Dresd­ner Ori­gi­nal­bul­le des Paps­tes ge­gen Lu­ther auf der Wart­burg zu se­hen

Leipziger Volkszeitung - - Kultur -

Das Säch­si­sche Staats­ar­chiv steu­ert zur na­tio­na­len Son­der­schau „Lu­ther und die Deut­schen“(4. Mai bis 5. Sep­tem­ber) auf der Ei­se­nach­er Wart­burg (Thü­rin­gen) ein hand­schrift­li­ches Ori­gi­nal der päpst­li­chen Ur­kun­de ge­gen Martin Lu­ther bei. Die so­ge­nann­te Ban­n­an­dro­hungs­bul­le ist ei­nes der Schlüs­sel­do­ku­men­te der Re­for­ma­ti­on. Sie stammt aus dem Be­sitz von Herzog Ge­org von Sach­sen, der ein Geg­ner Lu­thers und ei­ner der we­ni­gen Fürs­ten war, die ein Ex­em­plar be­ka­men.

Das 85 mal 57 Zen­ti­me­ter mes­sen­de Per­ga­ment ist ei­ne von drei er­hal­te­nen hand­schrift­li­chen Ur­fas­sun­gen, die am 15. Ju­ni 1520 in der Kanz­lei von Papst Leo X. in Rom an­ge­fer­tigt und mit dem päpst­li­chen Blei­sie­gel ver­se­hen wur­den. Die bei­den an­de­ren be­fin­den sich in Stutt­gart und Wi­en. Mit der öf­fent­li­chen Ver­bren­nung der viel­fach ver­brei­te­ten päpst­li­chen Bul­le am 10. De­zem­ber 1520 in Wit­ten­berg hat­te Lu­ther den Bruch mit der ka­tho­li­schen Kir­che voll­zo­gen.

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