Al­les ist er­leuch­tet Weiß wie Schnee

Der Ad­vent be­ginnt bei Mi­kae­la und Jo­han­nes Jo­hans­son be­reits im No­vem­ber. Die bei­den kön­nen es kaum er­war­ten, ihr Traum­haus fest­lich fun­keln zu se­hen.

Landhaus Living - - Landhäuser - TEXT Jes­si­ca Holm/Heike Heel • FOTOS Ka­rin Jo­hans­son/Hei­di Hol­ding

Zu­hau­se bei Mi­kae­la und Jo­han­nes Jo­hans­son ist ei­nem beim Über­schrei­ten der Tür­schwel­le so­fort win­ter­lich und weih­nacht­lich zu­mu­te. Die kom­plett in Weiß ge­hal­te­nen Wän­de, Bö­den und Pols­ter­mö­bel er­in­nern gera­de hier in Schweden an ei­ne dich­te Schnee­de­cke. Nur ist die­se nicht zum frös­teln kalt. Als das Paar das zwei­stö­cki­ge Haus vor vier Jah­ren kauf­te, sah das al­les noch ganz an­ders aus. Die Fas­sa­de war in dunk­lem Braun, die Fens­ter­rah­men in Schwarz ge­stri­chen. Im In­ne­ren hat­te sich ei­ne drü­cken­de Schwe­re breit ge­macht, es gab vie­le Räu­me und kaum Licht. „Es stimmt schon, das Haus, das wir kauf­ten, ent­sprach nicht wirk­lich un­se­rem Ge­schmack“, er­zählt Mi­kae­la. „Aber wenn du so­wie­so viel ma­chen musst, dann kannst du auch al­les so ge­stal­ten, wie es dir am bes­ten ge­fällt.“Mit die­ser po­si­ti­ven Grund­ein­stel­lung gin­gen die bei­den schließ­lich ans Werk. Heu­te er­in­nert der gelb-weiß ge­stri­che­ne Familiensitz wie­der mehr an die re­gio­nal­ty­pi­schen Schwe­den­häu­ser, wie sie An­fang des 20. Jahr­hun­derts die Land­stri­che säum­ten. Im In­ne­ren hat es sich der weit über die Lan­des­gren­zen hin­aus be­kann­te Skan­di­na­vi­sche Wohn­stil ge­müt­lich ge­macht. Es ge­nüg­te dem Paar aber nicht, le­dig­lich mit der Farb­rol­le über die

Wän­de und Bö­den zu ge­hen, um al­les in ein wohn­li­che­res Weiß zu tau­chen. „Wir woll­ten vor al­lem mehr Licht“, er­in­nert sich Mi­kae­la. „Al­les soll­te noch hel­ler sein.“Vor al­lem das un­te­re Stock­werk, in dem sich der Ein­gangs­be­reich, die Kü­che und das Wohn­zim­mer be­fin­den, soll­te op­tisch viel grö­ßer wir­ken. Hier­für wur­den ein­zel­ne Wän­de ent­fernt oder mit neu ein­ge­pass­ten Fens­tern ver­se­hen. Jetzt kann man schon beim nach Hau­se kom­men vom Ein­gangs­be­reich aus se­hen, ob in der Kü­che be­reits das Abend­es­sen auf dem Herd kö­chelt. Für die Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten wur­de wie wild nach al­ten ori­gi­na­len Bau­stof­fen ge­stö­bert. „Wenn wir nichts al­tes fin­den konn­ten, ha­ben wir bei den Neu­käu­fen akri­bisch dar­auf ge­ach­tet, dass sie we­nigs­tens alt und ge­braucht aus­sa­hen“, er­klärt Jo­han­nes. Und was von der Far­be her nicht pass­te, wur­de weiß ge­stri­chen. Die schnee­far­be­ne Ba­sis des In­te­ri­ors spielt gera­de in der Weih­nachts­zeit ei­ne wich­ti­ge Rol­le. „Es sieht im­mer ein we­nig wie in ei­ner Win­ter­land­schaft aus. Und der ver­lei­hen wir jetzt ge­mein­sam ei­nen fest­li­chen Touch“, so Mi­kae­la, die im­mer schon im No­vem­ber an­fängt, die Schät­ze der Weih­nachts­kis­ten im Haus zu ver­tei­len. Mit ih­ren Töch­tern Elis und Liv hat sie die bes­ten Weih­nachts­wich­tel an ih­rer Sei­te, die sie sich für die­sen Job vor­stel­len kann. Rot und Grau sind

