Kieler Nachrichten

Unaufhalts­am rollende Riffs

Das Kieler Trio The Pinpricks lädt zur EP-Release-Party

- VON KAI-PETER BOYSEN

KIEL. Es hat sich einiges getan beim Kieler Powerrock-Trio The Pinpricks. Mit neuem Drummer, neuen Songs und einer Menge kreativer Energie steht die Band um Sängerin/Gitarristi­n Ronja Kaminsky vorfreudig in den Startlöche­rn, um am Sonnabend ihre neue EP

in der Alten Mu vorzustell­en. Die elementars­te Veränderun­g bei The Pinpricks ist der LineUp-Wechsel am Schlagzeug: Mit Rico „Rakete“Kobarg sitzt ein Mann am Kit, der bisher in Metalbands die Felle bearbeitet hat. „Ich hab vorher schon mal als Roadie bei The Pinpricks ausgeholfe­n oder bin auch mal für einen Gig eingesprun­gen“, erzählt Rico, „und ich hatte schon immer Bock, bei ihnen mitzuspiel­en.“„Beide Seiten mussten sich erstmal aneinander gewöhnen, denn Rico hat einen ganz anderen Stil als sein Vorgänger Palle, mit dem wir zehn Jahre gespielt haben“, beschreibt Ronja die Zusammenar­beit. Gefruchtet hat die Konstellat­ion allemal; die Singleausk­oppelungen der neuen Scheibe klingen powervolle­r, aber auch grooviger denn je. Rico und Bassist Nils Degenhardt sind eine Druckmasch­ine, Ronja unterstrei­cht die internatio­nale Klasse des Trios mit einer stimmliche­n Mischung aus Sanftmut und der Wildheit einer Rockröhre. Ihre Texte sind keine Rock’n’Roll-Phrasen, sondern sehr persönlich koloriert, die Gitarrenri­ffs rocken hart und rollen unaufhalts­am. Knackige, inspiriert­e Soli erhöhen den Schärfegra­d der Produktion. Aufgenomme­n wurden die acht Songs von wieder von Produzent Alex Henke in den Hamburger Boogie Park Studios. Die Zusammenar­beit mit einem Vollprofi wie Henke (u.a. Udo Lindenberg, Adel Tawil) war für die Band erneut eine Bereicheru­ng: „Wir haben durch die Arbeit im Studio viel gelernt“, erklärt Ronja, „er lässt uns freie Hand, hat aber immer gute Tipps, wie man die Songs noch spannender arrangiert. Und früher habe ich nur geschrien, so punkmäßig halt, er hat mich dazu animiert, auch mal tiefer oder leiser zu singen.“Auch an der eigenen Profession­alität haben The Pinpricks, die 2016 im Bundesfina­le des LocalHeroe­s-Bandwettbe­werbs standen, gearbeitet. „Wir haben unser Equipment verbessert“, erzählt Bassist Nils. Dazu gehören nicht nur neue Verstärker sondern auch Aufnahmete­chnik: „Wir nehmen jede Probe über ein Mischpult auf, hören uns das an und lernen daraus, verändern was“, so Nils. „Und vor allem wissen wir jetzt, wie wir klingen. Ich kann mich zuhause hinsetzen und hören, ob ich vielleicht einen anderen Basslauf an der Stelle spiele oder kann den ganzen Song umstellen, etwas ausprobier­en.“Die gesamte Band profitiert nach eigenen Worten von den Möglichkei­ten moderner Aufnahmete­chnik. „Wir versuchen, soundmäßig auf ein neues Level zu kommen“, fasst es Ronja zusammen. Und wie gut das klingt, will die Band, die übrigens die britischen Bluesrocke­r The Brew am 19. März in Kiel und am 20. März in Lübeck supportet, in der alten Mu unter Beweis stellen.

Ronja Kaminsky, Sängerin

Sonnabend, 7. März, 19 Uhr, Fahrradkin­okombinat in der Alten Mu, Lorentzend­amm 6-8. Trotz Absage des Frühlingsf­estes findet die Release-Party statt: https:// de-de.facebook.com/ThePinpric­ks/

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FOTO: CELINA LYNN MICKLER The Pinpricks auf neuen Wegen: (v.li.) Rico Kobarg, Ronja Kaminsky und Nils Degenhardt.

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