Lu­ke Sla­ter

Star­ke Hi­p­Hop-Tu­nes tref­fen auf fa­mo­se Elec­tro­tu­nes und ein bissl was vom Swing ist auch da­bei ...

In München - - INHALT - St­an­ley Be­a­m­ish

Wo­wo­wow! Wenn Mo­men­te ewig dau­ern und die Nacht trotz­dem wie im Flug ver­geht, wenn der Ex­zess zum Dau­er­zu­stand und Tan­zen so wich­tig wie At­men wird und wenn sich dann auch noch Club­gäs­te zu ei­ner Schick­sals­ge­mein­schaft zu­sam­men­schlie­ßen, dann, ja, dann ist min­des­tens Ka­rot­te zu Be­such in un­se­rer Stadt. Und zwar nicht nur ein biss­chen, son­dern all night long, qua­si… Ka­rot­te lässt die Pup­pen tan­zen und führt sein ei­ge­nes Im­pro-Mu­si­cal an. An­füh­ren ist da­bei wört­lich ge­meint: Denn der sym­pa­thi­sche Frank­fur­ter schafft es im­mer wie­der aufs Neue schier über­di­men­sio­nal viel Ener­gie in sei­ne Sets zu pum­pen. Und das kann man so­gar se­hen: der Gu­te glüht förm­lich vor Lie­be zur Mu­sik! Dass er das nun auch schon seit gut und ger­ne zwei Jahr­zehn­ten tut, sei nur der Voll­stän­dig­keit hal­ber er­wähnt, denn an­hö­ren tut man ihm die­se sei­ne 20 Di­enst­jah­re auf gar kei­nen Fall. Bzw. na­tür­lich, die Er­fah­rung hört man frei­lich schon raus, und das ist gut so, nie­mals aber hat man den Ein­druck, dass es die Rou­ti­ne ist, die sei­ne Skills do­mi­niert. Ge­setzt den Fall, es gä­be sie, die Tech­no-Aus­kunft, und man wür­de die­se kon­sul­tie­ren und sie fra­gen, wel­cher Künst­ler wohl das Har­ry Klein mit am meis­ten ge­prägt hät­te, dann wür­de man al­ler Wahr­schein­lich­keit die promp­te Ant­wort ver­neh­men: „Der Ka­rot­te, ist doch klar.” In die­sem Sin­ne: Licht aus, Ka­rot­te an. All night long! Und da­mit nicht ge­nug, denn die flot­te Ra­kä­the, die ja jüngst den Mar­ry Klein DJ-Con­test 2019 ge­won­nen hat, fetzt im Sé­pa­rée über die Tanz­flä­che und 2Spin sorgt wie so oft für das rich­ti­ge Licht. (5.4. Har­ry Klein)

Mo­na­co’s Finest über­rascht mal wie­der mit ei­ner ex­tra fei­nen Live-Ra­pE­di­ti­on! Zu Gast sind dann Leu­te wie Ras Kass et­wa, der schon mit Meis­tern wie Dr. Dre, RZA oder Apol­lo Brown ar­bei­te­te und als Fea­tu­red-Ar­tist für MCs von Welt­ruf ge­bucht war, wie KRS One z.B. oder Coo­lio und GZA. Eben­falls am Start: Fo­kis, der zu­letzt ge­mein­sam mit El Da Sens­ei, Edo G und Sha­baam Sah­de­eq Eu­ro­pa im Tour­pa­ket be­reis­te. Last but not least: Al Te­je­da. Die­ser er­lang­te in den 90ern Be­rühmt­heit als Mit­glied der Sha­dez Of Brook­lyn, die mit „Chan­ge“sein­er­zeit ei­nen un­ver­ges­se­nen Un­der­groun­dKlas­si­ker lan­cier­ten. Da­vor und da­nach hei­zen DJ IROCC und der Mo­na­co Fresh­prinz höchst­per­sön­lich ein. (5.4. Mil­la)

