Ex­plo­die­ren­de Amei­sen

Kruschelpost - - TOP-THEMA -

Auf der In­sel Bor­neo in Süd­ost­asi­en ha­ben Wis­sen­schaft­ler vor Kur­zem ei­ne ganz be­son­de­re Amei­sen­art ent­deckt. Die­se Art ist die ers­te Neu­ent­de­ckung seit mehr als acht­zig Jah­ren und wort­wört­lich ei­ne Ent­de­ckung mit Knall­ef­fekt. Die Amei­sen­art hat den Na­men „Co­lo­b­op­sis Ex­plo­dens“be­kom­men. Der Na­me ist sehr pas­send, denn die Amei­sen sind tat­säch­lich hoch ex­plo­siv. Bei Ge­fahr kön­nen die Ar­bei­te­rin­nen die­ser Amei­sen­art ih­ren Hin­ter­leib ex­plo­die­ren las­sen. So ver­trei­ben sie ih­re Fein­de, ver­let­zen An­grei­fer oder tö­ten die­se so­gar.

Da­bei pres­sen die Amei­sen ih­ren Kör­per so stark zu­sam­men, dass der da­durch ent­ste­hen­de Druck ih­ren Un­ter­leib zum Plat­zen bringt.

In ih­rem Hin­ter­leib ha­ben die Amei­sen ei­ne gif­ti­ge, kleb­ri­ge, gel­be Flüs­sig­keit. Was ge­nau die­se Flüs­sig­keit so

gif­tig macht, wird noch er­forscht. Die For­scher glau­ben, dass die Amei­sen die­se Flüs­sig­keit auch noch für an­de­re Zwe­cke nut­zen und un­ter­su­chen die Art wei­ter, um al­les über die­se be­son­de­ren Amei­sen her­aus­zu­fin­den.

Die Waf­fe der ex­plo­die­ren­den Amei­se ist sehr ef­fek­tiv. Al­ler­dings be­zahlt die Amei­se ih­ren Ein­satz mit dem Le­ben. Sie sprengt sich in die Luft, um so ih­re Amei­sen­ko­lo­nie vor Fein­den zu schüt­zen. Sie op­fert sich qua­si selbst durch die Ex­plo­si­on, um die Ge­mein­schaft zu be­schüt­zen. (kl)

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