Für im­mer Som­mer­zeit?

Kruschelpost - - NACHRLCHTE­N - Von Andrea Früauff

AB­STIM­MUNG

Vie­le Eu­ro­pä­er wol­len kei­ne Zeit­um­stel­lung mehr

Wer hat an der Uhr ge­dreht? Je­des Früh­jahr und je­den Herbst stellt sich die­se Fra­ge aufs Neue. Im März stel­len wir die Zei­ger ei­ne St­un­de vor und im Ok­to­ber wie­der zu­rück. Durch die Zeit­um­stel­lung soll Ener­gie ge­spart wer­den, weil es dann abends län­ger hell ist und man das Licht erst spä­ter ein­schal­ten muss.

Der tat­säch­li­che Nut­zen ist al­ler­dings um­strit­ten. Ein Vor­teil der Som­mer­zeit ist, dass es we­ni­ger Ein­brü­che und Ver­kehrs­un­fäl­le gibt, wenn es län­ger hell bleibt. Ein Nach­teil ist, dass vie­le Leu­te und auch Tiere mit der Zeit­um­stel­lung nicht gut zu­recht­kom­men. Die Kü­he im Stall ha­ben Hun­ger, auch wenn laut Uhr noch kei­ne Füt­te­rungs­zeit ist. Man­che Men­schen sind in der Wo­che nach der Zeit­um­stel­lung mü­de oder kön­nen nicht gut ein­schla­fen.

In Deutsch­land gibt es die Som­mer­zeit seit 1980. Seit 1996 stel­len al­le Län­der in der Eu­ro­päi­schen Uni­on die Uh­ren um. Nun hat die EU ei­ne Um­fra­ge im In­ter­net ge­macht, an der al­le 513 Mil­lio­nen Eu-bür­ger teil­neh­men durf­ten. Aber nur et­wa 4,6 Mil­lio­nen Leu­te stimm­ten ab. Die meis­ten wol­len die Zeit­um­stel­lung ab­schaf­fen. Sie hät­ten ger­ne im­mer Som­mer­zeit, auch im Win­ter. Eu-kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean-clau­de Juncker (Fo­to) nahm sich das zu Her­zen und sag­te: „Die Men­schen wol­len das – wir ma­chen das.“Es könn­te al­so sein, dass bald kei­ner mehr an der Uhr dre­hen muss.

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