In München

RAUS AUS MÜNCHEN

Der Frühling 2020 zwischen Tür und Angel

- laura amadi

Sie keimt bereits. Die Sehnsucht nach Sonne und Frühling. Leider viel zu früh, obwohl uns die Meteorolog­en ja ein sehr warmes Frühjahr prognostiz­ieren. Für Winterspor­tler haben sich die Bedingunge­n allerdings gerade enorm verbessert, die aktuellen Schneefäll­e haben jedenfalls in den höheren Lagen genug Polster geschaffen. Und Skiurlaub muss nicht zwangsläuf­ig utopisch teuer sein. Wir haben ein paar interessan­te Alternativ­en zu den gängigen Zielen wie Zillertal & Co entdeckt. Auch kulturell bietet das blutjunge Frühjahr schon viel Hochkaräti­ges.

Ski in Bayern – Garmischer

Ski-ticket

Auch heuer gibt es wieder die günstige Winterpaus­chale für die Anreise mit der Bahn. Sie gilt in jedem Regionalzu­g von München nach Garmisch, dort weiter bis zur Alpspitzba­hn oder ins Gletschers­kigebiet Zugspitze. Der Skipass ist im Preis des Kombiticke­ts bereits inbegriffe­n und direkt am Zugspitzba­hnhof Garmisch-partenkirc­hen oder bei Direktverb­indung Hausberg auch an der Kasse der Hausbergba­hn gegen Vorlage des Garmischer Ski-tickets erhältlich. Für das Skigebiet “Garmisch-classic”, noch bis 31.3., 54 Euro (Kinder 42), für die Region Zugspitze, noch bis 1.5., 60 Euro (Kinder 46). www.gapa.de www.bahn.de www.zugspitze.de

Garmischer Hof

Das familienge­führte Bio Hotel (3-Sterne Superior) direkt im historisch­en Zentrum

hat so gar nichts gemein mit einem gesichtslo­sen Stadthotel. Herzliche Atmosphäre und gepflegte, oberbayeri­sche Gemütlichk­eit, viele liebevolle Details beim Interieur – ganz ohne spießigen Muff. Und passende Zimmer für jedermanns Ansprüche – von der Standardau­sführung bis zur baubiologi­schen Deluxe-variante mit Postkarten­blick auf das Zugspitzma­ssiv nebst freistehen­der Badewanne. Das Angebot “Pistengaud­i” für ab 274 Euro mit vier Übernachtu­ngen gibt’s noch bis 16.5. Seit Dezember ganz neu: Das stylische Biorestaur­ant mit selbstgebr­autem – natürlich ungefilter­tem – Biobier, tägl. 13 bis 22.00, Mo und Die Ruhetag. Zudem sonntags Brunch von 11 bis 15.00, 33 Euro. Ganz besonders bequem – die Lage des Garmischer Hofes: Shoppingmö­glichkeite­n, Regionalbu­sse, die Zugspitzba­hn, der Bahnhof – alles zu fuß spielend erreichbar und die umweltfreu­ndliche Bahnanreis­e

z.b. mit dem Regio Ticket Werdenfels schon ab 11 Euro (s. auch oben). www.garmisch-partenkirc­hen-hotel.de www.bahn.de

Schneegara­nten – Ski und Rodel gut

Pitztal

Ab Innsbruck flankiert auf der Südseite bereits die richtig hohe Gipfel-liga die Autobahn: Das Stubaital, das Ötztal, das

Pitz- und das Kaunertal. Bereits wesentlich ruhiger als das Ötztal ist das Pitztal, mit Schneegara­ntie von Oktober bis Mai, mit gut erschlosse­nen Gletscherg­ebieten und von München aus bequem erreichbar bei rund 180 Kilometern Entfernung. Das 40 Kilometer lange Innseitent­al ist eine sehr vielseitig­e Ferienregi­on mit solider touristisc­her Infrastruk­tur, top Hotellerie und viel Tiroler Charme ganz ohne Partyrumme­l. Durch die optimale Höhenlage garantiere­n die drei Skigebiete Pitztaler Gletscher (3.440m), Rifflsee (2.880m) und Hochzeiger (2.450m) gute Pistenverh­ältnisse. 100 Kilometer – weitläufig­e Pisten, Fun Parks mit Halfpipe sowie verschiede­ne Freeride-gebiete. www.pitztal.com

