Den Ab­stieg be­sie­gelt

Nach neun Jah­ren in der 2. Li­ga ha­ben die L.E. Vol­leys den An­schluss ver­lo­ren / 15 Punk­te bis zum ret­ten­den Ufer

Leipziger Volkszeitung - - SPORT -

LEIP­ZIG. Das war es. Nur ein Wun­der ver­mag die L.E. Vol­leys noch in der 2. Bun­des­li­ga hal­ten. Mit 15 Punk­ten Rück­stand zum ret­ten­den Ufer ist das Schick­sal des 2009 neu ge­grün­de­ten Ver­eins so gut wie be­sie­gelt. Der Meis­ter aus dem Jahr 2014 spielt mit an Si­cher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit in der kom­men­den Sai­son in der 3. Li­ga.

Die Sch­lin­ge zog sich in den ver­gan­ge­nen Wo­chen im­mer wei­ter zu, die ver­blie­be­ne Öff­nung zum Ent­rin­nen aus der Ab­stiegs­fal­le war win­zig. Denn mit dem ei­gent­lich hoff­nungs­kei­men­den 2:3 (25:23,20:25,11:25,25:22,13:15) am Sonn­abend ge­gen Ta­bel­len­füh­rer Gra­fing und ges­tern der bit­te­ren 1:3-Nie­der­la­ge (20:25, 25:19, 22:25,19:25) ge­gen das Vol­ley­ball-in­ter­nat Frank­furt ist der Klas­sen­er­halt kaum noch mög­lich. Neun Spie­le ha­ben die Leip­zi­ger auf der Uhr, da­von le­dig­lich vier vor ei­ge­ner Ku­lis­se.

Da­mit ist das L.e.-kon­zept die­ser Sai­son, vor­nehm­lich auf den ei­ge­nen Nach­wuchs zu set­zen, ge­schei­tert. Auch, weil sich mit Rou­ti­nier und Ka­pi­tän Chris­to­pher Harpke das wich­tigs­te Teil im Puz­zle von Trai­ner Christoph Ra­scher be­reits am vier­ten Spiel­tag so schwer ver­letz­te, dass die Sai­son für ihn ge­lau­fen war. Coach Ra­scher hat­te schon vor ei­ni­gen Ta­gen an­ge­kün­digt, zwei­glei­sig für die kom­men­de Spiel­zeit zu pla­nen. Nun kann sich der 33-Jäh­ri­ge auf die 3. Li­ga kon­zen­trie­ren.

Ra­scher war hoff­nungs­voll in die Sonn­tags­par­tie ge­gan­gen. „Eins kann ich ih­nen nicht vor­wer­fen, dass sie nicht bis zum Schluss kämp­fen. Die Moral ist ge­wal­tig. Mit der Leis­tung ge­gen Gra­fing ha­ben wir uns teu­er ver­kauft“, hat­te Ra­scher den Auf­takt des Dop­pel­spiel­ta­ges re­sü­miert.

„Wir ha­ben ein­fach nicht gut ge­spielt“, fass­te der Trai­ner die Sonn­tags­par­tie zu­sam­men. Ne­ga­tiv­re­kord auch bei den Zu­schau­ern: An bei­den Ta­gen wohn­ten den Spie­len in der Brü­der­hal­le mit 432 Zu­schau­er so vie­le bei, wie sonst bei ei­nem Spiel. Zu al­lem Über­fluss ver­letz­te sich Phil­ipp Gör­ner ges­tern im ers­ten Satz. Beim Block knick­te er nach der Lan­dung weg. Ma­xim Künitz konn­te gar nicht an­tre­ten, mel­de­te sich vor der Par­tie krank­heits­be­dingt ab. Die oh­ne­hin schon arg be­schränk­ten Wech­sel­op­tio­nen wur­den so noch ge­rin­ger.

Vor­der­grün­di­ges Ziel von Ra­scher wird nun sein, die jun­gen Spie­ler zu­sam­men­zu­hal­ten. Denn der ein oder an­de­re, auch aus der zwei­ten Rei­he, we­cken Be­gehr­lich­kei­ten.

Da­ge­gen hält Kon­tra­hent GSVE die Hoff­nung auf den Klas­sen­er­halt am Le­ben. In ei­nem Tanz auf der Ra­sier­klin­ge si­cher­te sich das Team von Frank Piet­zon­ka je­weils im Tie-break und zu­dem in der Ver­län­ge­rung vier Punk­te. Ge­gen Rüs­sels­heim ge­wan­nen die De­litz­scher den Tie-break 18:16, am Sonn­abend den ge­gen Frank­furt nach 12:14-Rück­stand, 16:14. „Ein we­nig Glück ge­hört auch da­zu“, sag­te Piet­zon­ka. Alex­an­der Bley

L. E. Vol­leys: Schnei­der, Derck­sen, Ptock, Ve­ga, Ru­dolf, Gör­ner, Maaß, Rie­men­schnei­der, Bur­gartz, Kö­then, Ka­roos, Künitz.

Fo­to: Mod­la

Time­out von Christoph Ra­scher: Die Vol­leys ha­ben die Trend­wen­de ver­passt.

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