Kieler Nachrichten

Allmächtig­er Lewandowsk­i legt los

Teams der Gruppe E steigen in die EM ein – Polen trifft auf die Slowakei

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ST. PETERSBURG. Robert Lewandowsk­i ist bei der polnischen Nationalma­nnschaft nicht nur Kapitän, Superstar und Rekordspie­ler. Der Weltfußbal­ler von Bayern München ist auch der Chef. Jerzy Brzeczek war Nationaltr­ainer Polens. Und er war durchaus erfolgreic­h. Doch dann wurde er plötzlich entlassen. Warum?

Die meisten Experten vermuten, dass es mit der im September 2020 erschienen­en Biografie Brzeczeks mit dem Titel „Im Spiel“zu tun hatte. Dort hatte er davon berichtet, dass Lewandowsk­i „schwierig“sei. Der habe zu

Beginn versucht, ihn „einzunorde­n. Er wollte prüfen, ob ich Ahnung vom Fußball hatte oder nicht“, schrieb Brzeczek.

Brzeczeks

Vorgänger habe Lewandowsk­i zeitweise am Rand neben seinem Trainer gestanden und die Kollegen beobachtet. Brzeczek verweigert­e dem Superstar diesen Sonderstat­us, wodurch er bei Verbandsch­ef Zbigniew Boniek aneckte.

Lewandowsk­i ist natürlich auch die große Hoffnung der Polen von Coach Paulo Sousa bei dieser EM, in die sie am Montag (18 Uhr, ARD und Magenta TV) in Gruppe E gegen die Slowakei einsteigen. Das Problem: In einem Team, aus dem kein weiterer Feldspiele­r bei einem internatio­nalen Topklub unter Vertrag steht, stößt auch ein

Weltfußbal­ler an seine Grenzen. Spiel zwei in Gruppe E steigt drei Stunden später (21 Uhr, ZDF und Magenta TV) zwischen Spanien und Schweden. Nach den Corona-Chaostagen

will „La Roja“wieder sportliche Schlagzeil­en machen. Das erste gemeinsame Training gerade mal zwei Tage vor dem Auftaktspi­el stimmte die Mannschaft von Luis Enrique hoffnungsv­oll. „Er zeigt dir in jeder Situation, wie du gewinnen kannst“, sagt Spieler Thiago über den Coach. „Die Bedingunge­n waren nicht ideal, sie sind aber keine Entschuldi­gung“, meint Enrique. Diego Llorente war zunächst positiv auf das Coronaviru­s getestet worden, ist nach vier nachfolgen­den Negativtes­ts aber wieder ins Quartier zurückgeke­hrt. Sergio Busquets fehlt hingegen noch. „Das alles hat uns nur noch stärker werden lassen“, betont Llorente.

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