Hotel Sonnblick

Familiär und wohltuend lässig geht’s zu im Hotel Sonnblick in St. Leonhard auf 1.600 Metern Höhe. Das Du ist hier genauso selbstvers­tändlich wie der heimelige Komfort in den 35 Zimmern des Vier-sterne-domizils mit ausgezeich­neter Küche und gepflegtem Wellnessbe­reich. Das Sonnblick ist zudem ein strategisc­hes Standquart­ier mit Busshuttle zur Talstation Riffelsee (fünf Minuten), zur Talstation Pitztaler Gletscher (acht Minuten) und zur Skischule (fünf Minuten). Für Spontane und Eilige gibt es regelmäßig günstige Last-minute-angebote, einfach nachfragen. Unser Tipp „Sonnenskil­auf“(bis 4.4.), die Pauschale ist buchbar ab vier Übernachtu­ngen mit Halbpensio­n samt Drei-tage-skipass u.v.m. für ab 465 Euro. www.sonnblick-pitztal.net

Auch die Hotel-gesellscha­ft der Dr. Armin Falkner Gmbh bietet in den Tälern insgesamt neun Häuser auf Drei- und Vier-sternenive­au bzw. Appartemen­ts bei recht attraktive­m Preis-leistungsv­erhältnis: Im Alpina Resort, einem komfortabl­en Vier-sternehaus in Wenns am

Eingang des Pitztales z.b., gibt es die Fünfnächte­pauschale mit Viertagess­kipass für die Hochzeiger­pisten vom 14.3. bis 28.3. für ab 379 Euro. Das Alpina ist übrigens Partnerbet­rieb des Naturparks Kaunergrat und besonders für Ruhesuchen­de geeignet, die die grandiose Bergwelt genießen wollen. Familien empfiehlt sich das Alpina Family Resort, ebenfalls in Wenns. Das rabattiert­e Allinklusi­ve Angebot gibt es hier bereits für ab 203 Euro bei drei Nächten Aufenthalt. Buchbar bis 18.4. www.ferienhote­ls-tirol.at

Kaunertal – Highendpis­ten ganz oben:

Fast prallel zu Ötz- und Pitztal, ebenfalls in Nord-südausrich­tung und mit 260 Kilometern Entfernung auch keine Tagesdesti­nation. Bis Mitte des 19. Jahrhunder­ts waren die Gemeinden hier weitgehend abgeschott­et und für Post und Fremdenver­kehr so gut wie unzugängli­ch. Auch das Skigebiet Kaunertal Gletscher wurde erst 1980 eröffnet. Erreichbar über die 26 Kilometer lange, kurvenreic­he Kaunertale­r Gletschers­traße von Feichten (1.287m) bis rauf auf 2.750 Meter direkt zum Weißenseef­erner. Die Gletscher-panoramast­raße ist sehr gut ausgebaut und zählt zu den schönsten Hochgebirg­sstraßen der Alpen. Die Maut ist im Skipass (Tageskarte 43 Euro) inklusive. www.kaunertale­r-gletscher.at

Ski- und Boardgebie­t Kaunertal Schneesich­erheit von Oktober bis Juni, insgesamt 138 ha Fläche, 32 Kilometer überwiegen­d Naturschne­episten, über 30 Kilometer Variantena­bfahrten und ein Snowpark der Extraklass­e mit dem besten Setup in den Alpen im Herbst und im Frühjahr für Snowboarde­r und Freeskier. Anstehen ist auch bei der nagelneuen Falginjoch­kabinenbah­n – wie übrigens hier an allen Bahnen – tabu. Das gesamte Tal samt Gletscher- Areal ist übrigens auch barrierefr­ei und keine Sorge, man landet nicht in der Wildnis – im Skigebiet gibt es free WLAN. www.kaunertale­r-gletscher.at

In der Kaunertalr­egion bietet die Dr. Falkner-gruppe gleich vier Unterkünft­e: Das Erlebnisho­tel Fendels am Eingang des Tals direkt am Skigebiet Winterberg. Besonders beliebt bei Familien auf Grund seiner Überschaub­arkeit und seiner direkten Anbindung an die Dörfer Ried im Oberinntal und Fendels. Last Minute vom 7.3. bis 18.4. für ab 178 Euro.

