„Els­ter­glanz“glänzt als Eis­le­bens Bot­schaf­ter

Come­dy-duo Gil­bert Rö­di­ger und Sven Wittek An­fang Mai beim Frie­dens­lauf im „di­plo­ma­ti­schen Ein­satz“

Leipziger Volkszeitung - - Sachsen Und Mitteldeut­schland - VON BERND LÄHNE

EISLEBEN.

Sven Wittek und Gil­bert Rö­di­ger vom be­lieb­ten Come­dy-duo „Els­ter­glanz“ha­ben sich den 5. und 6. Mai dick im Ka­len­der vor­ge­merkt – denn Eisleben hat die bei­den zu sei­nen Kul­tur­bot­schaf­tern er­nannt, und an die­sen bei­den Ta­gen wird be­son­ders viel los sein in der Lu­ther­stadt. In ih­rer neu­en Funk­ti­on wer­den Wittek und Rö­di­ger die Teil­neh­mer des Frie­dens­laufs 2017, der über 2000 Ki­lo­me­ter von Rom nach Wit­ten­berg führt, un­ter­stüt­zen. „,Els­ter­glanz’ soll fort­an für die Re­gi­on wer­ben. Die ers­te Ge­le­gen­heit da­für gibt es An­fang Mai. Eisleben ist ei­ne wich­ti­ge Sta­ti­on des Frie­dens­laufs, der am 23. April im Va­ti­kan be­ginnt, und ,Els­ter­glanz’ wird die Teil­neh­mer bei de­ren An­kunft mit be­grü­ßen und beim Wei­ter­lauf mit ver­ab­schie­den“, er­klärt Rat­haus­spre­cher Maik Kno­the. Für Eis­le­bens Ober­bür- ger­meis­te­rin Jut­ta Fi­scher (SPD) ist das En­ga­ge­ment von „Els­ter­glanz“ein lo­gi­scher Schritt: „Das ist un­ser Kul­tur­ex­port“, er­klär­te sie bei der Über­rei­chung der Er­nen­nungs­ur­kun­den an Gil­bert „Gil­li“Rö­di­ger und Sven „Sven­ni“Wittek im Zis­ter­zi­en­se­rin­nen­klos­ter St. Ma­ri­en zu Helfta. Wie die Ober­bür­ger­meis­te­rin da­zu sag­te, wol­le man da­mit das En­ga­ge­ment der bei­den Män­ner zur Ver- brei­tung der Mans­fel­der Spra­che wür­di­gen.

In Helfta – ei­nem Orts­teil von Eisleben – hat­ten an je­nem Tag et­wa 50 Läu­fer aus ganz Sach­sen-an­halt ih­re Teil­nah­meur­kun­den für den Frie­dens­lauf 2017 er­hal­ten. Un­ter dem Mot­to „Für Frie­den, De­mo­kra­tie und To­le­ranz, ge­gen Frem­den­feind­lich­keit“er­folgt am kom­men­den Sonn­tag im Va­ti­kan der Start, Etap­pen­zie­le sind Er­furt, Eisleben, Hal­le und Tor­gau. End­sta­ti­on ist am 8. Mai Wit­ten­berg.

Für die Blö­del-bar­den wird die Be­treu­ung die ers­te durch­aus ernst­haf­te Auf­ga­be im „di­plo­ma­ti­schen Di­enst“sein. Ob Wittek und Rö­di­ger – wie an­ge­kün­digt – wäh­rend des Emp­fangs in Eisleben ei­ge­nen Ver­pfle­gungs­stand mit Ha­cke­pe­ter, Wurst­sup­pe und Stern­burg-bier auf­bau­en wer­den, bleibt ab­zu­war­ten. Selbst ak­tiv wer­den woll­ten die bei­den Män­ner, die trotz ih­rer fast per­fek­ten sport­li­chen Be­klei­dung nicht gera­de wie zwei trai­nier­te Aus­dau­er­läu­fer wir­ken, je­den­falls nicht. „Ge­lau­fen sind wir zu­letzt im Wehr­la­ger 1988“, mein­te Wittek au­gen­zwin­kernd. Zu­gleich aber sei man stark be­ein­druckt von der Leis­tung der Teil­neh­mer. „Wie man so­weit flit­zen kann, ver­ste­hen wir auch nicht. Aber Hut ab vor den Leu­ten, die das ma­chen“, er­klär­ten bei­de in Helfta und über­reich­ten den no­mi­nier­ten Läu­fern je­weils ei­ne Luther­ro­se.

Fo­to: Stadt Eisleben

Kein Witz: Eis­le­bens Bür­ger­meis­te­rin Jut­ta Fi­scher (l.) lässt „Els­ter­glanz“ali­as Sven Witteck (r.) und Gil­bert Rö­di­ger für de­ren Hei­mat­stadt wer­ben.

WIT­TEN­BERG

VA­TI­KAN

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