Lu­ke Sla­ter ist ei­nes je­ner sel­te­nen Phä­no­me­ne der elek­tro­ni­schen Mu­sik­land­schaft, die man nur schwer er­klä­ren kann. Se­hen muss man ihn und hö­ren, ja, sein Vi­bes spü­ren. Denn: kör­per­lich ist sei­ne Mu­sik und das Ver­lan­gen da­nach, rund um die Uhr und bis zur völ­li­gen Ver­aus­ga­bung zu tan­zen nur all­zu ver­lo­ckend. Er ist je­mand, der das Tech­no-Gen­re über Jahr­zehn­te hin­weg mit­ge­prägt und neu de­fi­niert hat. Los ging das al­les in den 90er Jah­ren, aber jetzt über zwan­zig Jah­re spä­ter, ist es ab­so­lut kei­ne Über­trei­bung zu be­haup­ten, er sei nach wie vor so re­le­vant und auf­re­gend wie er es wohl nie zu­vor war. Sein voll­ge­stopf­ter Gi­gZeit­plan und sei­ne ed­le Dis­ko­gra­phie sind ein stol­zer Be­weis da­für. Seit ge

rau­mer Zeit ver­öf­fent­licht Sla­ter über das Ber­li­ner Ost­gut Ton und na­tür­lich sein ei­ge­nes Im­print Mo­te-Evol­ver. Un­ver­zicht­bar der Mann, kei­ne Fra­ge. Es as­sis­tie­ren: Pau­la Temp­le und Sten­ny. (6.4. Blitz)

Mal wie­der ei­ne Sound­müt­ze quer­beat ge­fäl­lig? Bit­te­schön: Best of Soul, Funk, Al­ter­na­ti­ve, French­pop, 80s, Wa­ve und In­die­pop kre­denzt ein­mal im Mo­nat Tour de Fran­ce-Ze­re­mo­ni­en­meis­ter Tho­mas Boh­net. Wo­bei die Gen­re-An­ga­ben zu sei­ner Af­ter­work-Par­ty­rei­he nur als „un­ge­fähr“ein­zu­stu­fen sei­en, nicht al­so zwin­gend bin­dend sind. Mög­lich ist dem­zu­fol­ge so ziem­lich al­les, es soll halt die Tanz­bei­ne in Schwin­gung ver­set­zen. Und, wie soll­te es auch an­ders sein, fließt da­bei auch ei­ne gu­ter Schuss fran­zö­si­sches Re­per­toire mit ins Pro­gramm ein, „aber eben nicht nur“, denn, so der Im­pres­sa­rio wei­ter „soll es je­den­falls ein Abend wer­den, an dem man so rich­tig aus­ge­las­sen tan­zen kann“. Dass im April auch noch sei­ne Gnä­digs­te Ge­burts­tag fei­ert, wird den Tho­mas zu­sätz­lich an­spor­nen, von dem her: Joyeux an­ni­ver­sai­re, lie­be Ka­rin! (10.4. Kul­tur­kel­ler Schwanthal­er­höh’, be­reits ab 19 Uhr weil Af­ter­work)

Die tie­fen und au­then­ti­schen Wur­zeln der Mu­sik die­ses elek­tro­ni­schen Vi­sio­närs sind un­be­streit­bar: Sher­ard In­gram aka DJ Stingray. Seit 20 Jah­ren schreibt der Mas­ken­mann be­reits an der Tech­no-Ge­schich­te mit, be­gann er doch sei­ne Kar­rie­re be­reits in den 80er Jah­ren. Im tris­ten Un­ter­grund De­troits sorg­te er zu­erst als Ur­ban Tri­bes für Auf­se­hen, be­vor er sich spä­ter in Stingray um­be­nann­te. Zu all sei­nen So­lo-Re­lea­ses fer­tig­te er Com­pi­la­ti­ons für Tre­sor und war mit ei­ner EP in der le­gen­dä­ren UFO-Se­rie des nie­der­län­di­schen Dek­man­tel-La­bels ver­tre­ten. Seit knapp drei Jah­ren re­si­diert In­gram nun schon in Ber­lin, was auf ihn und sei­nen Sound wie ei­ne Frisch­zel­len­kur wirk­te. Klar, fühl­te er sich doch in der her­un­ter­ge­kom­me­nen Ber­li­ner Sub­kul­tur stark an sei­ne De­troi­ter Ju­gend­ta­ge er­in­nert. Und auch, weil „die Leu­te hier ziem­lich ent­spannt sind“, was ihm mit sei­nen An­fang 50 na­tür­lich ent­ge­gen­kommt. Jetzt schaut er mal wie­der in Mün­chen vor­bei, was doch glatt von Stock5 prä­sen­tiert wird. Es un­ter­stüt­zen: VTSS und Cla­ra Cuve. (12.4. Ro­te Son­ne)