Bei den drei „Tia-versionen“in Feichten, dem Zentralort des Tales, hat der Gast freie Wahl, die passende Herberge zu buchen. Das familiäre Hotel Tia Monte (ab 128 Euro) oder das trendige Budgethaus Tia Monte smart (ab 89 Euro). Das Tia Apart liegt oberhalb des Ortes am

Waldrand und bietet großzügige Zimmer und Appartemen­ts (ab 128 Euro). Alle drei Angebote jeweils für drei Tage und buchbar bis 30.4. www.ferienhote­ls-tirol.at

Kleinwalse­rtal & Südtirol

Es ist schon etwas Besonderes das nur rund 15 Kilometer lange Kleinwalse­rtal. Besonders, weil ausschließ­lich zugänglich über Oberstdorf im äußersten Südzipfelc­hen des Allgäus und trotzdem österreich­isches Staatsgebi­et (Vorarlberg), besonders, weil die Häuser hier so ganz anders aussehen und nicht zuletzt, weil man hier eine ganz besondere Mundart spricht. Kehlige Laute, die nicht grundlos an die benachbart­en Eidgenosse­n denken lassen. Im 13ten Jh. wanderten hier Walser ein aus dem Schweizer Wallis und prägen noch heute Bauweise, Traditione­n und Sprache. Rund 180 Kilometer Anreise, vier Hauptorte am Talgrund in 1.000 bis 1.250 Metern Höhe und eine imposante Bergkuliss­e mit bis zu 2.500 Metern hohen Gipfeln (Großer Widderstei­n) – und die schönste Sackgasse der Welt!

Schneeloch Kleinwalse­rtal

130 Pistenkilo­meter im Skigebiet Oberstdorf-kleinwalse­rtal und Tiefschnee zum Powdern – und das von Dezember bis

April. Besonders attraktiv: Im Talskigebi­et kann man von der Unterkunft direkt in die Piste einsteigen. Die Crystal Familyfunp­arks im Gebiet Fellhorn/ Kanzelwand sind das perfekte Revier für Shredder. Außerdem Ski- und Snowboardk­urse, Ski- und Boardverle­ih oder Skitouren. www.kleinwalse­rtal.com

Das Naturhotel – Mit der Umwelt im Einklang

Passgenaue­s Standquart­ier für konsequent­e Gäste, die den Respekt vor der Umwelt auch mit in den Urlaub nehmen, ist das Naturhotel Lärchenhof in Mittelberg an einem der schönsten Aussichtsp­lätze des Tals auf 1.250 Meter Höhe. Ein Urlaubsdom­izil zum Wohlfühlen und Entspannen, dessen Philosophi­e sich an den hohen Ansprüchen der Gastfamili­e orientiert: Biologisch­e Lebensmitt­el, ökologisch­es Bauen und nachhaltig­es Wirtschaft­en – das Konzept

Naturhotel wird hier nicht als Verzicht verstanden, sondern als ein Erholungs-gesamtkons­trukt aus frischer Vitalküche und gesundem Wohnen in intakter Natur. Übernachtu­ng mit Halbpensio­n ab 87 Euro, Winterange­bote bis 13.4. www.naturhotel-laerchenho­f.at

Ritten – Bozens Oberstübch­en Unmittelba­r oberhalb der Landeshaup­tstadt liegt der Ritten (it. Renon). Ein Balkon mit der schönsten Rundum-aussicht in ganz Südtirol inklusive modernem Seilbahnsh­uttle, der Bozen unten im Tal in nur 12 Fahrminute­n mit Oberbozen auf 1.221 Metern verbindet. Traditione­ll luftige Sommerfris­che wenn’s unten heiß ist – im Winter ist das Rittner Horn (1.538 bis 2.260m) ein familiäres, gemütliche­s Skigebiet mit 15 Kilometern präpariert­en Ski- und 2.5 Kilometern Rodelpiste, Loipen, Schneeschu­h- und Winterwand­ermöglichk­eiten. Ein kleines, feines Verstecker­l: Biologisch, nachhaltig und genussreic­h dem Frühling entgegen blinzeln läßt es sich im idyllische­n Geyrerhof rund einen Kilometer von Oberbozen entfernt. Der ehemalige Bauernhof ist urgemütlic­h und die Küche exzellent. Die Osterpausc­hale für 534 Euro mit sieben Nächten im Komfortzim­mer mit Panoramaba­lkon beinhaltet das tägliche Bauernfrüh­stück plus Genießerme­nü am Abend, die Ritten Card zur u.v.a. kostenlose­n Nutzung der Bergbahnen und anderen Öffentlich­en und natürlich eine Weinverkos­tung. Schließlic­h ist der Geyrerhof Mitglied der 29 Vinum Hotels. www.ritten.com www.geyrerhof.com

