Steu­er­er­spar­nis auch bei al­ter­na­ti­ven Heil­me­tho­den

Ipf- und Jagst-Zeitung - - GELD & SERVICE -

(dpa) - Be­hand­lungs­kos­ten für ei­ne wis­sen­schaft­lich nicht an­er­kann­te Heil­me­tho­de sind steu­er­lich ab­setz­bar, wenn ei­ne amts­ärzt­li­che Be­stä­ti­gung vor­liegt. „Da­bei ge­nügt auch ein knap­pes At­test vom Amts­arzt oder dem me­di­zi­ni­schen Dienst der Kran­ken­kas­se“, sagt Isa­bel Klo­cke vom Bund der Steu­er­zah­ler. Das geht aus ei­ner Ent­schei­dung des Fi­nanz­ge­richts Rhein­land-Pfalz her­vor (Az.: 1 K 1480/16). Im dem Fall mach­te ein El­tern­paar die Kos­ten für ei­ne Na­tur­heil­be­hand­lung als au­ßer­ge­wöhn­li­che Be­las­tung in der Ein­kom­men­steu­er­er­klä­rung gel­tend. Das Fi­nanz­amt be­rück­sich­tig­te die Kos­ten für die Heil­be­hand­lung je­doch nicht, da kein amts­ärzt­li­ches Gut­ach­ten vor­lie­ge. Das sah das Ge­richt an­ders: Bei nicht wis­sen­schaft­lich an­er­kann­ten Heil­me­tho­den ist ein qua­li­fi­zier­ter Nach­weis er­for­der­lich. Die­sen Nach­weis hät­ten die El­tern aber er­bracht. Vor Be­ginn der Be­hand­lung hat­ten die El­tern da­zu ein pri­vat­ärzt­li­ches At­test ei­ner Fach­ärz­tin für Kin­de­r­und Ju­gend­heil­kun­de ein­ge­holt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.