Je­men-krieg: Täg­lich mehr als 100 To­te

Lübecker Nachrichten - - POLITIK -

Genf. Je­den Tag wer­den im Bür­ger­kriegs­land Je­men durch Kämp­fe und Luft­schlä­ge im Durch­schnitt 123 Men­schen ver­letzt oder ge­tö­tet. Das be­rich­te­te das Un-flücht­lings­hilfs­werk UNHCR am Frei­tag in Genf.

Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) ging schon En­de Au­gust von mehr als 68 000 To­ten und Ver­letz­ten seit Aus­bruch der Kämp­fe im März 2015 aus.

Tau­sen­de wei­te­re sind durch Man­gel­er­näh­rung, kriegs­be­dingt aus­ge­bro­che­ne Krank­hei­ten wie Cho­le­ra so­wie we­gen feh­len­der Me­di­ka­men­te oder ärzt­li­cher Be­treu­ung ums Le­ben ge­kom­men. Dar­un­ter wa­ren nach An­ga­ben des Un-kin­der­hilfs­werks Unicef mehr als 6000 Kin­der. Ei­ne lü­cken­lo­se Do­ku­men­ta­ti­on des wah­ren Aus­ma­ßes ist kaum mög­lich, da An­ga­ben über To­des­fäl­le nicht im­mer die Be­hör­den oder hu­ma­ni­tä­re Hel­fer er­rei­chen.

Das Un-bü­ro für Men­schen­rech­te hat be­stä­tig­te An­ga­ben über min­des­tens 6900 To­te und 10800 Ver­letz­te durch die Kriegs­hand­lun­gen, wie ei­ne Spre­che­rin in Genf sag­te. Die wah­re Zahl lie­ge aber ver­mut­lich deut­lich hö­her, be­ton­te sie.

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