Buch­vor­stel­lung: Werner San­der und die jü­di­sche Mu­sik in der DDR

Leipziger Volkszeitung - - KULTUR -

Der Mu­si­ker Werner San­der ist vie­len vor al­lem als Grün­der des Leip­zi­ger Sy­nago­gal­cho­res in Er­in­ne­rung, den er als Kon­zert­chor kul­ti­vier­te und der sich bis heu­te jü­di­scher Mu­sik in all ih­rer Viel­fäl­tig­keit wid­met. Die Mu­sik­wis­sen­schaft­le­rin Ti­na Früh­auf stellt San­der in ih­rem Buch „den Frie­den end­gül­tig zu fes­ti­gen“als ei­nen gro­ßer Ver­tre­ter der jü­di­schen Mu­sik in der DDR vor – und die Bio­gra­phie mor­gen im Leip­zi­ger Ario­witsch-haus.

Le­ben und Kar­rie­re des Mu­si­kers Werner San­der (1902–1972) wur­den ins­be­son­de­re durch die äu­ße­ren po­li­ti­schen Ein­flüs­se ge­prägt: erst im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, dann in der DDR. In Bres­lau ge­bo­ren, ge­noss er ei­ne Aus­bil­dung als Mu­sik­leh­rer mit Schwer­punkt auf Kla­vier und Ge­sang. Er ar­bei­te­te auch als Mu­sik­kri­ti­ker und Chor­lei­ter. Mit sei­ner Emi­gra­ti­on nach Ost­deutsch­land nach En­de des Zwei­ten Welt­kriegs setz­te er sei­ne Lauf­bahn als Sy­nago­gen­mu­si­ker fort, ver­folg­te aber auch sein gro­ßes In­ter­es­se an Ora­to­ri­en­auf­füh­run­gen. Ti­na Früh­auf be­schäf­tigt sich ins­be­son­de­re mit San­ders Kampf um das Über­le­ben jü­di­scher Mu­sik in der DDR.

Buch­vor­stel­lung und Kon­zert mit Ti­na Früh­auf und dem Leip­zi­ger Sy­nago­gal­chor: mor­gen, 19 Uhr, Ario­witsch-haus, Hin­rich­sen­stra­ße 14; Ein­tritt frei

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