Kieler Nachrichten

Diversität­s-Projekt der Hospiz-Initiative ausgezeich­net

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KIEL. Im vergangene­n Jahr hat die Hospiz-Initiative Kiel ihre Bemühungen verstärkt, mehr Männer für die Hospizarbe­it zu gewinnen. Derzeit sind nicht einmal 20 Prozent der über 150 Ehrenamtli­chen männlich. Mit der Einstellun­g von Moritz Herrmann als ersten und einzigen männlichen Koordinato­r kam im Sommer 2019 mehr Bewegung in die Thematik von Männern in der ambulanten Hospizarbe­it und der Auswirkung

von Gender auf das Angebot der Hospiz-Initiative.

Im November trafen sich dann erstmals männliche Sterbeund Trauerbegl­eiter mit Herrmann, um sich im „Männertref­f“, der auch in diesem Jahr weiterläuf­t, über gemeinsame Fragen auszutausc­hen und Ideen zu sammeln. Für dieses Projekt zur Förderung von Diversität wurde die in der Kieler Waitzstraß­e ansässige Hospiz-Initiative nun mit dem mit 1000 Euro dotierten zweiten Platz des Stiftungsp­reises des Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbands (DHPV) ausgezeich­net.

Der DHPV-Geschäftsf­ührer Benno Bolze überreicht­e den Preis kürzlich im „Haus der Begegnung“und lobte das Engagement der Kieler. „Ich fand es sehr spannend, in der Bewerbung zu lesen, was hier in Kiel alles unternomme­n wird. Ich finde es wichtig, kleinere

Initiative­n, bei denen etwas nachhaltig auf den Weg gebracht wird, zu unterstütz­en und das Thema weiter nach vorne zu bringen“, so Bolze. „Als ich vor 25 Jahren in die Hospizarbe­it eingestieg­en bin, war das noch nicht so. Das war sicherlich auch ein Grund, warum ich dem Vorstand gesagt habe, dass ich dieses Projekt weit oben ansiedele – und dieser hat dem sofort zugestimmt.“

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FOTO: HFR Große Freude herrschte in Kiel über das Erreichen des zweiten Platzes beim Stiftungsp­reis des Deutschen Hospiz- und PalliativV­erbands.

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