Vor der Mes­se: Gu­te Vor­be­rei­tung ist wich­tig

Am Sams­tag ist die 22. Aus­bil­dungs- und Stu­di­en­mes­se mit 200 Be­trie­ben, Hoch­schu­len und Ein­rich­tun­gen

Ipf- und Jagst-Zeitung - - AALEN -

AA­LEN (lem) - Knapp 200 Fir­men aus In­dus­trie und Hand­werk, Hoch­schu­len, Be­hör­den und Aus­bil­dungs­ein­rich­tun­gen prä­sen­tie­ren sich kom­men­den Sams­tag auf der Aus­bil­dungs­und Stu­di­en­mes­se im Be­rufs­schul­zen­trum von 9 bis 13 Uhr. Für den Chef der Agen­tur für Ar­beit Aa­len, El­mar Zil­lert, ist sie ei­ne ech­te Er­folgs­ge­schich­te und ei­ne Mes­se der Su­per­la­ti­ve. Ge­ra­de in ei­ner Zeit des Fach­kräf­te­man­gels und so vie­ler frei­er Aus­bil­dungs­stel­len wie noch nie brau­che man sie mehr denn je. Die Ar­beit­ge­ber wie die künf­ti­gen Aus­zu­bil­den­den. Ganz wich­tig sei aber, sich gut vor­zu­be­rei­ten. Zil­lert gibt drei wich­ti­ge Tipps.

Räum­lich über­schau­bar fing sie an, die­se ers­te Aus­bil­dungs­mes­se, die spä­ter Vor­bild wur­de für Städ­te wie Schwä­bisch Gmünd, Hei­den­heim oder Ell­wan­gen. Da­mals in­for­mier­ten 40 Be­trie­be in der Agen­tur für Ar­beit, den­noch ka­men zur ers­ten Auf­la­ge et­wa 2500 Be­su­cher. Weil es in den Räu­men der Agen­tur viel zu eng wur­de, wich man ins Be­ruf­li­che Schul­zen­trum aus. Dort sind der An­drang und das In­ter­es­se je­des Jahr ge­wal­tig. Im ver­gan­ge­nen Jahr ka­men in­ner­halb von vier Stun­den gut 7500 Be­su­cher, Zil­lert rech­net am Sams­tag bei der 22. Auf­la­ge mit eher noch mehr.

Be­rufs­wahl ist hoch­kom­plex

Vor sechs Jah­ren, blickt Zil­lert zu­rück, sei das Ver­hält­nis der frei­en Aus­bil­dungs­plät­ze zu den Be­wer­bern ge­kippt: Mitt­ler­wei­le gibt es fast 39 Pro­zent mehr Aus­bil­dungs­plät­ze wie Be­wer­ber. Das macht es Be­trie­ben schwie­rig, die hän­de­rin­gend be­nö­tig­ten und pas­sen­den Aus­zu­bil­den­den zu fin­den. And­rer­seits sei die Be­rufs­wahl hoch­kom­plex und in dem „Dschun­gel der Mög­lich­kei­ten“kön­ne man sich leicht ver­ir­ren. Lei­der bre­chen 18 Pro­zent ih­re Aus­bil­dung und über ein Drit­tel das Stu­di­um ab. Der Grund: Man hat­te sich et­was ganz an­de­res vor­ge­stellt. „Es liegt ei­gent­lich im­mer an den feh­len­den In­for­ma­tio­nen.“Und die gibt es auf der Mes­se aus ers­ter Hand, di­rekt vom Aus­bil­dungs­lei­ter, Meis­ter oder von Lehr­lin­gen.

Drei wich­ti­ge Tipps gibt Zil­lert: Auf al­le Fäl­le die El­tern mit­neh­men – „El­tern, kommt mit zur Mes­se!“

Sich gut vor­be­rei­ten, Fra­gen über­le­gen, über­le­gen, an wel­chen Stand man geht. 200 Stän­de ab­zu­klap­pern schafft nie­mand.

Wenn man sich un­si­cher ist, ob der Be­ruf/Aus­bil­dung das Rich­ti­ge für ei­nen ist, ein Prak­ti­kum ver­ein­ba­ren. Für Land­rat Klaus Pa­vel (der Ost­alb­kreis hat die Schirm­herr­schaft und ist Part­ner der Mes­se) ist die­ser Sams­tag ei­ne „tol­le Chan­ce, in vier Stun­den den Wirt­schafts­raum Ost­würt­tem­berg zu er­le­ben“. Man ste­he mo­men­tan vor ei­nem Pro­blem, ei­nem Lu­xus­pro­blem: Es gibt zu we­nig Aus­zu­bil­den­de als künf­ti­ge Fach­kräf­te, das kön­ne so­gar die Kon­junk­tur ne­ga­tiv be­ein­flus­sen. Was Pa­vel be­son­ders freut ist, dass im­mer mehr Be­trie­be und Un­ter­neh­men ih­re Aus­zu­bil­den­den mit­brin­gen, um die Schü­ler zu be­ra­ten oder ih­re Er­fah­run­gen zu schil­dern.

AR­CHIV­FO­TO: MAR­KUS LEH­MANN

Die Aus­bil­dungs- und Stu­di­en­mes­se lockt am Sams­tag ins Be­rufs­schul­zen­trum. Hier prä­sen­tie­ren sich knapp 200 Fir­men.

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