Wann kom­men Kin­der­vor­le­sun­gen zu­rück?

Neue Ver­an­stal­tungs­for­ma­te wer­den wohl erst ab Som­mer 2019 klap­pen

Lübecker Nachrichten - - LOKALES -

Lü­beck. Es war ein Ab­schied mit Knall­ef­fekt, di­rekt bei der Be­rufs­feu­er­wehr – nicht nur we­gen der Flam­men und Ex­plo­sio­nen, son­dern auch hin­sicht­lich der fi­na­len In­for­ma­ti­on. „Die­se Vor­le­sung ist nicht nur die letz­te in die­sem Jahr, son­dern zugleich der end­gül­ti­ge Ab­schluss un­se­rer Mi­ni­mas­ter-rei­he“, teil­te Su­san­ne Ka­si­mir den Kin­dern und El­tern En­de Ok­to­ber mit. Die städ­ti­sche Wis­sen­schafts­be­auf­trag­te war zu­sam­men mit ih­rem klei­nen Team neun Jah­re lang die Kon­stan­te für die­se all­jähr­lich statt­fin­den­de, er­folg­rei­che mehr­tei­li­ge Kin­der­vor­le­sungs-se­rie.

So wa­ren im Schnitt rund 100 jun­ge For­scher zwi­schen acht und zwölf Jah­ren bei je­der der ins­ge­samt über 50 Vor­le­sun­gen da­bei. Der Op­ti­mis­mus, den Spon­sor Hans-jo­chen Arndt noch im Früh­jahr an den Tag ge­legt hat­te, be­wahr­hei­te­te sich al­so nicht. „Ich ha­be die Hoff­nung, dass wir für 2019 eben­falls et­was auf die Bei­ne stel­len kön­nen“, sag­te der Vor­sit­zen­de der Wes­sel-stif­tung (die LN be­rich­te­ten).

Ei­gent­lich soll­ten die Lü­be­cker Hoch­schu­len seit Som­mer den Staf­fel­stab über­nom­men ha­ben, um Wis­sen­schaft ver­ständ­lich in die Öf­fent­lich­keit zu tra­gen. So wur­de es je­den­falls auf dem Uni-jah­res­emp­dings fang im Mai ver­kün­det. Stich­wort „Kon­zept­pa­pier Lü­beck Hoch 3“, das auch den „Ma­xi-mas­ter“qua­si als Nach­fol­ger des „Mi­ni­mas­ter“ent­hält. „Die Kon­zep­ti­on der drei Hoch­schu­len ist in­zwi­schen als An­trag bei der Pos­sehl-stif­tung ein­ge­reicht wor­den“, weiß Ele­na Vogt, die stell­ver­tre­ten­de Pres­se­spre­che­rin der Uni, zu be­rich­ten. Mit dem Ge­mein­schafts­pro­jekt „Lü­beck Hoch 3“wol­len Uni, TH und Mu­sik­hoch­schu­le die Ver­net­zung der Hoch­schu­len mit der Ge­sell­schaft ver­tie­fen und bür­ger­nah die Er­geb­nis­se und den Wert von Wis­sen­schaft und Kul­tur ver­mit­teln, er­gänzt sie. Ei­ne Idee, die mit dem Ge­winn des Ti­tels „Stadt der Wis­sen­schaft“2012 an die Tra­ve kam.

Man wol­le neue Pro­jek­te star­ten und be­währ­te For­ma­te fort­set­zen. Ob zum Bei­spiel auch die po­pu­lä­re „Nacht der La­bo­re“oder der er­folg­rei­che „Tag der Wis­sen­schaft“in St. Pe­tri wie­der­be­lebt wer­den, kön­ne sie je­doch nicht sa­gen. Der von ihr ge­äu­ßer­ten Aus­sicht, dass al­le Be­tei­lig­ten auf ei­nen Start von „Lü­beck Hoch 3“zum Jah­res­be­ginn 2019 hof­fen, muss Pos­sehl-stif­tungs­vor­stand Max Schön al­ler- ent­ge­gen­tre­ten. „Der Vor­gang liegt uns vor, und wir sind nach ei­ner ers­ten Prü­fung über­ein­ge­kom­men, dass es da­zu noch­mals ein Ge­spräch mit den drei Prä­si­di­en ge­ben wird. Die­ses Ge­spräch wird im Ja­nu­ar statt­fin­den und an­schlie­ßend wer­den sich dann un­se­re Gre­mi­en da­mit be­fas­sen“, so Schön. Wahr­schein­lich lau­fe es auf die ent­schei­den­de Vor­stands­sit­zung im März 2019 hin­aus. Ab­ge­nickt hat die Stif­tung al­ler­dings schon die wei­te­re För­de­rung des städ­ti­schen Wis­sen­schafts­pfa­des auf der Alt­stadt­in­sel, der eben­falls 2012 ent­stan­den ist.

Dass in dem Kon­zept­pa­pier von Uni, TH und MHL die Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie – als die vier­te Hoch­schu­le der Han­se­stadt – kei­ne Be­rück­sich­ti­gung ge­fun­den hat, sieht Pres­se­spre­cher Tors­ten Tie­de­mann ent­spannt. „Die Bun­des­po­li­zei be­fin­det sich seit et­wa zwei Jah­ren in der größ­ten Ein­stel­lungs- und Aus­bil­dungs­of­fen­si­ve ih­rer Ge­schich­te. Des­halb muss­ten wir uns lei­der erst­mal zu­rück­zie­hen“, lie­fert er die Er­klä­rung. Bei al­ler Un­ge­wiss­heit soll­ten sich al­le In­ter­es­sier­ten ein Da­tum für das Jahr 2019 vor­mer­ken: Am 15. Ju­ni wird am Mönk­ho­fer Weg das zen­tra­le Cam­pus­fest zu „50 Jah­ren Fach­hoch­schu­len“ge­fei­ert. mho

FO­TO: LUTZ ROESS­LER

Star­te­ten op­ti­mis­tisch ins Jahr (v. l.): Hans-jo­chen Arndt, Su­san­ne Ka­si­mir so­wie ihr da­ma­li­ger Kol­le­ge Tho­mas von Mas­sow.

FO­TO: HEN­RICH

So­ab­re Ouat­ta­ra aus Lü­beck tritt am Sonn­abend zur Wahl des Mis­ter Ger­ma­ny an.

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