Fro­he Fa­mi­lie Weih­nach­ten im Wald

Im Ad­vent ste­hen bei Fa­mi­lie He­sen al­le Zei­chen auf Har­mo­nie und Herz­lich­keit. Zu­sam­men ver­wan­deln sie ihr Zu­hau­se in ein eben­so fei­er­li­ches wie ge­müt­li­ches Win­ter­wun­der­land.

Landhaus Living - - Landhäuser - TEXT Mie­ke Ven­del/Heike Heel• FOTOS Ivar Jans­sen/Fea­tures & Mo­re

Welche­ist dei­ne liebs­te Jah­res­zeit? Stellt man der Hol­län­de­rin Es­t­her He­sen und ih­ren Töch­tern die­se Fra­ge, kommt die Ant­wort um­ge­hend und wie aus ei­nem Mund ge­träl­lert: „Die Weih­nachts­zeit!“Und die macht sich die Fa­mi­lie in ih­rem Haus im Wald von He­gel­som in Lim­burg dann auch rich­tig ge­müt­lich. Das stil­vol­le Am­bi­en­te wird in je­dem Raum mit pas­sen­der Weih­nachtsDe­ko lie­be­voll er­gänzt. Die Ge­schwis­ter ver­wan­deln die Kü­che in ei­ne Back­stu­be und flu­ten die Flu­re mit dem Duft von fri­schem Ge­bäck. Nach und nach fül­len sich die Be­stän­de an hüb­schem Geschenkpapier und wann im­mer al­le bei­sam­men sind, wird die be­sinn­li­che Zeit in vol­len Fa­mi­li­en­zü­gen ge­nos­sen. Ge­nau­so mär­chen­haft wie die ge­gen­wär­ti­ge Si­tua­ti­on ge­stal­te­te sich einst auch der Kauf des Hau­ses. „Als wir un­ser Haus zum ers­ten Mal sa­hen, wa­ren Mar­cel und ich noch Te­enager. Wir fuh­ren Rad statt Au­to“, er­in­nert sich Es­t­her. „Ich stand vor mei­nem ab­so­lu­ten Traum­haus. Das wuss­te

ich so­fort.“Die Lie­be war jung und das Kon­to nicht prall ge­nug ge­füllt, um das zum Ver­kauf ste­hen­de An­we­sen mit dem zu­ge­wu­cher­ten Grund­stück tat­säch­lich zu er­wer­ben. Doch die ro­man­ti­sche Vor­stel­lung des Paa­res wirk­lich ir­gend­wann in die­sem ver­win­kel­ten, zwei­stö­cki­gen Haus zu le­ben und dort ei­ne Fa­mi­lie zu grün­den, wuchs und wuchs. Fünf Jah­re spä­ter wag­ten bei­de ei­nen ers­ten Blick in das In­ne­re des Hau­ses, das im­mer noch zu ha­ben war. So­fort bahn­te sich die blü­hen­de Fan­ta­sie des Paa­res ih­ren Weg durch all den Schutt und Staub so­wie die rus­ti­ka­le Ein­rich­tung der Vor­be­sit­zer und die bei­den kauf­ten das An­we­sen. Mar­cel, der als Pro­jekt­ma­na­ger ar­bei­tet, rea­li­siert pri­vat ger­ne sei­ne ganz ei­ge­nen Pro­jek­te. „Für mei­nen Mann gibt es kei­ne grö­ße­re Her­aus­for­de­rung, als

„Der Ad­vent ist für uns als Fa­mi­lie ei­ne wich­ti­ge Zeit. Wir sind so dank­bar, dass wir uns ha­ben.“

„Man­che Mö­bel sind noch vom Vor­be­sit­zer, denn wir lie­ben das Kom­bi­nie­ren von Al­tem und Neu­em. “

