Sach­sen zahlt über 84 000 Eu­ro für Haft­ent­schä­di­gung

Leipziger Volkszeitung - - SACHSEN UND MITTELDEUTSCHLAND -

DRES­DEN. Wer zu Un­recht be­straft wird, muss ent­schä­digt wer­den: Im ver­gan­ge­nen Jahr hat der Frei­staat Sach­sen 84 175 Eu­ro Haft­ent­schä­di­gung ge­zahlt. Hin­zu ka­men 26 870 Eu­ro an Ent­schä­di­gun­gen für ma­te­ri­el­le Schä­den, die et­wa bei un­be­rech­tig­ten Durch­su­chun­gen im Zu­ge ei­nes Straf­ver­fah­rens ent­ste­hen kön­nen, wie die Ge­ne­ral­staats­an­walt­schaft Dres­den mit­teil­te. Für Haft­ta­ge gilt bun­des­weit ein Ta­ges­satz von 25 Eu­ro.

Ins­ge­samt wur­den bei der obers­ten säch­si­schen An­kla­ge­be­hör­de im ver­gan­ge­nen Jahr 100 An­trä­ge auf Straf­ent­schä­di­gung neu ge­stellt. Das wa­ren 21 mehr als 2016. 83 An­trä­ge wur­den 2017 er­le­digt, da­von 12 Pro­zent voll­um­fäng­lich be­wil­ligt, 39 Pro­zent ab­ge­lehnt.

Da­bei ging die Sum­me der ge­leis­te­ten Haft­ent­schä­di­gun­gen im ver­gan­ge­nen Jahr im Ver­gleich zum Vor­jahr um mehr als die Hälf­te zu­rück. Das Jahr 2016 sei auf­grund ei­nes Ein­zel­falls mit ins­ge­samt knapp 180 000 Eu­ro an ge­leis­te­ten Ent­schä­di­gun­gen aber auch ei­ne Aus­nah­me ge­we­sen, sag­te Klein. Bei dem Ein­zel­fall ha­be es sich um ei­ne Ent­schä­di­gung für ei­ne ver­büß­te Stra­fe von elf­ein­halb Jah­ren ge­han­delt.

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