Kieler Nachrichten

Ein nicht allzu bezaubernd­er Elf

- VON MARTIN SCHWICKERT

Die Welt war einmal voller Magie. Aber dann kam die Glühbirne. Warum komplizier­te Lichtzaube­rsprüche lernen, wenn man einfach nur einen Schalter umlegen muss?

Der neue Pixar-Film „Onward“spielt in einer modernen Welt, die aussieht wie unsere. Nur wird sie von Märchenwes­en bevölkert, die ihre magische Herkunft vergessen haben. Der schüchtern­e Elf Ian quält sich zur Highschool, wo die Mitschüler ihn ignorieren. Er tut sich mit dem jugendlich­en Selbstfind­ungsprozes­s schwer. Aber zu seinem 16. Geburtstag überreicht die Mutter ein Geschenk des toten Vaters: ein Zauberstab samt Gebrauchsa­nweisung, mit dem Daddy für einen Tag aus dem Jenseits zurückgeho­lt werden kann. Aber Zaubern will gelernt sein. Mit seinem dramaturgi­schen Gerüst schickt Regisseur Dan Scanlon den Helden auf eine Reise zu sich selbst. „Onward“, so etwas wie „Die Eiskönigin“für Jungs, denn auch hier wird Geschwiste­rliebe erlittenen Verlusten entgegenge­stellt. Die Magie, die „Onward“ähnlich wie sein weibliches Pendant beschwört, will sich auf der Leinwand nicht herstellen. In visueller Hinsicht bleibt dieser Pixar-Film weit hinter den Standards des Animations­studios zurück.

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FOTO: DISNEY Zwei unterschie­dliche ElfenBrüde­r: Ian und Barley Lightfoot versuchen zu zaubern.

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