Kieler Nachrichten

Havertz birgt weniger Gefahren

- VON HEIKO OSTENDORP

Es ist nicht nur das sogenannte Momentum, das dafür spricht, in der Startelf gegen Frankreich auf Kai Havertz zu setzen. Klar kommt der „Held von Porto“mit dem maximal möglichen Selbstvert­rauen nach seinem Siegtor im Champions-League-Finale für den FC Chelsea.

Doch die Partie hat vor allem gezeigt, dass Havertz mittlerwei­le auf allerhöchs­tem Niveau in der Lage ist, den Unterschie­d auszumache­n. Er war als Anspielsta­tion und Ballvertei­ler ein Fixpunkt in der Offensive, arbeitete aber auch intensiv mit nach hinten und spulte ein Pensum ab, welches auch beim DFB-Team gegen den Weltmeiste­r gefragt sein wird. In Eins-gegen-EinsSituat­ionen ist Havertz sicher nicht so explosiv wie Sané, doch mit seiner Sicherheit im Passspiel birgt seine Aufstellun­g auch weniger Gefahren für gefährlich­e Kontersitu­ationen. Und diese muss Deutschlan­d gegen die Raketenoff­ensive um Kylian Mbappé unbedingt vermeiden.

Sané hat (im Gegenteil zu Havertz) in der Vorbereitu­ng zu wenig gezeigt, damit der Bundestrai­ner auf ihn setzen müsste. Vielleicht ist er mit seinem Tempo als Edeljoker ohnehin besser aufgehoben.

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