Leip­zi­ger Um­welt­for­schungs­zen­trum fei­ert mit 1200 Gäs­ten Ge­burts­tag

Fest­ver­an­stal­tung mit Vor­trä­gen und Ge­sprä­chen im Ge­wand­haus ließ 25-jäh­ri­ges Be­ste­hen Re­vue pas­sie­ren

Leipziger Volkszeitung - - Leipzig - VON ANGELIKA RAULIEN

Das Leip­zi­ger Helm­holtz-zen­trum für Um­welt­for­schung (UFZ) be­ging ges­tern im Ge­wand­haus sein 25-jäh­ri­ges Be­ste­hen. Ne­ben Mit­ar­bei­tern, Freun­den, Part­nern und För­de­rern be­grüß­te die Ad­mi­nis­tra­ti­ve Ufz-ge­schäfts­füh­re­rin Hei­ke Graß­mann zur Fest­ver­an­stal­tung zahl­rei­che Gäs­te aus Wis­sen­schaft, Po­li­tik, Wirt­schaft, Me­di­en und Ge­sell­schaft. „Ins­ge­samt 1200 Gäs­te sind ge­kom­men! Für die­se Ge­burts­tags­fei­er wä­re un­ser Ver­an­stal­tungs­zen­trum Ku­bus wirk­lich zu klein ge­we­sen“, freu­te es­sie.

Vie­le wür­di­gen­de Wor­te fie­len. „Das UFZ hat sich im­mer auf ver­än­dern­de Be­din­gun­gen in der Um­welt und der Ge­sell­schaft ein­ge­stellt – und zwar na­tio­nal wie in­ter­na­tio­nal. Sie ha­ben sich ei­nen Na­men in der Um­welt- und Nach­hal­tig­keits­for­schung ge­macht, die als Vor­aus­set­zun­gen für po­li­ti­sches Han­deln gel­ten“, sag­te un­ter an­de­rem Bun­des­wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Jo­han­na Wan­ka (CDU) in ih­rer Fe­st­re­de. Leip­zigs Um­welt­bür­ger­meis­ter Hei­ko Ro­sen­thal (Die Lin­ke) lob­te die Zu­sam­men­ar­beit bei di­ver­sen ge­mein­sa­men Vor­ha­ben wie dem Pro­jekt „Le­ben­di­ge Lup­pe“und, in Ver­bin­dung mit der lo­ka­len Agen­da 21, für den Stadt­teil Grünau. „Da­bei lie­fert das UFZ wert­vol­le Zu­sam­men­hän­ge für die künf­ti­ge nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung“, so Ro­sen­thal. „Als Zei­chen der Wert­schät­zung“schen­ke die Kom­mu­ne dem UFZ jetzt ei­nen Stra­ßen­baum, ei­ne Linde. Im wei­te­ren Ver­lauf ver­wie­sen kur­ze Fil­m­ein­spie­ler und Red­ner wie Pro­fes­sor Pe­ter Fritz, der dem UFZ von 1992 bis 2003 vor­stand, noch ein­mal auf die Grün­dung des Wis­sen­schafts­be­triebs, die im De­zem­ber 1991 ih­ren An­fang nahm und im April 1992 of­fi­zi­ell im Bei­sein des da­ma­li­gen Bun­des­for­schungs­mi­nis­ters Heinz Rie­sen­hu­ber statt­fand. Wie be­rich­tet, war die „For­schungs­hoch­burg“sein­er­zeit mit rund 380 Mit­ar­bei­tern an den Start ge­gan­gen. So­wohl am Stamm­sitz an der Per­mo­ser­stra­ße in Leip­zig so­wie an den Stand­or­ten in Hal­le, Magdeburg, Bad Lauch­städt und Fal­ken­berg ar­bei­ten und for­schen heu­te – in mehr als 30 De­part­ments – rund 1100 Wis­sen­schaft­ler.

Pro­fes­sor Ge­org Teutsch – seit 2003 Wis­sen­schaft­li­cher Ufz-ge­schäfts­füh­rer – ge­hör­te ges­tern zu je­nen, die das ge­wach­se­ne Auf­ga­ben­feld des UFZ Re­vue pas­sie­ren lie­ßen: Hat­te man sich an­fangs vor al­lem der Alt­las­ten-er­kun­dung und -Sa­nie­rung zu­ge­wandt, mau­ser­te sich die Ein­rich­tung spä­ter zum For­schungs­zen­trum für wei­te­re Um­welt- und Ge­sell­schafts­the­men: Längst stellt man sich den heu­ti­gen wie künf­ti­gen wis­sen­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen, die The­men wie die er­neu­er­ba­ren Ener­gi­en, die Bi­o­di­ver­si­tät, ein nach­hal­ti­ges Ma­nage­ment von Na­tur­res­sour­cen, Um­welt­che­mi­ka­li­en, Bio­öko­no­mie und Kli­ma mit sich brin­gen.

„Das UFZ hat sich in den 25 Jah­ren sei­nes Be­ste­hens zu ei­nem welt­weit an­er­kann­ten und ver­netz­ten In­sti­tut, des­sen Fach­leu­te in den wich­ti­gen Gre­mi­en von in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen ver­tre­ten sind, ent­wi­ckelt. Es strahlt mit sei­ner wis­sen­schaft­li­chen Kom­pe­tenz bei Fra­gen des Um­welt­schut­zes in die Re­gi­on und weit dar­über hin­aus“, fass­te es Sach­sens Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Eva-ma­ria Eva-ma­ria Stan­ge (SPD) zu­sam­men. Mit Blick auf das ge­gen­wär­ti­ge Ufz-ge­samt­bud­get – rund 92 Mil­lio­nen Eu­ro – hob sie nicht zu­letzt noch ein­mal her­vor: „Die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen dem Bund als Haupt­zu­wen­dungs­ge­ber und den bei­den an der Fi­nan­zie­rung be­tei­lig­ten Län­dern Sach­sen und Sach­sen-an­halt funk­tio­niert au­ßer­or­dent­lich gut.“

Fo­to: André Kempner

Für Ufz-grün­dungs­di­rek­tor Pe­ter Fritz (l.), gera­de 80 ge­wor­den, gab es von Ge­org Teutsch Blüm­chen. Und ei­ne Spen­den­sum­me für den Kauf ei­nes Bäum­chens, das künf­tig im Ufz-are­al sprie­ßen soll.

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