Brü­cke ein­ge­stürzt

Kruschelpost - - NACHRLCHTE­N - Von Andrea Früauff

ITA­LI­EN

Last­wa­gen und Au­tos fie­len in die Tie­fe

In der nord­ita­lie­ni­schen Ha­fen­stadt Ge­nua ist am Di­ens­tag ein Teil ei­ner Au­to­bahn­brü­cke ein­ge­stürzt. Et­wa 100 Me­ter der über ei­nen Ki­lo­me­ter lan­gen Be­ton­brü­cke, die über ein In­dus­trie­ge­biet und den Fluss Pol­ce­ve­ra führ­te, bra­chen weg.

Mit den Brü­cken­tei­len stürz­ten vie­le Last­wa­gen und Au­tos über 40 Me­ter in die Tie­fe, ei­ni­ge da­von in den Fluss. Da­bei ka­men mehr als 30 Men­schen ums Le­ben und vie­le wur­den ver­letzt. Die gan­ze Nacht hin­durch such­ten Ret­tungs­kräf­te nach Über­le­ben­den.

Ex­per­ten un­ter­su­chen jetzt, war­um die mehr als 50 Jah­re al­te Moran­di-brü­cke ein­ge­stürzt ist. Als das Un­glück passierte, ging ge­ra­de ein Ge­wit­ter über die Stadt nie­der und es reg­ne­te in Strö­men. Au­ßer­dem wur­de an der Brü­cke ge­baut. Und ein Bau­kran stand auf der Brü­cke.

Der Ein­sturz hat ei­ne Dis­kus­si­on über den Zu­stand von Au­to­bahn­brü­cken in Ita­li­en aus­ge­löst. Die Au­to­bah­nen dort wer­den nicht vom Staat ge­baut wie bei uns, son­dern von pri­va­ten Fir­men. Vie­le Brü­cken sind in ei­nem schlech­ten Zu­stand, ob­wohl die Au­to­fah­rer in Ita­li­en für die Be­nut­zung der Au­to­bah­nen ei­ne Ge­bühr be­zah­len müs­sen, die Maut. Auch in Deutsch­land wird an vie­len al­ten Brü­cken ge­ar­bei­tet, da­mit sie si­cher für den Au­to­ver­kehr sind und so ein Un­glück wie in Ge­nua nicht pas­siert.

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