Kai­ser­wech­sel in Ja­pan

Kruschelpost - - NACHRLCHTE­N - Von Nicole Hau­ger

Kai­ser Aki­hi­to gibt sein Amt an Sohn N

Ja­pan hat ei­nen neu­en Kai­ser. Nor­ma­ler­wei­se bleibt ein Ten­no, wie der Kai­ser in Ja­pan auch ge­nannt wird, bis zu sei­nem Tod im Amt. Doch dem 85-jäh­ri­gen Aki­hi­to geht es ge­sund­heit­lich nicht gut, des­halb hat er sein Amt an Sohn Na­r­u­hi­to ab­ge­ge­ben.

Ja­pan ist das letz­te Land, das dem Ti­tel nach ei­nen Kai­ser hat. Po­li­tisch spielt

er kei­ne gro­ße Rol­le, denn Ja­pan ist ei­ne De­mo­kra­tie wie Deutsch­land. Das heißt, es gibt ei­ne vom Volk ge­wähl­te Re­gie­rung, die die Ge­set­ze fest­legt, die in dem Land gel­ten. Der Kai­ser hat al­so kei­ne re­gie­ren­de Funk­ti­on im Land, den­noch wird er von sei­nem Volk sehr ver­ehrt. Er be­sucht die Men­schen, wenn et­was Schlim­mes wie bei­spiels­wei­se ei­ne Na­tur­ka­ta­stro­phe pas­siert. Dann setzt er sich für die Op­fer ein, spen­det Trost, macht ih­nen Hoff­nung und gibt ih­nen ein Ge­fühl von Ge­bor­gen­heit. Der ja­pa­ni­sche Kai­ser lebt in To­kio zu­rück­ge­zo­gen in ei­ner gro­ßen, we­nig prunk­vol­len Pa­last­an­la­ge, die Be­su­cher teil­wei­se be­sich­ti­gen kön­nen.

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