Pfle­ge­bei­trä­ge sol­len stei­gen

Ipf- und Jagst-Zeitung - - ERSTE SEITE -

(dpa) - Der Bei­trags­satz zur Pfle­ge­ver­si­che­rung steigt im kom­men­den Jahr mög­li­cher­wei­se um min­des­tens 0,2 Pro­zent­punk­te. Das sag­te Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) am Don­ners­tag in Ber­lin. Zu­vor hat­te der Spit­zen­ver­band der Ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung mit­ge­teilt, dass auf die Pfle­ge­ver­si­che­rung in die­sem Jahr vor­aus­sicht­lich Mehr­aus­ga­ben von schät­zungs­wei­se zwei Mil­li­ar­den Eu­ro zu­kom­men.

Die EU-Staa­ten ha­ben sich an­ge­sichts der es­ka­lie­ren­den Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit den USA auf ei­ne neue Dop­pel­stra­te­gie ver­stän­digt. Im Zoll­streit kün­dig­ten die Staats- und Re­gie­rungs­chefs am Don­ners­tag beim Gip­fel­tref­fen in Bul­ga­ri­en ein Kom­pro­miss­an­ge­bot an. So sol­len den Ver­ei­nig­ten Staa­ten Han­dels­er­leich­te­run­gen in Aus­sicht ge­stellt wer­den, wenn es ei­ne dau­er­haf­te Aus­nah­me­re­ge­lung im Streit um die neu­en Stahl- und Alu­mi­ni­um­z­öl­le der USA gibt. „Was wir ge­ra­de er­le­ben, ist zum ei­nen ei­ne sehr un­be­re­chen­ba­re ame­ri­ka­ni­sche Po­li­tik und zum an­de­ren ei­ne ame­ri­ka­ni­sche Po­li­tik, die schlicht und er­grei­fend un­se­re wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen (…) in Eu­ro­pa ge­fähr­det“, kom­men­tier­te der ös­ter­rei­chi­sche Bun­des­kanz­ler Se­bas­ti­an Kurz. „Das kön­nen und wol­len wir uns so auch nicht bie­ten las­sen.“Zur Ret­tung des Atom­ab­kom­mens mit Iran ge­hen sie hin­ge­gen auf Kon­fron­ta­ti­ons­kurs: Noch an die­sem Frei­tag will die EU ein Ab­wehr­ge­setz wie­der auf­le­ben las­sen, das eu­ro­päi­sche Un­ter­neh­men, die mit Iran Han­del trei­ben, not­falls vor wie­der­ein­ge­führ­ten US-Sank­tio­nen schüt­zen könn­te. Das „Blo­cking Sta­tu­te“war 1996 im Streit um Sank­tio­nen ge­gen Ku­ba, Iran und Li­by­en er­las­sen wor­den, wur­de aber nie an­ge­wen­det, da der Streit da­mals bei­ge­legt wer­den konn­te. Es muss nun um die neu­en USSank­tio­nen er­gänzt wer­den. „Wir müs­sen jetzt han­deln“, sag­te EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Je­an-Clau­de Juncker. (dpa)

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