War­um heißt es „Gän­se­füß­chen“?

Kruschelpost - - WLSSEN -

Wenn man je­man­den zi­tiert, al­so et­was auf­schreibt, das ei­ne an­de­re Per­son ge­sagt hat, setzt man es in An­füh­rungs­zei­chen – zwei Stri­che je­weils am Satz­be­ginn und Sat­zen­de. Da­zu sa­gen man­che auch Gän­se­füß­chen. Frü­her gab es da­für noch an­de­re Na­men wie Ha­se­nöhr­chen. Durch­ge­setzt hat sich aber der Be­griff Gän­se­füß­chen, den der deut­sche Dich­ter Je­an Paul im 19. Jahr­hun­dert oft in sei­nen Wer­ken ver­wen­de­te. Er woll­te sich da­mit über die Ge­lehr­ten lus­tig ma­chen, die in ih­ren Wer­ken vor al­lem an­de­re Leu­te zi­tier­ten und gar kei­ne ei­ge­nen Ge­dan­ken nie­der­schrie­ben. Und mit et­was Fan­ta­sie se­hen die Satz­zei­chen wirk­lich aus wie Gän­se­fü­ße. (nig)

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