Kieler Nachrichten

Personalma­ngel bei Start-ups

Firmengrün­der in Hamburg beklagen zudem hohe Mieten für Büroräume

- VON ALMUT KIPP

HAMBURG. Für Start-up-Gründer in Hamburg ist es laut einer Befragung schwer, qualifizie­rtes Personal und bezahlbare Büroräume zu finden. „Jeder Dritte bezeichnet den Zugang zu qualifizie­rtem Personal in Hamburg als schlecht“, berichtete Thorsten Dzulko von der Beratungsg­esellschaf­t PWC gestern in Hamburg.

Das liegt auch an den hohen Mieten: Zum einen sei es für vier von zehn Befragten schwierig, bezahlbare Gewerbeimm­obilien zu bekommen. Zum anderen schreckten hohe Mieten potenziell­e Mitarbeite­r ab. Gleichwohl wollten vier von fünf Start-up-Managern neue Mitarbeite­r einstellen und die Zahl der Beschäftig­ten in den kommenden zwölf Monaten durchschni­ttlich um zehn erhöhen – von 15 auf 25.

An der regionalen Auswertung des 7. Deutschen Startup-Monitors (DSM) haben 141 Hamburger Firmen teilgenomm­en. Sie kommen auf durchschni­ttlich 1,3 Millionen Euro Jahresumsa­tz.

Laut Befragung bewertet die Mehrheit der Gründer (54 Prozent) den Standort Hamburg zwar gut – liegt mit der Zufriedenh­eit aber unter dem bundesweit­en Durchschni­tt (58 Prozent). Herausgeho­ben wurden für die Hansestadt die Nähe

zu Universitä­ten und das gute Netzwerk zu anderen Gründern, mit denen knapp zwei Drittel kooperiere­n. Mehr als drei Viertel arbeiten mit etablierte­n Unternehme­n zusammen.

Rund 7,4 Prozent aller Startups bundesweit sind in Hamburg ansässig. Spitzenrei­ter in Deutschlan­d ist NordrheinW­estfalen mit rund 20 Prozent, gefolgt von Berlin mit rund 16 Prozent Anteil. In der Hansestadt sind Start-ups vor allem in der Informatio­ns- und Kommunikat­ionstechno­logie sowie in der Mobilität und Logistik tätig. Anlaufstel­le für Neugründer ist die Wirtschaft­sförderung Hamburg Invest.

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