We­ni­ger schwe­re Wild­un­fäl­le auf Sach­sens Stra­ßen

Leipziger Volkszeitung - - Sachsen Und Mitteldeut­schland -

KAMENZ/PIR­NA.

Im ver­gan­ge­nen Jahr sind in Sach­sen we­ni­ger fol­gen­schwe­re Ver­kehrs­un­fäl­le mit Wild­tie­ren re­gis­triert wor­den. Mit 140 Zu­sam­men­stö­ßen auf den Stra­ßen lag das Ni­veau aber noch im­mer über dem der ver­gan­ge­nen sie­ben Jah­re, wie aus der Auf­stel­lung des Sta­tis­ti­schen Lan­des­am­tes in Kamenz ab 2006 her­vor­geht. Da­nach gab es im vo­ri­gen Jahr 17 Wild­un­fäl­le mit Per­so­nen- und ho­hem Sach­scha­den we­ni­ger als 2015. „Es kann je­den Au­to­fah­rer tref­fen, der in der Däm­me­rung un­ter­wegs ist“, warn­te ein Spre­cher des Staats­be­trie­bes Sach­sen­forst. Und auch mit Früh­lings­be­ginn sei die Ge­fahr nicht ge­bannt.

Bei 114 der Wild­un­fäl­le wur­den Men­schen ver­letzt, erst­mals seit vier Jah­ren gab es wie­der ei­nen To­ten. Die Zahl der Ver­letz­ten sank im Ver­gleich zum Jahr da­vor um zwölf auf 132. In vier Fäl­len stan­den die Au­to­fah­rer un­ter Al­ko­hol­ein­fluss, 22 Mal ent­stand Sach­scha­den. In der Sta­tis­tik sind 36 schwer- und 96 leicht­ver­letz­te Men­schen er­fasst – et­was we­ni­ger als im vor­he­ri­gen Zei­t­raum.

Die Zahl al­ler Wild­un­fäl­le – in­klu­si­ve der mit Blech­schä­den – schätz­te ei­ne Spre­che­rin auf rund 10 000. Ei­ne kon­kre­te Bilanz für 2016 lag noch nicht vor. In den Jah­ren 2014 und 2015 wur­den fast 11 100 be­zie­hungs­wei­se knapp 12 000 re­gis­triert. Be­son­ders stark von Wild­un­fäl­len sind Re­he be­trof­fen, ge­folgt von Wild­schwei­nen, wie der Sach­sen­forst-spre­cher sag­te. Vor­sicht sei ge­bo­ten, denn mit Um­stel­lung auf Som­mer­zeit tref­fe der Be­rufs­ver­kehr ge­nau die Däm­me­rungs­pha­se – die kri­ti­sche Zeit. Zu­dem wer­den Reh- so­wie Schwarz­wild ak­tiv, wenn Fel­der be­stellt sind. „Da kommt wie­der Be­we­gung auf in den Wäl­dern.“So­bald Nah­rung und De­ckung vor­han­den sei­en, ver­stär­ke sich der Wech­sel in Rich­tung Feld.

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