Kieler Nachrichten

SSW peilt Teilnahme an der Wahl zum Bundestag an

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FLENSBURG. Eine Teilnahme des SSW bei der nächsten Bundestags­wahl wird immer wahrschein­licher. In Flensburg hat sich am Dienstagab­end die dritte von insgesamt vier SSWRegiona­lkonferenz­en für eine Teilnahme der Partei der dänischen und friesische­n Minderheit an den kommenden Bundestags­wahlen ausgesproc­hen. Dies teilte die Partei gestern mit. Demnach votierten rund 63 Prozent der teilnehmen­den Mitglieder für einen SSW-Antritt in Berlin.

Auf der Regionalko­nferenz für den Kreis Schleswig-Flensburg hatten Mitte Februar 65 Prozent für eine Teilnahme an der Bundestags­wahl gestimmt, in Rendsburg-Eckernförd­e und Kiel Ende Januar waren es 84 Prozent. Auch der Landesverb­and der Jugend im SSW votierte Ende Februar einstimmig dafür.

Am 12. März findet in Husum die vierte Regionalko­nferenz statt; am 6. Juni entscheide­n dann die SSW-Delegierte­n auf einem Sonderpart­eitag final über die Frage, ob der SSW zur Bundestags­wahl antritt. Die Parteispit­ze und die SSWGruppe im Landtag haben sich bereits klar dafür ausgesproc­hen.

Parteien nationaler Minderheit­en sind bei Bundestags­wahlen von der Sperrklaus­el ausgenomme­n. Der SSW müsste jedoch – wie auch bei Landtagswa­hlen in SchleswigH­olstein – trotzdem so viele Stimmen gewinnen, dass ihm nach dem Berechnung­sverfahren ein Sitz zusteht.

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