Woz­ni­a­cki krönt ih­re Kar­rie­re

Dä­nin fei­ert Grand-slam-ti­tel und Welt­rang­lis­ten­platz eins

Leipziger Volkszeitung - - SPORT -

MEL­BOURNE. Ca­ro­li­ne Woz­ni­a­cki strahl­te die Hen­keltro­phäe an und strei­chel­te über den So­ckel. „Daph­ne geht heu­te mit mir nach Hau­se, ich wer­de mit ihr ku­scheln“, sag­te die 27-jäh­ri­ge Dä­nin und blick­te den Daph­ne Akhurst Me­mo­ri­al Cup, den die Aus­tra­li­an-open-sie­ge­rin er­hält, stolz, un­gläu­big und er­leich­tert an.

Es war nach Mit­ter­nacht, als sich Woz­ni­a­cki nach dem ers­ten Grand-slam-tri­umph ih­rer Kar­rie­re und der Rück­kehr auf Platz eins der Ten­nis-welt­rang­lis­te ei­nen Schluck Sekt gönn­te und die­se ei­ne läs­ti­ge Fra­ge nicht mehr be­ant­wor­ten muss­te. „Um ehr­lich zu sein, das ist mit das Schöns­te dar­an“, sag­te sie und lä­chel­te. „Jetzt war­te ich nur noch auf die Fra­ge, wann ich mei­nen zwei­ten ge­win­ne.“

Die aus­tra­li­sche Zei­tung „The Age“brauch­te am Sonn­tag nach dem Fi­na­le, das Woz­ni­a­cki nach fast drei St­un­den 7:6 (7:2), 3:6, 6:4 ge­gen Si­mo­na Halep für sich ent­schied, nur ein Wort für die Be­deu­tung die­ses Au­gen­blicks. „End­lich“, ti­tel­te das Blatt.

43-mal hat­te sich Woz­ni­a­cki in die Teil­neh­mer­lis­ten ei­nes Grand-slam-tur­niers ein­ge­tra­gen, seit 2005 geht sie ih­rem Be­ruf als Ten­nis­spie­le­rin nach. Zwei­mal hat sie es in ein End­spiel bei den be­deu­tends­ten Tur­nie­ren ge­schafft, zwei­mal schei­ter­te sie. Den­noch klet­ter­te Woz­ni­a­cki 2010 auf Platz eins der Welt­rang­lis­te und hielt sich dort 67 Wo­chen – oh­ne ein Grand-slam-tur­nier ge­won­nen zu ha­ben.

„Na­tür­lich fängst du an zu zwei­feln“, sag­te Woz­ni­a­cki in der St­un­de der per­sön­li­chen Ge­nug­tu­ung. „Aber in den letz­ten an­dert­halb Jah­ren ha­be ich be­wie­sen, dass ich je­de schla­gen kann.“Sie ge­wann 27 Tur­nie­re auf der WTATOUR, war dä­ni­sche Fah­nen­trä­ge­rin bei den Olym­pi­schen Spie­len 2016 und hol­te En­de Ok­to­ber bei der WTA-WM in Sin­ga­pur ih­ren bis da­to größ­ten Ti­tel. Bis zum 27. Ja­nu­ar 2018. Als ei­ne Rück­hand Haleps im Netz lan­de­te, schmiss Woz­ni­a­cki ih­ren Schlä­ger in die Luft, leg­te sich auf den Bo­den und wisch­te sich Trä­nen aus dem Ge­sicht. Ihr größ­tes Ziel war er­reicht.

Fo­to: im­a­go

Fas­sungs­los vor Glück: Sie­ge­rin Ca­ro­li­ne Woz­ni­a­cki.

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