Re­gio­nal­li­gist Che­mie ver­liert ge­gen Cott­bus 0:2

Re­gio­nal­li­ga: Ener­gie Cott­bus über­nimmt bei Che­mie in Un­ter­zahl das Kom­man­do und ge­winnt 2:0

Leipziger Volkszeitung - - ERSTE SEITE - VON GUI­DO SCHÄ­FER

LEIP­ZIG. Ei­nen Tag nach dem 1. FC Lok (0:2 in Meu­sel­witz) hat auch die BSG Che­mie Leip­zig den Rück­run­den­start in der Fuß­ball-re­gio­nal­li­ga punkt­los be­en­det. Die Leutz­scher ver­lo­ren ges­tern da­heim vor 3690 Fans ge­gen den Spit­zen­rei­ter Ener­gie Cott­bus 0:2.

LEIP­ZIG. Che­mie ge­gen Cott­bus. Un­glei­che Num­mer. Die ei­nen ha­ben nach zwei Auf­stie­gen hin­ter­ein­an­der die Re­gio­nal­li­ga er­reicht und sind stolz auf gro­ße Sprün­ge mit lee­rem Beu­tel. Die an­de­ren wa­ren mal der Stolz der Lau­sitz, spiel­ten Bun­des­li­ga, zwei­te und drit­te Li­ga. Seit 2016 ki­cken die Män­ner von Chef­trai­ner Claus-die­ter Wol­litz in der Re­gio­nal­li­ga, wäh­nen sich seit­dem im fal­schen Film, wol­len zu­rück in den be­zahl­ten Fuß­ball. Che­mie hat­te vor der Par­tie acht To­re ge­schos­sen, Cott­bus 47. Che­mie war Vor­letz­ter, Cott­bus Ers­ter. In Cott­bus sieg­te Ener­gie 5:0 ge­gen Che­mie. Fra­gen zum wahr­schein­li­chen Aus­gang des Rück­run­den­spiels er­üb­rig­ten sich al­so.

Und es kam, wie es kom­men muss­te. Che­mie star­te­te mit ei­ner Nie­der­la­ge ins neue Jahr. Vor 3690 Fans im Kun­ze-sport­park (200 aus Cott­bus) un­ter­lag das Team von Diet­mar De­muth Cott­bus 0:2 (0:0) und bleibt tief im Ta­bel­len­kel­ler der Re­gio­nal­li­ga Nord­ost. Die Gast­ge­ber hat­ten auch und vor al­lem ge­gen zehn Cott­bus­ser – Jo­se Ma­tu­wi­la sah nach Tät­lich­keit an Stefan Karau kurz vor der Halb­zeit Rot – nie ei­ne Sieg­chan­ce.

Der Sou­ve­rän der Li­ga bot auf be­kannt schwie­ri­gem Leutz­scher Un­ter­grund kei­ne Meis­ter­leis­tung, war aber selbst in Un­ter­zahl Herr des Ver­fah­rens und kam durch den bes­ten Mann auf dem Feld, Las­se Schlü­ter, zu zwei Klas­se-to­ren. In der 59. Mi­nu­te na­gel­te der Ex-nord­häu­ser ei­nen 19-Me­ter-schuss via In­nen­pfos­ten zum 1:0 ins Leip­zi­ger Netz.

Che­mie rann­te und kämpf­te, hat­te aber kei­ne ein­zi­ge rich­ti­ge Chan­ce zu ei­nem Tref­fer. Ein Kon­ter mit fi­na­lem Schlü­ter-he­ber über Che­mie-tor­wart Ju­li­en La­ten­dres­se-le­ves­que mach­te den De­ckel drauf (79.). Die Vor­la­ge kam vom ein­ge­wech­sel­ten St­re­li Mam­ba. Der Mann hat üb­ri­gens elf Sai­son­to­re auf sei­nem Kon­to. Drei mehr als al­le Che­mi­ker zu­sam­men.

Knack­punkt Rot? Che­mie-coach De­muth hät­te sehr ger­ne auf den Platz­ver­weis ver­zich­tet. „Der Do­sen­öff­ner ge­gen uns war die Ro­te Kar­te. Wir ha­ben da­nach we­ni­ger ge­macht, Cott­bus hat mehr ge­macht. Das ist ein Phä­no­men. Wir ha­ben in der ers­ten Halb­zeit gut da­ge­gen­ge­hal­ten, da­nach nicht mehr.“De­muths Kol­le­ge Pe­le Wol­litz: „Wir ha­ben zu zehnt ei­ne Schip­pe drauf­ge­legt und in Un­ter­zahl kei­ne Chan­ce zu­ge­las­sen. Ver­dien­ter Sieg.“Po­si­tiv und er­wäh­nens­wert: Beim Si­cher­heits­spiel blieb es ru­hig.

De­büt: Neu-che­mi­ker Pier­re Mer­kel rieb sich auf, gab al­les, kam aber nur ein­mal zum Ab­schluss.

Aus­ge­mus­tert: Der Cott­bus­ser Chris­tos Pa­pa­di­mitrou hat kei­ne Zu­kunft mehr bei Ener­gie, hät­te jüngst ger­ne beim 1. FC Lok vor­ge­spielt. Da­ge­gen leg­te of­fen­bar Wol­litz sein Ve­to ein.

Der pfeil­schnel­le Links­fuß Pa­pa­di­mitrou hat ei­ne Rb-ver­gan­gen­heit, star­te­te beim FC In­ter­na­tio­nal und bei Ein­tracht Tri­er durch und wür­de Lok oder auch Che­mie gut zu Ge­sicht ste­hen.

Che­mie: La­ten­dres­se-le­ves­que – Tro­grlic, Karau, Ro­de, Wa­jer – Bu­ry (85. F. Schmidt), Hein­ze – Bun­ge, Bött­ger (60. Ya­ji­ma), Lud­wig (72. Stel­mak) – Mer­kel. Cott­bus: Spa­hic – Start­sev, St­ein, Ma­tu­wi­la, Schlü­ter – Gehr­mann – Weid­lich, Bau­de (42. Karbstein), De Frei­tas Cos­ta, Vi­te­rit­ti (89. Scheid­hau­er) – Bo­akye (46. Mam­ba). Zu­schau­er: 3690.To­re: Schlü­ter (59., 79.).

Fo­to: Dirk Kn­ofe

Che­mie rann­te und kämpf­te, hat­te aber ge­gen den Sou­ve­rän der Li­ga Cott­bus kei­ne Chan­ce: Ga­b­ri­el Bo­akye am Ball, ver­folgt von Ma­nu­el Wa­jer.

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