Kieler Nachrichten

Haft­stra­fe für den Wach­mann

- Crime · Budelsdorf

KIEL/BÜDELSDORF. Das Ziel der Räu­ber war das Wa­ren­la­ger ei­nes gro­ßen Mo­bil­funk-An­bie­ters. Um sich Zu­gang zu dem Un­ter­neh­men in Büdelsdorf zu ver­schaf­fen, über­fie­len die mas­kier­ten Tä­ter ei­nen Wach­mann und raub­ten ihm die Schlüs­sel. Doch der Coup, der ih­nen Han­dys im Wert von 80 000 Eu­ro ein­brin­gen soll­te, schei­ter­te. Ein Jahr nach dem Über­fall wur­de das Duo jetzt we­gen schwe­ren Rau­bes und ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung ver­ur­teilt. Ge­gen den Draht­zie­her aus Rends­burg ver­häng­te das Kie­ler Land­ge­richt zwei­ein­halb Jah­re Haft. Auch der 41-Jäh­ri­ge war zur Tat­zeit Wach­mann ge­we­sen, ar­bei­te­te aber für ein an­de­res Un­ter­neh­men als sein Op­fer. Der „Kol­le­ge“, den der Draht­zie­her in der Tief­ga­ra­ge der Rends­bur­ger Spar­kas­sen­zen­tra­le zu Bo­den brach­te, wur­de leicht am Kopf ver­letzt und an Hän­den und Fü­ßen ge­fes­selt am Tat­ort zu­rück­ge­las­sen. Das Land­ge­richt sah ei­nen min­der schwe­ren Fall: Die rea­le Beu­te – 70 Eu­ro aus dem Porte­mon­naie des Op­fers – sei ge­ring, zu­dem ha­be der Ge­schä­dig­te den Über­fall „gut weg­ge­steckt“. Der Mit­tä­ter (37) kam mit Be­wäh­rung da­von. Als der Mag­de­bur­ger un­mit­tel­bar nach dem Über­fall auf zwei Zeu­gen stieß, brach er die Ak­ti­on ab. Er leg­te ein Ge­ständ­nis ab und be­kun­de­te glaub­haft Reue.

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