War­um nicht et­was grö­ßer?

iPhone & iPad Life - - TITEL - Text: Hol­ger Sparr

Wenn im Herbst die neu­en iPho­nes und neue iOS-Ver­sio­nen er­schei­nen, blei­ben die iPads meist vor­nehm im Schat­ten, denn ih­re St­un­de schlägt meist schon ei­ni­ge Mo­na­te frü­her. All­ge­mein geht es bei den iPads nicht ganz so hek­tisch zu, man be­hält die Ge­rä­te län­ger und er­war­tet nicht je­des Jahr die Re­vo­lu­ti­on. Doch mit iOS 11 gab es doch ei­ne klei­ne Re­vo­lu­ti­on für das iPad, denn mit dem Dock, ei­ner bes­se­ren Tas­ta­tur und bes­se­rem Mul­ti­tas­king sind die iPads auf dem bes­ten Weg da­zu, zu­min­dest klei­ne­re Note­books mit ih­ren Fä­hig­kei­ten zu über­flü­geln.

Mit oder oh­ne Mo­dem?

Al­le iPads gibt es wahl­wei­se nur mit WLAN oder zu­sätz­lich mit Mo­dem für mo­bi­le Da­ten­ver­bin­dun­gen. Der Auf­preis da­für ist mit et­wa 160 Eu­ro al­ler­dings ex­trem hoch. Wer zu­sätz­lich ein iPho­ne hat, kann auch dies als mo­bi­len Hots­pot nut­zen und sich da­mit auch gleich die zwei­te SIM-Kar­te spa­ren. Al­ter­na­tiv gibt es mo­bi­le UMTS-Rou­ter, die ein klei­nes WLAN auf­span­nen, für ei­nen Bruch­teil.

iPad Pro: Nah am MacBook

Mitt­ler­wei­le gibt es die iPad-Pro-Rei­he schon ei­ne gan­ze Wei­le, doch sie hat maß­geb­li­chen An­teil dar­an, dass man iPads mitt­ler­wei­le auch für ernst­haf­te Ar­beits­werk­zeu­ge und nicht bloß für ver­grö­ßer­te iPho­nes hält. Ei­gent­lich er­set­zen die iPad-Pro-Mo­del­le da­bei nicht das Note­book bei der tro­cke­nen Bü­ro­ar­beit – ob­wohl sich im­mer­hin ei­ne Tas­ta­tur an­schlie­ßen lässt –, son­dern mit dem stets farb­ech­ten True­to­ne-Dis­play und dem sehr gut funk­tio­nie­ren­den App­le Pen­cil geht es eher in die krea­ti­ve Rich­tung.

Das gro­ße iPad Pro mit sei­nem 12,9-Zoll-Dis­play bril­liert da­bei na­tür­lich be­son­ders mit sei­nem rie­si­gen Dis­play, auf dem sich mü­he­los zwei Apps par­al­lel nut­zen las­sen. Al­ler­dings ist es groß, re­la­tiv schwer und auch ziem­lich teu­er. Das klei­ne iPad Pro kommt fast im klas­si­schen For­mat da­her und reicht vor al­lem dann meist voll­kom­men aus, wenn man nicht meh­re­re Apps gleich­zei­tig auf dem Schirm ha­ben möch­te. Der App­le Pen­cil ist, ob­wohl er mit 109 Eu­ro nicht bil­lig ist, ein ge­ra­de für krea­ti­ve

Apps ein un­ver­zicht­ba­res Zu­be­hör. Wer über die An­schaf­fung des sehr teu­ren Smart Key­boards nach­denkt, stößt auf das Ku­rio­sum, dass es die­ses für das 12,9-Zoll-Mo­dell nach wie vor nur in eng­li­scher Ver­si­on gibt, wäh­rend man für das 10,5-Zoll-Mo­dell auch ei­ne deut­sche Ver­si­on be­kommt. Im Ver­gleich mit den an­de­ren iPads sind aber bei­de Pro-Mo­del­le sehr teu­er, zu­mal die Stan­dard-Spei­cher­aus­stat­tung mit 64 Gi­ga­byte für iPads eher am un­te­ren En­de des Sinn­vol­len an­ge­sie­delt sind. Die nächs­te Stu­fe mit 256 GB reicht dann zwar lo­cker aus, da­für muss man aber mit Prei­sen um die 1000 Eu­ro rech­nen.

