Es ist nicht al­les Gold, was glänzt

Kruschelpost - - NACHRLCHTE­N -

Es sieht aus wie Gold, ist aber nicht so kost­bar: Kat­zen­gold hat we­der mit Kat­zen noch mit Gold et­was zu tun, son­dern ist ein in der Na­tur häu­fig vor­kom­men­des Mi­ne­ral–näm­lich­py­rit.

We­gen sei­nes me­tal­li­schen Glan­zes und sei­ner gol­de­nen Far­be wur­de und wird Py­rit häu­fig mit Gold ver­wech­selt. An­ders als ech­tes Gold ist Py­rit al­ler­dings we­sent­lich här­ter als das Edel­me­tall und des­halb nicht so gut form­bar. Für die Schmuck­her­stel­lung ist es da­her un­in­ter­es­sant. Sein ver­lo­cken­der, aber trü­ge­ri­scher gol­de­ner Glanz brach­te dem Py­rit den volks­tüm­li­chen Na­men Kat­zen­gold ein, was sich von dem Wort „Ket­zer“ab­lei­tet – so wur­den im Mit­tel­al­ter Men­schen be­zeich­net, die ei­nem Irr­glau­ben an­hin­gen. Wenn du un­ter­wegs beim Spa­zie­ren­ge­hen oder beim Gold­wa­schen auf ei­nen Klum­pen Py­rit stößt und wis­sen willst, ob es nicht viel­leicht doch ech­tes Gold ist, kannst du ein­fach fol­gen­den Test ma­chen: Rei­be den St­ein über wei­ße un­gla­sier­te Ke­ra­mik oder Por­zel­lan, zum Bei­spiel die raue Un­ter­sei­te ei­nes Tel­lers oder ei­ner Flie­se. Schim­mert der Strich bzw. der Abrieb nicht gol­den oder ver­ur­sacht er gar Krat­zer, ist es höchst­wahr­schein­lich kein Gold. (nig)

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