Jour­na­list aus der Ukrai­ne rech­net mit Ver­haf­tung

Leipziger Volkszeitung - - MEDIEN -

MAINZ, KIEW. Der re­gie­rungs­kri­tische ukrai­ni­sche Jour­na­list Rus­lan Kotsaba muss sich er­neut für ei­nen drei Jah­re al­ten Frie­den­s­auf­ruf vor Ge­richt ver­ant­wor­ten. Mög­li­cher­wei­se wer­de er be­reits un­mit­tel­bar nach der Vor­ver­hand­lung am 31. Ja­nu­ar ver­haf­tet, sag­te er. Er hof­fe auf Un­ter­stüt­zung aus dem Aus­land, denn in der Ukrai­ne herr­sche zur­zeit ein von Hass ge­präg­tes Kli­ma: „Die Staats­macht will Frie­dens­in­itia­ti­ven mit Stumpf und Sti­el aus­mer­zen.“Jour­na­lis­ten, die kri­tisch über den Krieg in der Ost­ukrai­ne be­rich­ten, wür­den zu­dem als „Mo­s­kau­er Agen­ten“dif­fa­miert. Bei ei­ner Ver­ur­tei­lung we­gen Lan­des­ver­rats dro­hen Kotsaba bis zu 15 Jah­re Ge­fäng­nis. An dem neu­en Straf­pro­zess wer­de er auf je­den Fall per­sön­lich teil­neh­men, sag­te der 52 Jah­re al­te Jour­na­list.

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