die Traum­wel­ten, die er in sei­nem Kopf baut, tat­säch­lich zu ver­wirk­li­chen. Oder die Traum­wel­ten, die ich in sei­nen Kopf pflan­ze“, er­gänzt sei­ne Frau. Die Kran­ken­schwes­ter war mit Töch­ter­chen Ja­mie schwan­ger, als die Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten in vol­lem Gan­ge wa­ren. Wäh­rend Mar­cel die Är­mel hoch­krem­pel­te, kon­zen­trier­te sie sich auf die In­nen­aus­stat­tung. Zur Gestal­tung des In­te­ri­ors ließ sich das Paar von der Raum­aus­stat­te­rin Wil­ma Cus­ters be­ra­ten. Die bei­den Frau­en ha­ben St­un­den in Mö­bel­häu­sern, Con­cept- und Vin­ta­ge-Sto­res oder vor den Farb­pa­let­ten im Bau­markt zu­ge­bracht. Nichts wur­de dem Zu­fall über­las­sen und jetzt passt al­les wun­der­bar zu­sam­men. Mö­bel und Wän­de, ja so­gar die Kü­chen­schrän­ke wur­den in ei­nem sanf­ten Grau ge­stri­chen. Da­ne­ben do­mi­nie­ren

Bei­ge- und Cre­me-Tö­ne, hier und da durch­bro­chen vom Braun der Höl­zer und dunk­len Bo­den­flie­sen in An­thra­zit. Da der Pin­sel der Krea­ti­vi­tät nicht all­zu tief in die Viel­falt der Farb­pa­let­te ge­tunkt wur­de, lässt sich die har­mo­ni­sche Ba­sis ganz nach Her­zens­lust um­de­ko­rie­ren. Im Ad­vent er­strahlt das Am­bi­en­te in ge­dimm­tem Licht und die hüb­schen De­ko-Still­le­ben auf den Re­ga­len und Kom­mo­den be­kom­men vor­über­ge­hend weih­nacht­li­che Be­glei­ter zur Sei­te ge­stellt. Wenn dann die in­di­vi­du­ell ver­pack­ten Ge­schen­ke un­ter dem Baum lie­gen, fin­det das Fest sei­nen Hö­he­punkt. „Im letz­ten Jahr hat­ten wir kei­nen ech­ten Baum“, er­zählt Es­t­her. „Der Aus­flug in die Mo­der­ne hat uns nicht ge­fal­len. Wir keh­ren zu­rück zur Tra­di­ti­on.“War­um auch nicht? Die fahr­rad­fah­ren­den Te­enager von einst ha­ben längst ih­ren Stil ge­fun­den, und der be­darf kei­ner Ex­pe­ri­men­te mehr.

FESTLICHES FUN­KELN Je­des lie­be­voll aus­ge­such­te Stück ist ein leuch­ten­der Stern am De­ko-Him­mel.

STAND­HAFT Im Wohn­zim­mer for­mie­ren sich Klein­mö­bel zu vie­len mo­bi­len Abla­ge­flä­chen, die im Nu weg ge­räumt sind.

ÄUSSERLICHKEITEN UND IN­NE­RE WER­TE Schon die Ver­pa­ckung ist Teil des Ge­schen­kes, denn hier hat sich je­mand viel Mü­he ge­ge­ben.

KÜCHENFEE Ni­na backt und kocht gern. An Hei­lig­abend ist sie mit ih­rer Schwes­ter für das Me­nü ver­ant­wort­lich.

ZUM KU­GELN Hin­ter der selbst ge­mach­ten Holz­per­len­ket­te rei­hen sich in Pa­pier­form so ei­ni­ge Er­in­ne­run­gen auf.

KU­LI­NA­RI­SCHE KUNST­WER­KE Die Cup­ca­kes sind mit Lie­be ge­macht.

TON IN TON Die Bett­wä­sche passt ganz wun­der­bar zur Wand­far­be von Car­te Co­lo­ri. Das ist na­tür­lich Ab­sicht.

NA­TÜR­LICH SCHÖN Das hübsch in­sze­nier­te Still­le­ben va­ri­iert je nach Jah­res­zeit. Was im­mer bleibt sind die Vin­ta­ge-Bil­der.

IM HANDUMDREHN In ih­rer DIY-Ecke fühlt sich die krea­ti­ve Ja­mie sicht­lich wohl. Wim­pel­ket­ten Un­ter dem Jahr wer­denJetzt gilt und Traum­fän­ger ge­bas­telt. zu ver­pa­cken es, die Ge­schen­ke hübsch

SCHMUCKKÄSTCHEN Die Holz­ver­tä­fe­lung legt sich wie ein schüt­zen­der Arm um Ja­mies Bett und sorgt für si­che­ren Schlaf.

MAN­TRA Ein­fach im Bett blei­ben? War­um nicht, es ist ja so schön hier.

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