Scholz pol­tert, We­ber lobt – ZFC mit dem sieb­ten Streich ge­gen Lok

Leipziger Volkszeitung - - SPORT - Alex­an­der Bley

MEU­SEL­WITZ. „Was ich 45 Mi­nu­ten ge­se­hen ha­be, war ei­ne Frech­heit“, pol­ter­te Hei­ko Scholz nach dem Kick an der Schnau­der. Nicht ge­nug, der Trai­ner von Lok Leip­zig leg­te nach: „Meu­sel­witz hat das ver­dient ge­won­nen. Wir wa­ren vier Mann we­ni­ger auf dem Platz, die nicht Nor­mal­form er­reicht ha­ben.“

Und des­halb bleibt es da­bei: Der Zip­sen­dor­fer FC spielt Blau-gelb nun­mehr den sieb­ten Streich. In Ma­nier des tap­fe­ren Schnei­der­leins fei­er­ten die Meu­sel­wit­zer ei­nen 2:0-Sieg (0:0) und schie­ben sich bis auf drei Zäh­ler an die Lo­ko­mo­ti­ve aus Probst­hei­da ran. Der ZFC ist für den 1.FC wei­ter ein un­über­wind­ba­rer Bock.

„Wie wir uns in der 2. Hälf­te ver­kauft und agiert ha­ben, das war klas­se“, stimm­te Hei­ko We­ber ein Lob­lied auf die Sei­nen an und auch ein klit­ze­klei­nes auf sich: „Ein schlech­ter Trai­ner hät­te Ma­xi­mi­li­an Weiß in der ers­ten Halb­zeit aus­ge­wech­selt.“Und weil der 52-Jäh­ri­ge kein schlech­ter ist, ließ er sei­nen brand­hei­ßen Neu­zu­gang von Carl-zeiss Je­na drin. Weiß lei­te­te mit sei­nem Tref­fer näm­lich das Lok-ver­der­ben ein, weil er die Sah­ne­ab­la­ge von Fa­bi­an Sten­zel mus­ter­gül­tig per In­nen­sei­te ein­loch­te (57.). Der Tref­fer war das Knall­bon­bon für das Dau­er­feu­er­werk, was die Meu­sel­wit­zer in der Blu­e­chip-are­na ab­feu­er­ten.

Lok konn­te sich nicht mehr be­frei­en, ganz im Ge­gen­satz zur ers­ten Hälf­te, in der die Gäs­te das Spiel mach­ten. Aber auch da fehl­ten Schin­ke, Ma­lo­ne & Co. die Ide­en, um die kom­pakt und gut ge­staf­fel­ten Zip­sen­dor­fer zu kna­cken. „Da ha­ben wir Gas ge­ge­ben, ha­ben uns das Über­ge­wicht er­ar­bei­tet, sind gut ins Ge­gen­pres­sing ge­gan­gen“, fass­te Chris­ti­an Han­ne zu­sam­men, der mit Ro­bert Zi­ckert und Mar­kus Krug die Lok-drei­er­ket­te bil­de­te. „In der zwei­ten Hälf­te war es dann ge­nau um­ge­kehrt. Wir pa­cken beim 0:1 nicht rich­tig zu und das Zwei­te dür­fen wir auch nicht fres­sen.“

Pier­re le Beau stell­te die Wei­chen zum Sieg der Thü­rin­ger. Nach ei­nem Frei­stoß von Se­bas­ti­an Al­bert konn­te der 31-Jäh­ri­ge im 16er erst in al­ler Ru­he die Pil­le an­neh­men, sich mut­ter­see­len­al­lein um die ei­ge­ne Ach­se dre­hen und die Pil­le mit links ins Netz hop­peln las­sen (75.).

Die Chan­cen, die Lok hat­te, konn­ten an ei­ner Hand ab­ge­zählt wer­den. Hit­ver­däch­tig war da­von kei­ne – am ge­fähr­lichs­ten noch der Schuss von Paul Schin­ke (3.) und der Lauf des ein­ge­wech­sel­ten Ma­ik Georgi kurz vor Ab­pfiff. „Der Zug nach vorn hat to­tal ge­fehlt“, ätz­te Scholz. „Wir hat­ten es ein­fach nicht ver­dient zu ge­win­nen.“

ZFC: Brauns­dorf – Lubsch, le Beau, Ur­ban, Al­bert – Rait­hel, Sten­zel, Rudolph, Mä­der ( 85. Mül­ler) – Weiß (75. Brink­mann), Tr­ü­ben­bach (81. Wei­nert).

Lok: Kirs­ten – Krug, Han­ne, Zi­ckert – Tro­jandt (65. Georgi), Ma­lo­ne, Schin­ke, Berger – Gott­schick (81. Lo­rin­cak), Mau­rer (56. Sa­lew­ski) – Zia­ne. Z.: 1514.

Schieds­ri­cher: Bur­da (Ber­lin). Gelb: Rait­hel – Tro­jandt, Han­ne, Ma­lo­ne.

Fo­tos: Ma­rio Jahn

Schwerst­ar­beit: Loks Ro­bert Zi­ckert (r.) ge­gen An­dy Tr­ü­ben­bach.

Zfc-neu­zu­gang Ma­xi­mi­li­an Weiß (l.) be­rei­tet Leip­zigs Mar­kus Krug Pro­ble­me.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.