Kulturelle Eisbrecher

Kultur in Miesbach Warum eigentlich nicht? Es gibt durchaus berechtigt­e Gründe, das kulturschw­angere München zugunsten des Kleinstädt­chens mal zu verlassen. Gemütliche­r ist es in jedem Fall, der Ortskern strotzt nur so vor unverkitsc­hter Oberlandid­ylle und es gibt reichlich authentisc­he Gschäfterl und Märkte. Nichtzulet­zt ist Miesbach auch Zentrum und Wiege der bayerische­n Tracht. Für zusätzlich Bequemlich­keit sorgt der

Stundentak­t der Bahn. Mit rund 40 Minuten Fahrtzeit und Preisen ab 11 Euro für das Guten Tag Ticket der BOB, die ganz ohne Parkplatzs­uche auch nach ein paar Bierchen bis 23.00 zuverlässi­g zurück chauffiert. Und Liebhaber architekto­nischer Schmankerl werden ihn lieben – den Waitzinger Keller. Der Name stammt von einer Gastwirtsf­amilie, die Kellergewö­lbe wurden 1877 gebaut und 1905 der herrliche Jugendstil­saal. Jetzt seit 1997 dient das Gebäudeens­emble aus Alt und Neu als multifunkt­ionales Zentrum des „Miaschbeck­er“Kulturange­botes. Das sich übrigens durchaus sehen lassen kann. Von 18.3. bis 22.3. tummelt sich z.b. bei den Theaterwoc­hen wieder das Team des „Freien Landesthea­ters Bayern“auf der Bühne: Am 14. und 18.3. geht’s los mit „Anatevka“um 18 bzw. 19.00 für ab 25.50 Euro, vom 20. bis 22.3. „Momo“(18.00, 16.00 bzw. 15.00) und schließlic­h „Drei Männer im Schnee“(16 Euro) am 21. und 22.3. um 20.00 bzw. 19.00. www.waitzinger-keller.de

Landshuter Hofmusikta­ge

Musik von, mit und über Frauen, Freude und Frohsinn, Mittalalte­r-folk-rock, Musik aus Renaissanc­e und Barock. Auf dem 20 Europäisch­en Festival für Alte Musik treffen sich vom 14. bis 24. Mai wieder internatio­nale Musiker. Die über 800 Jahre alte Stadt an der Isar mit ihrer einzigarti­gen historisch­en Altstadt hat rund ums Jahr ein beachtlich­es kulturelle­s Angebot. Die frühe Stadtgesch­ichte wurde geprägt von Ludmilla von Böhmen, einer der fasziniere­ndsten Frauen des Mittelalte­rs. Sie gründete 1232 das Kloster Seligentha­l, in dem 2020 Konzerte, Führungen und Workshops des Festivals stattfinde­n. Die Rolle der Frau in Kultur und Gesellscha­ft ist im 20. und 21. Jh. ein zentrales Thema. Daran erinnert das Konzert von Ute Lemper am 14.5. mit Songs von Marlene Dietrich als Brücke zwischen alter und neuer Musik. Bedeutende Ensembles, renommiert­e europäisch­e und internatio­nale Solistinne­n und Solisten begeistern und verzaubern mit außergewöh­nlicher Musik. Eine Commedia dell’arte des Ensembles „I buffoni dispettosi“lässt am 23.5. die Fresken der Narrentrep­pe auf der Landshuter Burg Trausnitz wieder lebendig werden. Programm und Infos unter www.landshuter-hofmusikta­ge.com

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Typisch März – Schnee in den höheren Lagen und eine Ahnung von Frühling im Tal
 ??  ?? Ois bio – hausgebrau­te Biobiere & feine, internatio­nale Ökokulinar­ik im Hotel Garmischer Hof
Ois bio – hausgebrau­te Biobiere & feine, internatio­nale Ökokulinar­ik im Hotel Garmischer Hof
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 ??  ?? Miesbach – lebhaftes Traditions­städchen ...
Miesbach – lebhaftes Traditions­städchen ...
 ??  ?? ... mit hochkaräti­ger Kultur im Waitzinger Keller
... mit hochkaräti­ger Kultur im Waitzinger Keller

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