1956 musst Klaus Ros­za aus Un­garn flie­hen. Wuchs in der Schweiz bei sei­nem jü­di­schen Va­ter auf, der Au­schwitz über­lebt hat­te. Die Schwei­zer Po­li­zei ver­folg­te ihn als Ge­werk­schaf­ter, Aus­län­der, als lin­ken Jour­na­lis­ten und ver­deckt auch als Ju­den. Staa­ten­los – Klaus Róz­sa, Fo­to­graf ist ein Bio­pic von Erich Schmid zur Pres­se­frei­heit und den po­li­ti­schen Be­we­gun­gen der letz­ten Jahr­zehn­te. (Werk­statt­ki­no, Re­gie­ge­spräch, Sa 26.1., auch So 27.1.)

Yves sitzt in Spa­ni­en fest. Vor acht Jah­ren war er in Ka­me­run auf­ge­bro­chen, um in Eu­ro­pa ein neu­es Le­ben zu be­gin­nen. Sei­ne Fa­mi­lie hat ho­he Er­war­tun­gen an ihn. Ei­ne Rück­kehr ist un­vor­stell­bar. Die Do­ku Yves‘ Ver­spre­chen von Me­la­nie Gärt­ner bie­tet in­ten­si­ve Ein­bli­cke in die kom­ple­xe Rea­li­tät der Mi­gra­ti­on. (Mo­no­pol, Mi 30.1. mit Re­gie­ge­spräch)

Rich Kids. Lau­ren Gre­en­field fo­to­gra­fiert seit den 1990ern die Rei­chen und Schö­nen von Los An­ge­les, Mo­dels, Schau­spie­le­rin­nen, Por­no­dar­stel­ler, Ma­na­ger … Ge­ne­ra­ti­on We­alth hieß ein 2017 er­schie­ne­ner Fo­to­band. So wie der Film, den sie über ih­re ei­ge­ne Ar­beit ge­dreht hat. (Mu­se­ums-Licht­spie­le, Do 31.1. Re­gie­ge­spräch per Sky­pe).

Ein Abend im „La Bar­ca“, der üb­li­che Stress. Kurz vor Fei­er­abend. Dann ein Über­fall. Ein Hand­ge­men­ge. Ein Blut­bad. The Fri­end­ly Beast, das Psy­cho-Hor­ror-De­büt der bra­si­lia­ni­schen Re­gis­seu­rin Ga­b­ri­el Amaral Al­mei­da gilt als Gen­re­ju­wel. (Werk­statt­ki­no, Do 31.1. bis Mi 6.2.)

Rain­bow-Po­wer: RA­FI­KI

Schwer zu zäh­men: THE FA­VOU­RITE – IN­TRI­GEN UND IRR­SINN

Ver­läss­lich: AB HEU­TE SIND WIR EHR­LICH

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