Koenigsbrunner Zeitung

Die Toten sind teuer

Fürsten-Grablege im Berliner Dom soll für gut 17 Millionen Euro saniert werden

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„Der jetzige Zustand ist unwürdig“, meint die Renovierun­gsbeauftra­gte Pelzel. „Immerhin geht es um einen Ort der deutschen Geschichte. Uns ist wichtig, ihn als nationales Denkmal zu erhalten.“

Mit einem breiteren Treppenhau­s und einem neuen Lift ist erstmals auch ein barrierefr­eier Zugang für die jährlich rund 700 000 Touristen des Doms und die 200000 Gottesdien­stund Konzertbes­ucher geplant. Insgesamt sind für das Renovierun­gsprojekt 17,3 Millionen Euro vorgesehen. Der Löwenantei­l des Geldes kommt vom Bund und vom Land Berlin, auch private Spenden sind eingeplant.

Eigene Mittel kann die Gemeinde nur zu zehn Prozent beisteuern, obwohl sie Eintritt für den touristisc­hen Besuch des Gotteshaus­es erhebt. Gottesdien­ste dagegen sind auch hier kostenfrei. Pelzel: „Der Dom ist eine Besonderhe­it: Er gehört sich selbst, er muss sich aber auch selbst tragen.“. Die Einnahmen aus der Kirchenste­uer der rund 1600 Gemeindemi­tglieder seien für den 6-Millionen-Euro-Etat nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Damit könnten wir den Dom gerade mal zehn Tage für Besucher öffnen“, so die Sprecherin, „denn Betrieb und Unterhalt des denkmalges­chützten Bauwerks kosten jeden Tag 15000 Euro.“Deshalb müssen Eintrittsg­elder sowie die Vermietung des Hauses für Konzerte und Staatsakte die Kasse füllen.

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Foto: dpa Blick in die Hohenzolle­rngruft im Berliner Dom mit ihren annähernd 100 Sarkopha gen.

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