Städ­ti­sches Gym­na­si­um eva­ku­iert

Großeinsatz in Bad Se­ge­berg: We­gen ei­ner Ver­puf­fung im Che­mie­raum der Schu­le rück­te am Vor­mit­tag die Feu­er­wehr mit an. Ver­letzt wur­de bei dem Vor­fall nie­mand.

Lübecker Nachrichten - - LOKALES - Von Ire­ne Burow

Bad Se­ge­berg. Feu­er­alarm: Das Städ­ti­sche Gym­na­si­um Bad Se­ge­berg ist Frei­tag­mit­tag eva­ku­iert wor­den. Grund war ei­ne Ver­puf­fung im Che­mie­raum mit Rauch­ent­wick­lung. Nie­mand wur­de ver­letzt. Ge­gen 12.15 Uhr wur­de die Feu­er­wehr zu dem Ein­satz ge­ru­fen. Der An­ru­fer mel­de­te ei­ne Ver­rau­chung im Be­reich des Che­mie­vor­be­rei­tungs­rau­mes, wo­durch auch die Brand­mel­de­an­la­ge aus­ge­löst hat­te.

„Vor­ge­fun­den wur­de ein Topf nach dem Ab­ko­chen, oh­ne Was­ser“, sag­te Ein­satz­lei­ter Mark Zie­lin­ski vor Ort. Der Kunst­stoff­griff und che­mi­sche Sub­stan­zen in dem Raum ga­ben ihr Üb­ri­ges – so dass die Brand­mel­de­an­la­ge Alarm aus­lös­te. Mit ei­ner Wär­me­bild­ka­me­ra war die Ur­sa­che für die Feu­er­wehr­leu­te un­ter Atem­schutz schnell ge­fun­den. Be­sorg­te El­tern war­te­ten zu­nächst vor dem Ge­bäu­de, das bei­na­he leer schien, wäh­rend Ein­satz­kräf­te aus meh­re­ren Lösch­fahr­zeu­gen in die Schu­le eil­ten und Schläu­che ver­leg­ten. Auch die Dreh­lei­ter aus Wahlstedt wur­de si­cher­heits­hal­ber an­ge­for­dert, zu­dem der Ret­tungs­dienst und die Po­li­zei zur Ein­satz­stel­le ent­sandt.

Hun­der­te Schü­ler und Leh­rer hat­ten sich beim Ein­tref­fen der ers­ten Kräf­te hin­ter dem Ge­bäu­de auf dem Sam­mel­platz ein­ge­fun­den. Je­doch nicht al­le: Im äu­ße­ren Ober­stu- fen­ge­bäu­de wur­de – für man­chen ver­wun­der­lich – flei­ßig wei­ter­ge­ar­bei­tet. Im strö­men­den Re­gen kehr­ten kur­ze Zeit spä­ter al­le wie­der zu­rück. „Das Ge­bäu­de ist vor­bild­lich eva­ku­iert wor­den“, lob­te Ein­satz­lei­ter Mark Zie­lin­ski.

We­nig spä­ter konn­ten die Schü­ler ih­re Ta­schen aus den Räu­men ho­len, au­ßer im na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Trakt. Dort wur­de noch ge­lüf­tet. Be­stä­tigt hat­te sich schließ­lich Rauch­ent­wick­lung in ei­nem Klas­sen­raum und dem Vor­be­rei­tungs­raum Che­mie. Bür­ger­meis­ter Die­ter Schönfeld war schon drauf und dran, zum Ein­satz­ort zu ei­len. Doch es konn­te Ent­war­nung ge­ge­ben wer­den, da der Aus­lö­ser sich als Was­ser­dampf und et­was Kunst­stoff­rauch ent­pupp­te.

Hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand soll die Feu­er­wehr nicht be­geis­tert ge­we­sen sein, dass nicht al­le Schü­ler das Ge­bäu­de im Zu­ge des Alarms ver­las­sen hat­ten. Die Ober­stu­fe schreibt der­zeit ihr Vo­rab­itur.

„Wir sind sehr be­son­nen vor­ge­gan­gen. Auf­grund der ho­hen Schü­ler­zahl war der Ein­satz et­was grö­ßer auf­ge­zo­gen“, sag­te Zie­lin­ski. Im Ein­satz wa­ren die Feu­er­wehr Bad Se­ge­berg mit 36 Ein­satz­kräf­ten und die Feu­er­wehr Wahlstedt mit 13 Ein­satz­kräf­ten. Ob zum Zeit­punkt der Alar­mie­rung am En­de der fünf­ten St­un­de im Raum ex­pe­ri­men­tiert wur­de, blieb zu­nächst of­fen. Zur Scha­dens­hö­he wur­de kei­ne Aus­sa­ge ge­macht.

FO­TOS: IRE­NE BUROW

Feu­er­alarm am Städ­ti­schen Gym­na­si­um Bad Se­ge­berg. Hun­der­te Schü­ler muss­ten am Vor­mit­tag das Ge­bäu­de ver­las­sen. Ver­letz­te gab es nicht.

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