Die iPads ste­hen im­mer et­was im Schat­ten der iPho­nes, doch mit ih­ren gro­ßen Bild­schir­men bie­ten iPads ganz an­de­re Mög­lich­kei­ten. Die Fra­ge ist nur: Wel­ches un­ter den vier an­ge­bo­te­nen iPad-Mo­del­len ist das rich­ti­ge?

iPad und iPad mi­ni: Viel fürs Geld

Der Griff zum nor­ma­len iPad spart ei­ne Men­ge Geld, denn mit aus­rei­chen­den 128 GB Spei­cher muss man rund 500 Eu­ro in­ves­tie­ren. Da­für ist das Dis­play ge­ring­fü­gig klei­ner und bie­tet nicht die sehr gu­te True­to­ne-Tech­nik, lässt aber, für sich selbst be­trach­tet, kaum et­was ver­mis­sen. Mit dem A9-Pro­zes­sor ist man ge­gen­über den ak­tu­el­len iPho­nes al­ler­dings schon zwei Ge­ne­ra­tio­nen zu­rück, wenn­gleich man bei der Nut­zung we­nig da­von spürt. Ob und wann App­le das „nor­ma­le“iPad wie­der auf ein ak­tu­el­le­res Ni­veau hebt, ist der­zeit nicht be­kannt.

Das gilt lei­der auch für das iPad mi­ni, das einst mit viel Er­folg vor­ge­stellt wur­de, das nun aber schlicht ver­al­tet wirkt. Läp­pi­sche 20 Eu­ro spart, wer noch zum klei­ne­ren und we­sent­lich hand­li­che­ren Mo­dell greift, und muss da­für so­gar noch mit dem A8-Pro­zes­sor vor­lieb­neh­men. Scha­de, dass App­le dem klei­nen iPad of­fen­bar kei­ne gro­ße Be­ach­tung mehr schenkt und ver­mut­lich meint, dass die iPho­ne-Plus-Mo­del­le dies auf Sicht er­set­zen wer­den.

Pro oder nicht Pro?

Der­zeit sind die Pro-Mo­del­le die aktuellsten und für Leis­tungs­hung­ri­ge schon des­halb ers­te Wahl. Geht es aber vor al­lem ums Sur­fen, Kom­mu­ni­zie­ren, das An­schau­en von Fil­men und ein Spiel­chen zwi­schen­durch, rei­chen ab­so­lut auch die klei­ne­ren Mo­del­le. Denn prak­tisch sind iPads im­mer, ob sie nun groß und mäch­tig oder klei­ner sind.

Das iPad Pro ist durch­aus pro­fes­sio­nell, aber we­ni­ger bei tro­cke­ner Bü­ro­ar­beit, son­dern viel­mehr im krea­ti­ven Be­reich.

Mit iOS 11 und des­sen vie­len Neue­run­gen wie dem Dock tritt das iPad ein deut­li­ches Stück wei­ter aus dem Schat­ten der iPho­nes her­aus.

Das nor­ma­le iPad reicht für die meis­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­auf­ga­ben voll­kom­men aus und ist ver­gleichs­wei­se güns­tig zu ha­ben.

Vor al­lem in Ver­bin­dung mit dem App­le Pen­cil eig­nen sich die iPad-Pro-Mo­del­le für ge­stal­te­ri­sche Auf­ga­ben teils bes­ser als Note­books.

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