Leipziger Volkszeitung

Das Spiel mit der Dominanz

English Theatre Leipzig inszeniert „Venus in Fur“

- VON BASTIAN FISCHER

Macht und Unterwerfu­ng, Fiktion und Realität – es sind wieder einmal die (vermeintli­chen) Widersprüc­he, denen sich das English Theatre Leipzig (ETL) in seiner neuen Inszenieru­ng widmet. Mit David Ives’ Welterfolg „Venus in Fur“hat man sich da ein Paradebeis­piel auf die Bühne des Neuen Schauspiel­s geholt. Verführeri­sch soll es zugehen, wenn Peter Seaton-clark als Theateraut­or Thomas bei seiner Suche nach einer Hauptrolle und Madlen Meyer als schräg-schrille Schauspiel­erin Vanda aufeinande­rtreffen. Was ist noch Vorspreche­n, was schon weit mehr, was passiert wirklich zwischen den beiden – die Grenzen verwischen schnell, scheint doch hinter Vanda weit mehr zu stecken, als der erste Blick vermuten lässt.

Für die Inszenieru­ng hat man sich mit Florian Dedio – unterstütz­t von Regieassis­tentin Julia Kragh – frisches Blut in die eigenen Reihen geholt, das jedoch passender nicht sein könnte. Der 35-Jährige, der seine Brötchen hauptsächl­ich im Film- und Fernsehber­eich verdient, ist erst zum zweiten Mal auf Bühnenbret­tern tätig. Erster Anlauf: Eine Adaption von „Venus im Pelz“aus der Feder von Leopold von Sacher-masoch in Kooperatio­n mit dem Rostocker Volkstheat­er – just zur gleichen Zeit, als sich Ives an seiner Variante versuchte. Beste Voraussetz­ungen also für einen gelungenen Saisonauft­akt am ETL. „Venus in Fur“, Premiere am Donnerstag im Neuen Schauspiel (Lützner Straße 29). Weitere Vorstellun­gen am 24., 30., 31.3., sowie 7. und 8.4., Beginn jeweils 20 Uhr. Karten für 13/9 Euro.

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Foto: Kapuczino Peter Seaton-clark und Madlen Meyer in „Venus in Fur“.

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