HEIM­SPIEL

– Plat­ten aus Mün­chen

In München - - FRISCH GEPRESST -

Geht doch, Mün­chen! Hast doch Eier, kannst doch ro­cken. Mon­za sind da, und wei­chen kei­nen Zen­ti­me­ter mehr zu­rück, nie­mals wie­der. Post-Pro­gNoi­se­rock, ist das, auf­peit­schend, wuch­tig, pa­ckend. Der Tag an dem

Ber­ge aus dem Him­mel wuch­sen (Noi­so­lu­ti­on) er­in­nert an die frü­hen Bl­um­feld, an Mut­ter, an Sur­ro­gat, an al­les al­so, was vor ca. 25-30 Jah­ren die deut­sche Spra­che auch für sub­ver­siv den­ken­de, an­spruchs­vol­le Mu­sik­hö­rer wie­der hö­rens­wert mach­te. „Ter­ra­for­mer“und „Ma­schi­nen­gott“sind schwer­mü­tig stamp­fen­de ver­damm­te Hits und Mon­za so et­was Ähn­li­ches wie die ro­cken­den Heils­brin­ger (nicht nur) für den Sü­den der Re­pu­blik. Ner­ven, Tü­ren, Mes­ser, zieht euch warm an! Ein sen­sa­tio­nel­les De­büt, Punkt! Geht doch, Mün­chen! Die­se wun­der­ba­re Am­bi­va­lenz, da­für lie­ben wir dich und na­tür­lich die Her­ren Schmid­bau­er Pol­li­na Käl­be­rer. Mit Sü­den II (Jazz­hou­se) schaf­fen sie ei­nen wun­der­ba­ren Kon­trast zum pro­gres­si­ven Mo­loch. Mün­chen ist ja be­kannt­lich die nörd­lichs­te Stadt Ita­li­ens, was frei­lich nix da­mit zu tun hat, dass sich die po­li­ti­schen Schwer­ge­wich­te CSU und Le­ga im­mer mehr an­nä­hern. Nein, der Hang zum dol­ce vi­ta ist es na­tür­lich und die Freund­schaft von Wer­ner Schmid­bau­er und Mar­tin Käl­be­rer zu Pip­po Pol­li­na, die so himm­lisch me­lo­disch und lie­bens­wert po­si­tiv daher­mu­si­zie­ren, dass es ei­nem gleich ganz warm wird ums Herz. (16.4. Phil­har­mo­nie)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.