In ih­rer ei­ge­nen Welt

Kruschelpost - - TOP-THEMA - Von Ni­na Hen­rich

LE­BEN

Au­tis­ten neh­men ih­re Um­ge­bung und

an­de­re Men­schen an­ders wahr

ei­ne Ma­ma zu knud­deln, über ei­nen Witz dei­ner Schwes­ter zu la­chen oder mit dei­nem Freund Mit­leid zu ha­ben, wenn ihm et­was Doo­fes pas­siert ist – all das ist für dich völ­lig nor­mal. Meis­tens musst du über­haupt nicht dar­über nach­den­ken, du re­agierst ein­fach auf Din­ge, die an­de­re Men­schen ma­chen oder sa­gen. Ganz au­to­ma­tisch, als wür­de

Ddir ei­ne in­ne­re Stim­me stän­dig zu­flüs­tern, was du tun sollst. Bei man­chen Kin­dern und Er­wach­se­nen funk­tio­niert die­se in­ne­re Stim­me aber nicht. Sie kön­nen nicht nach­voll­zie­hen, was ih­re Mit­men­schen den­ken, ver­ste­hen vie­les falsch und ha­ben Pro­ble­me, an­de­ren Men­schen nä­her­zu­kom­men, ih­nen in die Au­gen zu se­hen oder Ge­füh­le zu zei­gen. Die­se Men­schen wer­den Au­tis­ten ge­nannt. Sie sind an­ders als an­de­re Men­schen und vie­len fällt es des­halb schwer, mit ih­nen um­zu­ge­hen. Das Wort Au­tis­mus kommt aus dem Grie­chi­schen. In ihm steckt das grie­chi­sche Wort „selbst“. Da­mit ist ge­meint, dass Au­tis­ten in ih­rer ei­ge­nen Welt, al­so mit sich selbst, le­ben. Er­fah­re, wie das Le­ben für Au­tis­ten ist, wie un­ter­schied­lich sie sind und was ih­nen hilft.

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