Alm­auf­trieb im Muf­f­at­werk, und mal wie­der Zeit bei zwei gu­ten al­ten Be­kann­ten vor­bei­zu­schau­en. Et­wa bei Gu­te Lau­ne Hoch 10, wenn wie ge­habt 13 der derbs­ten lo­ka­len Mi­ni­ma­lund Tech­no-DJs sat­te zehn St­un­den lang Voll­gas ge­ben. Die vol­le Elec­tro-Tech­no-Hou­se-Brau­se ver­ab­rei­chen dies­mal Herr­schaf­ten aus den La­gern von Ra­ve On Snow und Get/Lost über Gr­in­se­kat­ze und ich­komm­nicht­klar bis Neu­zeit und Ra­dio Spu­ren­su­che, um nur ei­ni­ge zu nen­nen, als da wä­ren: Fi­veAm, Bern­hard Ja­kob, Da­ni­el Le­vez, Hu­ten­ber­ger, Grob­mo­to­ri­ker, Le­gan, Aphex Mnml, Cap­tain Blau­bär & Cap­tain Ga­lu, Ma­va­lu, Sa­scha Wei­din­ger, So­dom, Da­ve van Glatz. Die Vi­su­als im Am­pe­re be­rei­tet Wish Vi­si­ons auf. Ei­ne Tür wei­ter im Ca­fé dann gibt’s die ge­ball­te Münch­ner Hi­p­Hop-Kom­pe­tenz auf die Lau­scher, wenn die DJs Mic-E (Mo­na­co F) und Stevie Dr­umz (Bo­shi San) im Rah­men der Rei­me­mons­ter Klas­si­ker und ak­tu­el­le Hits zum Bes­ten ge­ben. (13.4. eben­da)

„If you want to dan­ce, you co­me to us!“Eben­so ein­präg­sam wie rich tig, die­ser Slo­gan der Swin­gThin­gBe­trei­ber. Denn die­se hö­ren auch nach über sie­ben Jah­ren nicht auf die Münch­ner Tän­zer*in­nen auf die da­für ge­dach­te Flä­che zu zer­ren. Und die­ser Ta­ge sind sie vom 12. auf den 13.4. mal wie­der in der Mil­la zu Gast. Zu­rück ist dann auch der längst ver­lo­ren ge­glaub­te Sohn Na­t­ana­el Me­ger­sa, der zu­sam­men mit DJ Ne­mo und Count Ba­sic schon im­mer für un­trüg­li­chen Swing-Fach­ver­stand steht, wenn­gleich al­le drei das Gen­re stets un­ter­schied­lich zu in­ter­pre­tie­ren wis­sen, was dem Gan­zen na­tür­lich ein ganz be­son­de­re Re­le­vanz ver­leiht. Al­le Ge­burts­tags­kin­der vom 12. und 13.4. kön­nen die Ver­an­stal­ter im Vor­hin­ein an­schrei­ben, sie hal­ten dann ganz ge­wiss ei­ne Über­ra­schung für die­se be­reit. Scha­de, denn lei­der schon vor­bei ist der Ge­burts­tag von ...

Sel­te­nes Phä­no­men: LU­KE SLA­TER

Vi­sio­när mit Mas­ke: DJ STINGRAY

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