Nicht trau­rig sein!

Kruschelpost - - WLSSEN - Von As­sa­ta Frau­ham­mer

ZWIE­BELN

Rei­zen­de Ga­se las­sen die Au­gen trä­nen

Wer kennt es nicht: Es wird ge­kocht und die Kü­che duf­tet schon le­cker nach Essen. Wenn da nur nicht die­se Zwie­bel wä­re, die noch ge­schnit­ten wer­den muss... Denn da bleibt kein Au­ge tro­cken. Vie­le Men­schen müs­sen beim Zwie­bel­schnei­den wei­nen. Doch war­um ist das so?

Wenn du dir ei­ne gan­ze Zwie­bel vors Ge­sicht hältst, pas­siert gar nichts. Erst, wenn die Zwie­bel auf­ge­schnit­ten wird, fan­gen die Au­gen an zu bren­nen und zu trä­nen. Das liegt dar­an, dass durch den Schnitt die Zwie­bel­zel­len ver­letzt wer­den. Zel­len sind die win­zig klei­nen Baustei­ne, aus de­nen al­le Le­be­we­sen be­ste­hen. Je­de Zel­le ei­ner Zwie­bel ent­hält in der äu­ße­ren Schicht ei­nen be­stimm­ten che­mi­schen Stoff, der Isoal­li­in heißt. Im In­ne­ren der Zel­le be­fin­det sich ein an­de­rer Stoff, näm­lich Al­li­i­nase.wird die Zel­le zer­stört, weil du die Zwie­bel an­schnei­dest, kom­men die bei­den Stof­fe mit­ein­an­der in Kon­takt. Da­bei ent­steht ein rei­zen­des Gas. Und wenn das in die Au­gen ge­langt, flie­ßen Trä­nen, die es wie­der hin­aus­schwem­men sol­len. Mit die­ser Ei­gen­schaft will sich die Zwie­bel ei­gent­lich nur schüt­zen: Sie will ver­hin­dern, dass Fress­fein­de wie Na­ge­tie­re oder der Mensch sie auf­es­sen. Bei Mäu­sen funk­tio­niert das auch. Aber wir Men­schen las­sen uns nicht da­von ab­hal­ten – da­für schmeckt die Zwie­bel viel zu gut.

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