die Ever­greens der fest­li­chen De­ko. So­fa­kis­sen, Bett­wä­sche, Stoff­pup­pen oder Pa­pier-De­ko sind in je­dem Jahr die Re­prä­sen­tan­ten die­ser Farb­kom­bi. „Beim Baum­schmuck und dem Geschenkpapier den­ke ich mir aber im­mer et­was Neu­es aus“, er­klärt die krea­ti­ve Ma­ma. Fun­keln die Ku­geln in der Fich­te gold- und sil­ber­far­ben, dann glit­zern auch die Ge­schen­ke un­ter dem Baum in die­sen Far­ben. Das har­mo­ni­sche Bild ist al­ler­dings nie von lan­ger Dau­er. Denn so­bald die Ver­wand­ten von Mi­kae­la am Weih­nachts­tag ein­tref­fen, darf aus­ge­packt wer­den. Am nächs­ten Mor­gen geht es dann mit Sack und Pack an die West­küs­te Schwe­dens, zu den El­tern von Jo­han­nes. Auch das ist ei­ne Fa­mi­li­en­tra­di­ti­on. „Gera­de an Weih­nach­ten mö­gen wir un­se­re Ri­tua­le“, er­klärt er. Und da­von gibt es so ei­ni­ge: Der äl­tes­te Weih­nachts­schmuck be­kommt den schöns­ten Platz im ge­lieb­ten Zu­hau­se, Freun­de kom­men zum Ba­cken vor­bei und dann wird ge­mein­sam ge­schlemmt und ge­sun­gen. Es ist bei­na­he so, als sä­ßen al­le auf ei­ner wei­ßen Weih­nachts­wol­ke und be­trach­te­ten das ir­di­sche Win­ter­trei­ben aus fried­li­cher Dis­tanz. Wie in Wat­te ge­packt ma­chen sich bei den Jo­hans­sons al­le ei­ne schö­ne Zeit. Ein­fach himm­lisch!

WILL­KOM­MEN Die vie­len Be­su­cher wer­den von ei­nem fest­lich ge­schmück­ten Kranz in Emp­fang ge­nom­men: al­le her­ein­spa­ziert!

LICHTBLICK Auch im Hau­sin­ne­ren wur­den Fens­ter ein­ge­baut. So wirkt al­les viel hel­ler und grö­ßer. Bei Fa­mi­lie Jo­hans­son wer­den die Ge­schen­ke in der Früh auf­ge­macht. So­bald al­le Ver­wand­ten da sind, geht der Spaß un­term Baum los

NIED­LICH Die zwei Wich­tel pas­sen mit ih­rem Out­fit per­fekt zur De­ko. In Skan­di­na­vi­en ge­hö­ren sie an Weih­nach­ten ein­fach da­zu. Die Sitz­ni­sche ne­ben dem Kü­chen­block ist per­fekt, um dem Koch des Ta­ges Ge­sell­schaft zu lei­sen. Die Kin­der wer­den hier oft zu Nasch­kat­zen

ES WER­DE LICHT Kaum zu glau­ben, dass die­ses Haus im In­ne­ren ein­mal ganz dun­kel war.

Der Baum am Be­sen­stil ist der gan­ze Stolz von Elis. Kon­zen­triert wan­dert der Schmuck aus ih­ren Hän­den an die Äs­te

NOST­AL­GISCH Die­ses Dorf stammt aus Mi­kae­las Kin­der­ta­gen. Heu­te wol­len ih­re Töch­ter, dass es auf­ge­baut wird.

GU­TE NACHTDie Ver­wand­ten kön­nen kom­men. Al­les ist hübsch vor­be­rei­tet.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.